daskaugummi

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Gießener StartUp will den Kaugummi-Markt aufmischen

Ingo Hofmann baute ausgehend vom Standort Gießen mit Partnern gemeinsam eine Salatbarkette auf. Jetzt reizte ihn eine neue Herausforderung. Die Idee dazu kam ihm an der Supermarktkasse. Ihm fiel auf, dass es mittlerweile zahlreiche Kaugummisorten und -marken gibt, aber fast alle aus dem Hause Wrigley´s. Da müsste doch noch Platz sein für einen deutschen Anbieter, der hier den Kaugummi-Markt aufmischen könnte. Gesagt getan. Er holte sich noch zwei Bekannte mit ins Boot, darunter den Basketball-Profi Andrej Mangold von den Telekom Baskets. In unzähligen Tests probierten sie unzählige Geschmacksrichtungen aus.

Zum Start im Oktober 2015 gingen sie mit drei Geschmacksrichtungen an den Markt: Orange-Ingwer, Zitrone-Basilikum und Holunderblüte-Minze. Klingt ganz so wie „Bionade zum Kauen“. Und tatsächlich achteten die Gründer darauf, möglichst viele natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden. Die Verpackung ist ähnlich wie bei Bionade sehr puristisch. Auch die Werbung setzt auf Natürlichkeit: Die Models sind nahezu ungeschminkt vor die Kameras getreten. Der Name des Produktes ist ähnlich einfach, wie einprägsam: Das Kaugummi. Um dem Ganzen einen internationalen Touch zu verleihen, wurde als Untertitel „The German Gum“ gewählt. In jeder Packung befinden sich 11 Dragees.

Im firmeneigenen Onlineshop können die Kunden den Dreierpack zum Preis von 5,90 EUR erwerben, wobei sie frei in der Wahl sind, welche Geschmacksrichtungen sie wählen. Damit ist schnell erkennbar, dass die Gründer im Hochpreissegment einsteigen wollen. Nachdem Geschmacksrichtungen, Produzent und Logistikpartner gefunden waren, bestand die nächste Herausforderung darin, möglichste viele Verkaufsstellen davon zu überzeugen, ihr Produkt ins Sortiment aufzunehmen.

Dabei gingen Ingo Hofmann und seine Vertriebsmitarbeiter zum Teil sehr ungewöhnliche Wege. Obwohl sie im Sommer 2015 noch nicht mit der Massenproduktion begonnen hatten, sprachen sie mit passenden Produktproben jeden an, der als Verkaufsstelle oder Großabnehmer in Frage kommen könnte. Wie man dem Storefinder entnehmen kann, wurden bisher zahlreiche Gastronomen davon überzeugt, „Das Kaugummi“ ins Verkaufssortiment aufzunehmen.

Aber auch Bäckereien, Apotheken, Freizeiteinrichtungen, Kioske, Getränkehändler, Fahrdienste, Hotels und Autohäuser konnten schon als Kunden oder Verkaufsstellen gewonnen werden. Der Vorteil: Hier werden in der Regel nur die Kaugummis aus Gießen verkauft, nicht von der Konkurrenz. Der Vorteil besteht darin, nicht im Preiswettbewerb mit der noch übermächtigen Konkurrenz aus den USA zu stehen. Das ist gerade für einen noch unbekannten Hochpreisanbieter ein großer Vorteil.

Das Team um Ingo Hofmann entwickelt fast tägliche neue Ideen, noch nicht ausgetrampelte Pfade zu gehen, um ganz neue Vertriebswege zu erschließen. Dank des großen Netzwerkes und einiger Medienberichte sind aber auch schon die großen Supermarktketten auf das etwas andere StartUp aus Gießen aufmerksam geworden. Insofern könnten die Umsatzzahlen bald hochschnellen. Die Gründer haben sich schließlich auch hohe Ziele gesteckt:

Laut eines Interviews mit dem Bonner General Anzeiger sollen im ersten Jahr 1 Mio. Päckchen von „Das Kaugummi“ verkauft werden. In einem Telefoninterview verriet mir Ingo Hofmann, dass sie in naher Zukunft einige spektakuläre Werbemaßnahmen geplant haben. Hier können die Gründer auf ihr großes Netzwerk (auch an Promis) zurückgreifen. Lasst Euch überraschen. Ich bin mir sicher, dass wir von „Das Kaugummi“ noch viel hören werden und hier bald eine Update-Berichterstattung folgen wird.

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