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Die Internet-Galerie ArtLifting verkauft Kunstwerke von Obdachlosen

Liz Powers half seit dem 18. Lebensjahr ehrenamtlich Obdachlosen und Behinderten in Boston, wieder auf die „Beine zu kommen“. Als sie einen Kunstkurs ins Leben rief, erkannte sie schnell, wie viele Teilnehmer ein Talent dafür hatten, sich künstlerisch auszudrücken. Zusammen mit ihrem Bruder kam sie auf die Idee, einmal im Jahr eine Vernissage in Boston zu veranstalten, um die Bilder an Kunstinteressierte zu verkaufen. Schnell war ihnen klar, dass sie mehr erreichen könnten. Deshalb gründeten sie im Jahr 2013 nebenberuflich die Internetgalerie ArtLifting.

Zu Beginn wurden vier Künstler auf Webseite vorgestellt, die in wenigen Wochen nach dem Start im Dezember 2013 mehrere tausend Dollar Einnahmen generieren konnten. Der Verteilungsschlüssel ist bis heute gleichgeblieben. Die Künstler erhalten 55 % der Verkaufserlöse ArtLifting 45 %. Es werden aber nicht nur Bilder (in der Preisspanne zwischen 75 und 300 USD) verkauft, sondern auch Kunstdrucke, Postkarten und Smartphone-HÜllen. So konnte es zum Beispiel gelingen, dass durch den Verkauf ihrer Kunst fünf Obdachlose die Straße verlassen und wieder ein eigenes Zuhause aufbauen konnten.

In diesem Jahr entschloss sich Liz Powers, mit ArtLifting voll durchzustarten und sich Vollzeit zu engagieren. Sie zog mit ihrem StartUp nach San Francisco in den Tumml-Inkubator. Es konnte eine Seedfinanzierung in Höhe von 1,1 Mio. USD sichergestellt werden. Zu den Investoren gehört u.a. auch Blake Mycoskie, Gründer von TOMS Shoes. Mittlerweile hat Artlifing mehr als 50 Künstler aus Austin, Chicago, New York, San Francisco, Los Angeles, Florida, Washington DC und New Jersey unter Vertrag. Mehr als 800 Kunstwerke stehen auf der Webseite unter Vertrag.

Sehr geht läuft das Geschäft mit Geschäftskunden. Microsoft kaufte vor kurzem sieben Bilder, um ihr Gründerzentrum in San Francisco mit diesen Bildern auszustatten. Auch Staples und die Harvard Universität gehören mittlerweile zum Kundenkreis. Weiterhin sollen Vertriebskooperationen mit Konsumgüterherstellern und Einzelhandelsketten vereinbart werden. Das soll nicht nur den Künstlern, die unter Vertrag stehen, zu Gute kommen. Es sollen aus den Erlösen auch Kunstkurse für Obdachlose und Behinderte landesweit finanziert werden. Tolles Konzept.

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