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Dan Cluderay scheffelt Millionen mit Lebensmitteln, deren Haltbarkeitsdatum schon abgelaufen ist

Schon seit Jahren stelle ich hier im Blog innovative Geschäftsideen vor, die gegen die Verschwendung und das Wegwerfen von Lebensmitteln ankämpfen und passende Lösungen dazu anbieten. Jetzt bin ich dank der Artikel von Indepent und Welt.de auf den Online-Händler Approved Food in England aufmerksam geworden. Der Gründer Dan Cluderay macht nach einigen Anlaufjahren mittlerweile mehr als 5,5 Mio. EUR Umsatz pro Jahr damit, mit Lebensmitteln zu handeln, deren Haltbarkeitsdatum unmittelbar abläuft oder schon abgelaufen ist.

Cluderay verspricht seinen Kuden, dass sie bei ihm bis zu 70 % sparen können. Das wird möglich, indem vor allem Waren von Lebensmittelherstellern, Großhändlern und Supermärkten zu Schnäppchenpreisen abkauft, die ansonsten in der Regel im Müll gelandet wären. Dan Cluderay profitiert davon, dass auch viele Kunden in Großbritannien auf den Preis schauen müssen und es zudem immer mehr Kunden gibt, die darum kämpfen, dass keine Lebensmittel weggeworfen werden. Damit Cluderay aber selbst nicht auf seinen Produkten sitzen bleibt, hat er sich vor allem auf Konserven, Haushaltswaren und Trockenprodukte spezialisiert, ergänzt auch um Obst und Gemüse. Von Tiefkühlkost lässt er gründsätzlich seine Finger davon. Die Waren bietet er über seinen hauseigenen Onlineshop an, um so möglichst viele potentielle Kunden schnell erreichen zu können.

Ein wichtiger Erfolgsgeheimnis liegt weiterhin darin, dass man zwischen dem Mindesthalbarkeitsdatum und dem Verfallsdatum unterscheiden muss. Viele Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, sind noch genießbar. Finger lässt Cluderay dagegen von Produkten wie Fleisch und Milch, deren Verfallsdatum schon abgelaufen ist. Gerne nimmt er auch Saisonartikel in sein Sortiment auf, die mittlerweile nicht mehr angesagt sind, wie z.B. Ostereier nach Ostern. Seine Kunden beliefert er mit eigener Logstik. Das Geschäft läuft so gut, dass er größere Chargen von seinem Zentrallage aus auch ins Ausland verkauft, z.B. nach Deutschland, Frankreich und die Niederlanden. Auch hier leben viele sparsame Menschen, die auf Schnäppchenjagd sind.

Noch hat es sich bei den Investoren noch nicht rumgesprochen, dass es sich hier um ein sehr lukratives Wachstumsgeschäft handelt. Cluderay stellte kürzlich sein Konzept in der BBC-Gründershow „Dragons‘ Den“ vor. Trotz des ausgeklügelten Geschäftskonzeptes, viel Erfahrung und guter Zahlen konnte er keinen Investor finden. Das ist eigentlich überraschend. Schließlich gibt es schon lange genug Restposten-Geschäfte weltweit, die zum Teil gute Umsätze machen. Allerdings spekuliert man bei diesem hier vorgestellten Geschäftskonzept gegen die Uhr, weil es sich um vorrangig sehr verderbliche Waren handelt. Also muss Cluderay weiter aus eigener Kraft wachsen.

One Response to Dan Cluderay scheffelt Millionen mit Lebensmitteln, deren Haltbarkeitsdatum schon abgelaufen ist

  1. Nick sagt:

    Spannendes Konzept. Ob sowas sich auch in Deutschland durchsetzen könnte, wird vor allem mit den anfallenden Lieferkosten zusammenhängen. Dank zalando und Co. sind wir es gewöhnt versandkostenfrei zu bestellen. Wenn ein Anbieter bis zu 70% Ersparnis verspricht, dann aber Liefergebühren verlangt, wird für die meisten Kunden der Gang zum nächsten Supermarkt, um dort die auslaufenden Produkte abzugreifen vermutlich günstiger sein.

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