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Spanisches Start-Up sorgt mit seinem Blauwein für viel Aufsehen

Für Winzer ist es nicht leicht, aufzufallen und im Wettbewerb zu bestehen. Der eine versucht es mit einem besonderen Etikett auf der Flasche, der nächste mit einem Plastikglas als Verpackung und andere binden ihre Kunden durch die Vergabe von Weinpatenschaften und Ausgabe von Genussscheinen. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut. Doch jetzt versucht ein spanisches Start-Up den ganz großen Wurf.

Sie verkaufen einen Wein, der keine rote oder weiße, sondern eine blaue Farbe hat. Das wird möglich, weil dem Wein (die Grundlage bilden verschiedene spanische Rot- und Weißweine) die natürlichen Farbstoffe Anthocyanin und Indigo zugegeben werden. Unterstützung erhält das spanische StartUp „Grik“ durch die Unversität des Baskenlandes und dem lebensmitteltechnischen Institut „Azti Tecnecalia“. Und da die Gründer davon überzeugt sind, dass ihr Blauwein ein Verkaufsschlager wird, verkaufen sie ihn via Onlineshops in verschiedenen Ländern, darunter natürlich auch Deutschland. Hier kostet eine Flasche 12 EUR, sechs Flaschen 48 EUR.

Wer kommt auf solch eine Idee? Es sind Gründer aus Spanien, einem Land, was nicht gerade für Topweine bekannt ist. Und die Gründer können auf gar keine Wein-Tradition zurückblicken. Vielmehr sind es Designer, Informatiker, Künstler und Musiker, wovon keiner älter als 30 Jahre ist. Sie wollen viele Regeln brechen und mit ihrem Wein auffallen. Das ist ihnen gelungen. Medien auf der ganzen Welt berichten bereits über dieses etwas andere Getränk. Pressevertreter meinen sogar, dass de rWein der neue Partyhit werden könnte. Schau´n wir mal, aber die Chancen stehen gut, dass sich der Blauwein gut verkaufen wird.

Ganz neu ist die Idee natürlich nicht, Alkohol zu färben. Am bekanntesten ist der Blue Curacao. Dieser Orangenlikör von der gleichnamigen Insel begann seinen Siegeszug, als Cocktails langsam bunt wurden und der Blue Curacao als wichtige Farbbeimischung verwendet wurde. Kann man sich den Swimming Pool Cocktail ohne Blue Curacao vorstellen? Wohl kaum! Insofern würde es mich nicht wundern, wenn auch bald für den Blauwein ein neuer Cocktail entwickelt werden würde. Jetzt kommt es darauf an, dass für den Blauwein möglichst viele Verwendungsformen gefunden werden. Vielleicht auch als Give-Away-Geschenk von Firmen, deren Firmenfarbe blau ist.

2 Responses to Spanisches Start-Up sorgt mit seinem Blauwein für viel Aufsehen

  1. Biertrinker sagt:

    Die Idee ist nicht neu, es gibt auch schon blaues Bier!

  2. Hallo Bietrinker,

    gefunden habe ich ein Biermixgetränk in blauer Farbe: http://www.baboblue.com/. Gibt es auch ein „reines“ Bier in Blau (kein Mixgetränk)?

    Und gibt es auch schon blauen Wein?

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