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ECF Aquaponik Farm Berlin startet mit der FarmBox in der Endkundenvermarktung richtig durch

Gerne begleiten wir hier im Blog zukunftsweisende Geschäftsideen über einen längeren Zeitraum, wie das zum Beispiel bei Tesla Motors der Fall ist. Dazu gehört auch das Konzept der Stadtfarmen, wie es von der ECF Farmsystems GmbH mit Sitz in Berlin umgesetzt wird. Erstmals habe ich im November 2012 das Konzept hier im Blog näher vorgestellt. Ein Updatebericht folgte im April 2014. Seitdem hat sich viel getan. Im Dezember 2014 wurde die Berliner ECF Stadtfarm in Betrieb genommen. Im März 2015 fand die Eröffnungsparty statt. Und seit Mai dieses Jahres können Kaufwillige Gurken, Auberginen und Salate im Hofladen erwerben. Zudem werden Lebensmittel von befreundeten Herstellern aus Berlin verkauft. Ab September 2015 sollen auch frischer Fisch aus eigener Zucht verkauft werden.

Wer sicherstellen will, dass er auch immer frisches Gemüse erhält, wenn er den Hofladen besucht, der kann ab sofort eine FarmBox abonnieren. Die Farmbox kann jede Woche zu einem individuell festgelegten Termin (Wochentag) im Hofladen abgeholt werden (damit immer gezielt frisch geerntet werden kann) und kostet 15 EUR pro Box. Auf der Webseite wird mehr zum Inhalt verraten: „Die Produkte in Deiner Farmbox werden ausschliesslich in der ECF Farm in Berlin Schöneberg angebaut. Der Inhalt variiert je nach Saison und Reife der Sorten. Z.B. frische Tomaten, leckere Auberginen, knackige Paprika, Salate, kleine Gurken und dazu z.B. herrlich duftendes Basilikum, bunter Mangold, Zitronengrass oder Minze. Im Winter werden Tomaten und Gurken durch beispielsweise Spinat, Chicorée oder Feldsalat abgelöst.“

Der ECF Farmer´s Market arbeitet auch daran, in naher Zukunft einen externen Lieferservice anzubieten. Damit keine Abschlussangst entsteht, kann die Farmerbox jederzeit mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden. Und man kann bis zu fünfmal im Jahr pausieren, Freunde zum Abholen vorbeischicken, die Abholung verschieben. Wenn die Farmbox am vereinbarten Termin nicht abgeholt wird, kommt sie der Berliner Tafel zugute, und wird an Bedürftige und Obdachlose ausgegeben. Insgesamt wird das Angebot auf 300 Farmbox-Abos beschränkt, weil auch immer genug Angebot für Adhoc-Kunden im Hofmarkt zur Verfügung stehen soll und weil die Erntekapazitäten natürlich beschrenkt sind. Da sich Interessenten schon seit vielen Wochen für das Farmbox vorregistrieren konnten, kann man davon ausgehen, dass man schnell entscheiden muss, ob man auch dabei sein will.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob das Gemüse wirklich nicht nach Fisch riecht, der kann erst einmal im Hofladen eine Probe kaufen. Und wie funktioniert das Ganze eigentlich? Auch hier gibt es eine kurze Antwort auf der Webseite: „Das Gesamtsystem ist sehr ressourcenschonend konzipiert: das auf dem Dach gesammelte Regenwasser wird zunächst in der Fischaufzucht und dann im Gewächshaus eingesetzt. So wird wertvolles Süßwasser zweimal genutzt. Zusätzlich reduzieren die Ausscheidungen und das CO2 von den Fischen unseren Düngeeinsatz bei den Pflanzen. Der Wegfall der Transportwege und Kühlketten trägt ebenfalls dazu bei, den CO2-Rucksack der Lebensmittel zu verringern.“ Mal schau´n, wie schnell in anderen Städten in Deutschland auch solche eine ECF-Stadtfarm gebaut und eröffnet wird. Das zweite Referenzprojekt steht in der Schweiz.

One Response to ECF Aquaponik Farm Berlin startet mit der FarmBox in der Endkundenvermarktung richtig durch

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