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Fintech-Trend: fino digital macht den Kontowechsel zum Kinderspiel

Noch scheuen viele Bankkunden den Kontowechsel zu einer Bank, weil das mit viel Aufwand verbunden ist. Alle Lastschrift- und Daueraufträge müssen geändert werden. Dabei kann es schnell passieren, dass man etwas vergisst und anschliessend Ärger hat. Das soll dank der EU-Richtlinie über Zahlungsdienste ab September 2016 auch in Deutschland anders werden. Demnach soll der Kontowechsel nicht mehr mit einem einem übermäßigen bürokratischen und finanziellen Aufwand verbunden sein und innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein.

Diese Gesetzesänderung ist die Chance zahlreicher Fintech-StartUps, wie z.B. für die fino digital GmbH mit Sitz im Science Park Kassel. Und das Geschäft brummt jetzt schon, obwohl der Gesetzgeber noch ausreichend Frist gibt, um den Kontowechselvorgang zu verbessern. Aber Banken wittern jetzt schon die Chance, mehr Kunden zu gewinnen, wenn sie ab sofort den Kontowechsel zum Kinderspiel machen. Deshalb bietet die Commerzbank seit dem 1. Oktober 2015 auf Basis der Fino Digital iOS und Android App den digi­talen und papier­losen Konto­wechsel an.

Die Funktionsweise wird in der PM wie folgt beschrieben: „Mit der kostenlosen Kontowechsel-App können Kunden, die zur Commerzbank wechseln wollen, ihr Konto vollautomatisch innerhalb von wenigen Minuten per Smartphone oder Tablet „umziehen“. Die App identifiziert alle Zahlungspartner des Kunden und sucht nach Daueraufträgen, Lastschriften sowie anderen regelmäßigen Zahlungen. Nach Prüfung und Freigabe der Daten durch den Kunden veranlasst die App die Information aller Zahlungspartner über die neue Kontoverbindung bei der Commerzbank. Der Kunde muss typische Zahlungspartner wie Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Telefonanbieter oder Energieversorger nicht selbst schriftlich informieren. Auch die Recherche von Kontaktdaten entfällt.“

Florian Christ hatte vor einem Jahr die Idee zur App. Der Vorteil: Pro Kontowechsel erhält er eine Fixgebühr von der Bank. Und in diesem Fall ist das FinTech-StartUp kein Gegner, sondern Freund der Banken. Mittlerweile beschäftigt die fino digital GmbH in Kassel 14 Mitarbeiter. Mit der Commerzbank haben sie einen „dicken Fisch an Land gezogen“. Weitere werden folgen. Natürlich sind sie nicht alleine auf dem Markt. FinReach aus Berlin hat die DKB Bank als Kunden gewonnen. Die dwins GmbH aus Bonn und die KWS Kontowechsel Service GmbH aus Norddeutschland wollen auch im Markt mitmischen. Weitere Player wird sicherlich folgen.

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