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Der interaktive Spiegel von „vantastec“ soll das Einkaufserlebnis revolutionieren

Der sog. „Magic Mirror“ entwickelt sich immer weiter. Im Jahr 2007 habe ich hier im Blog einen „Social Mirror“ vorgestellt, mit dessen Hilfe sich Kundinnen im Modegeschäft fotografieren und die Anprobefotos via SMS an Freunde schicken konnten, um zeitnah ein Feedback zu erhalten, ob ihnen das Outfit auch passen würde. Die Diesel Cam machte im Jahr 2010 die Anprobe dank Facebook-Echtzeit-Verbindung zum Community-Erlebnis. Im letzten Jahr habe ich dann den Inspiration Corridor und den intelligenten Ankleidespiegel vorgestellt. Dabei handelte es sich jeweils um Innovationen made in USA, um das Einkaufen vor Ort zum Erlebnis zu machen.

Jetzt bin ich froh, endlich eine Erfindung auf diesem Gebiet made in Germany vorstellen zu dürfen, die noch einen Schritt weiter geht. Es handelt sich um einen High-Tech-Spiegel, der seit 2014 von der Firma vantastec Systems Germany UG mit Sitz in Bayreuth entwickelt wird. Pate standen die innovativen Produkte aus den USA (siehe oben). Das patentierte Verfahren made in Germany ermöglicht es, dass sich Kunden von Bekleidungshändlern direkt im Spiegelbild in der neusten Mode betrachten können. „The Moodboard“ kann in Geschäften, Schaufenstern und Einkaufszentren aufgestellt werden.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Der Kunde stellt sich vor die Stele und wird durch ein Verfahren automatisiert erkannt und sieht sich selbst mit der ausgewählten Mode, ohne Anprobieren. Er kann sich drehen und bewegen, wie vor einem normalen Spiegel. Hebt man die rechte Hand, wechselt das Spiegelbild in einer Sekunde die Kleider. Die Sensoren erkennen das Geschlecht, das Alter und die Konfektionsgröße des Users. Der Spiegel kann aber noch mehr. Mit dem „discount for a post“-Konzept kann der Kunde mit Hilfe eines QR-Codes und seinem Smartphone einen Facebook-Post mit seinen favorisierten Outfits posten und dafür einen Rabatt erhalten. Der Rabatt kann anschließend an der Kasse des Händlers vorgezeigt oder direkt im Onlineshop genutzt werden.

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Wollt Ihr „The Moadboard“ direkt im Einsatz erleben? Vom 14. – 22. August 2015 könnt Ihr im Kasseler Modehaus Köhler vorbeischauen und diese Branchenlösung direkt vor Ort ausprobieren. Kooperationspartner ist weiterhin das Fashionlabel „DRYKORN“. Für diesen Test wurden die gängigsten Größen für Männer und Frauen ausgewählt. Der Gründer und Geschäftsführer von vantastec Systems, Carsten N. J. Detzer, wird während der gesamten Phase vor Ort sein, um Fragen persönlich beantworten zu können. Im Dezember 2015 sollen dann Händler, nachdem die Kinderkrankheiten beseitigt wurden, The Moadboard bestellen können. Die Anschaffungskosten sollen bei ca. 3.000 – 4.000 EUR pro Gerät liegen.

Deutlich teurer ist die fotografische Aufbereitung der Modekollektionen für die Modehersteller. In bis zu 400 genau definierten Positionen muss ein Model pro Kleidungsstück abfotografiert werden. Das lohnt sich aber erst dann, wenn viele hundert Geräte vor Ort im Einsatz sind oder die Fotoshootings auf für andere Zwecke eingesetzt werden. Insofern besteht jetzt die große Herausforderung der Gründer darin, eine kritische Masse schnell zu erreichen. Mal schau´n, welche Modelabels und Handelsketten den Anfang wagen, um sich einen Wettbewerbsvorsprung zu „erkaufen“. Und natürlich ist auch entscheidend, wie die Kunden das Angebot annehmen werden. Denn letztlich sollte man zum Schluss, wenn man die Auswahl getroffen hat, die Kleidungsstücke doch noch anprobieren, um zu prüfen, ob sie wirklich passen und sich auch gut anfühlen.

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