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Re-Commercer mySWOOP greift mit Multi-Channel-Strategie Online-Platzhirsche an

Seit Jahren gibt es im Re-Commerce-Business Platzhirsche wie momox, rebuy und Co. Da muss man sich als Neueinsteiger schon etwas einfallen lassen, um diesen Playern Paroli zu bieten und wertvolle Marktanteile wegzunehmen. Und genau solch ein ernstzunehmender Konkurrent ist mySWOOOP®, das im November 2011 in Bremen gegründete und ansässige Re-Commerce Unternehmen. Kerngeschäft ist der An- und Verkauf von verschiedensten neuen und gebrauchten Artikeln aus einer Vielzahl von Kategorien. Angekauft und verkauft wird prinzipiell jedes Produkt, das über einen aus Unternehmenssicht attraktiven Wiederverkaufswert verfügt.

Die Besonderheit ist der Multi-Channel Ansatz. Nicht nur im Internet, sondern auch in eigenen Geschäften in Bermen werden die Waren an- und verkauft. Und dieser Ansatz scheint aufzugehen. Laut aktueller Pressemitteilung konnte das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten seinen Umsatz verzwölffachen. Somit ist mySWOOOP vier Jahre nach Gründung im siebenstelligen Bereich angekommen. Sollte also mySWOOP sein Filialnetz ausbauen, wie jetzt angekündigt wurde, könnten die Konkurrenten das Zittern bekommen oder gegensteuern. Genug Kapitalkraft scheint mySWOOP als Tochtergesellschaft der Melchers GmbH & Co. KG (seit 1.10.2014) zu haben.

mySWOOP will nicht allein mit dem Multi-Channel-Ansatz, sondern mit zahlreichen Zusatzleistungen punkten. So bieten sie u.a. anderem einen Reparaturservice, günstige Mobilfunkverträge, Versicherungen, Wertgarantien für neue und gebrauchte Ware sowie Ratenfinanzierungen an. Durch das Filialnetz können den Kunden die Möglichkeit geben, in Ruhe zu stöbern und die Ware zu testen. Gleichzeitig haben Verkäufer die Möglichkeit, ihre Produkte vor Ort von Experten taxieren zu lassen und sofort zu Geld zu machen.

Als mir vor zehn Jahren das Geschäftskonzept eines Re-Commerce-Anbieters zwecks Prüfung vorlag, gab ich damals das Feedback, auch Offline-Vertriebswege zu prüfen, um die Vorteile von online und offline ideal zu kombinieren. Das wurde zwar damals verworfen, aber mir war klar, dass ein Player eines Tages in diese Lücke reinstoßen wurde. Natürlich ist dieser Weg kapitalintensiv und risikoreicher (als eine reine Online-Strategie), aber für mich kann das der Schlüssel für die Marktführerschaft sein, selbst wenn es sich um einen Nachzügler handelt.

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