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Personal Commerce Plattform „enjoy“ bietet einen smarten Lieferservice an

Sagt Ihnen der Name Ron Johnson noch etwas? Er wurde zur Jahrtausendwende von Steve Jobs eingestellt, um die Apple Stores zum Erfolg zu führen. Das Ergebnis kennen wir alle. Als er seine Mission erfüllt sah, wechselte er mit seinem Team 2012 zur Kaufhauskette JCPenny, um einen Turnaround zu schaffen. Doch dieses Mal gelang es Ron Johnson nicht, seine hochgesteckten Ziele zu erreichen und er stieg wieder bei JCPenny aus.

Im Jahr 2014 sorgte Ron Johnson wieder für viel mediale Aufmerksamkeit, als er ankündigte, mit der ersten Personal Commerce Plattfrorm enjoy ein ganz neues Kauferlebnis für Elektronikprodukte anbieten zu wollen. Konzept und Reputation waren noch so gut, dass er von Investoren eine 30 Mio USD Anschubfinanzierung erhielt, um sein Vorhaben zu realisieren. Im Mai 2015 startete er dann seinen Service für die Region San Francisco und New York City. Sein Angebot klingt einfach und bestechend: Kauft auf enjoy beliebte Gadgets und Elektronikartikel und Ihr erhaltet diese Produkte nicht nur frei Haus geliefert, sondern der speziell ausgebildete Lieferant hilft Euch vor Ort für vier Stunden, das Gerät einzurichten und auszuprobieren.

Das Prinzip ist sehr einfach: Die Macher von enjoy investieren nicht in Backsteine (Gebäude, Inneneinrichtung), um den Kunden ein besonderes Shoppingerlebnis zu schenken, sondern sie investieren in ihre Mitarbeiter, damit diese den Kunden konkret vor Ort dabei helfen können, damit sie mit ihrem gekauften Produkt viel Spaß haben. Die Mitarbeiter werden alle auf der Webseite persönlich vorgestellt. Und die Rechnung scheint aufzugehen. Nicht nur viele Kunden, sondern auch die Medien zeigen sich von diesem neuen Shoppingangebot begeistert. Und auch weitere Investoren sind eingestiegen, weil sie mit „enjoy“ das nächste Big Thing im ECommerce vermuten.

Damit enjoy seinen Service schnell bekannt machen kann, hat es sich einiges einfallen lassen. So können Kunden, die Produkte nicht bei enjoy gekauft haben, für einen Fixpreis von 99 USD solch einen Erklär-Service nachträglich buchen, aber natürlich nur für die Produkte, die sich schon im enjoy-Sortiment befinden. Noch spannender: enjoy schickt für enjoy Privatparties (für 8 – 12 Personen) einen Experten kostenfrei vorbei, der zu bestimmten Produkten (die sich im enjoy Sortiment befinden) wertvolle Bedienungstipps gibt. Damit soll enjoy schnell bekannt werden.

Man muss kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass es in Deutschland bald einige Copy Cats von enjoy geben wird. Dafür ist das Konzept zu gut und das VC Investment von derzeit 50 Mio. USD zu beeindruckend. Querdenker hätten allerdings schon viel früher auf dieses geniale Geschäftskonzept kommen können. Denn schon 2006 haben wir über die sog. Tech-Butler berichtet und kurz danach über das Erklärbär-ServiceAbo eines deutschen Elektrogeschäftes berichtet. Diese Angebote kommen dem o.g. Angebot schon sehr nahe.

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