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Pebble Smartwatch knackt als erstes Projekt die 20 Mio. USD Schallgrenze auf kickstarter

Welches Crowdfunding-Projekt schaffte es als erster, auf kickstarter die 10 Mio. USD Schallgrenze zu überschreiten? Es war die Pebble Smartwatch. Lange bevor Apple, Samsung und Co. eine Smartwatch der Öffentlichkeit vorstellten, gelang es einem kleinen StartUp, mit einer brillianten Produktidee (Smartwatch) die kickstarter-Community zu begeistern. Nach diesem Ersterfolg lief zwar nicht alles glatt und der geplante Auslieferungstermin musste mehrfach verschoben werden, aber mittlerweile können sich Fans auf der ganzen Welt an dieser Smartwatch erfreuen.

Und jetzt hat ein Projekt erstmals die 20 Mio. USD Schallgrenze bei kickstarter überschritten? Um welches Projekt handelt es sich? Um die Pebble Time Smartwatch, jetzt mit farbigem Display. Damit hat sie den Platz 1 der größten Crowdfundingprojekte von Coolest Cooler zurückerobern können. Aber es geht noch um viel mehr. Es geht darum zu zeigen, dass ein Ideenprojekt, das bei kickstarter seinen Ursprung nahm, auch erfolgreich mit Hilfe von kickstarter weiterentwickelt wird und sich damit auch in einem harten Wettbewerbsumfeld etablieren kann.

Es ist schon faszinierend, dass Pebble derzeit laut Statistik einen Marktanteil von 7 % am Smartwatch-Markt innehat. Zwar ist Samsung mit 23 % absoluter Marktführer und wird evtl. bald von Apple abgelöst, aber für ein StartUp ist das ein beachtlicher Wert und zeigt, dass man als First Mover sehr wohl auch in einem Milliardenmarkt eine wichtige Rolle spielen kann. Um das zu unterstreichen, wurde die erneute Kickstarter-Aktion kurz vor dem Mobile World Congress Ende Februar 2015 gelauncht. Und auch passend zum Beginn der Markteinführungsphase der Apple-Smartwatch surft Pebble intelligent auf dieser Welle. Man muss eben ein gutes Timing besitzen, wenn man ein kleines Marketingbudget hat.

Hat Pebble auch langfristig eine Chance? Zur Zeit sehen die Chancen gut aus. Denn die Konkurrenten überladen ihre Uhren mit Features und Funktionen. Das führt dazu, dass die Smartwatches nach weniger als einem Tag wieder an einer Stromquelle aufgeladen werden müssen. Die Pebble-Watch dagegen soll eine Akku-Laufzeit von mehr als 7 Tagen vorweisen können, weil die Uhr eben keinen Fitness-Tracker und anderen Schnick-Schnack anbietet. Und das kommt bei den Käufern an. Denn sie wollen ihre Uhr vorrangig lange tragen können, ohne sie ständig neu aufladen zu müssen. Pebble bringt diesen Vorteil in Werbebotschaften rüber. Und letztlich profitieren die Kunden noch in einem anderen Punkt von diesem Minimalismus-Ansatz: Die Pebble-Watch gibt es ab 150 EUR und nicht wie bei der Konkurrenz ab 200 – 250 EUR.

Aus meiner Sicht müsste Pebble einen Werbeslogan wählen a la: „Wir sind die Wirtschaft“. Denn als Kunde einer Pebble Watch unterstützt man nicht nur ein StartUp, man unterstützt damit eine ganze StartUp-Bewegung und auch die Crowdfunding-Bewegung. Es ist also mehr als ein Lippenbekenntnis, es ist eine Lebenseinstellung und klares Statement, wenn man eine Pebble-Smartwatch trägt. Und letztlich profitiert auch Kickstarter stark von der Pebble-Hype. Denn immer, wenn solche Rekorde wie die von Pebble augestellt werden, kommt auch Kickstarter in die Presse und wird noch bekannter. Und damit haben immer mehr StartUps die Chance, auch ihr Produkt dank Crowdfunding vorfinanzieren zu können. Mehr davon bitte.

One Response to Pebble Smartwatch knackt als erstes Projekt die 20 Mio. USD Schallgrenze auf kickstarter

  1. Eve sagt:

    Unglaublich, was aus diesem Projekt geworden ist, hatten sie doch am Anfang noch arg Mühe, die ersten paar Tausend Stück zu produzieren. Was ich ganz besonders toll an Pebble finde bzw. was Pebble für mich einzigartig macht ist die Farbpalette, die hot pink und lime green Editionen sind der absolute Kontrast zu den edlen Stahlausführungen anderer Hersteller.

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