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Roboter Knightscope patroulliert in US-Einkaufszentren

Roboter erobern die Welt, wie wir im Best-Practice-Special „Roboter“ anschaulich zeigen. Nicht immer ersetzen sie 1:1 die Menschen, sondern unterstützen sie bei der Arbeit. Ein gutes Beispiel ist der Roboter Knightscope, der seit letztem Jahr im Stanford Shopping Center in Paolo Alto Patrouillen fährt, um für eine sicherere Welt zu sorgen. Auf die Idee zum Wachmann-Roboter kam der ehemalige Polizist und Knightscope-Mitgründer Stacy Dean Stephens nach dem Amoklauf in der Stadt Newton im Dezember 2012. Durch ein schnelleres Eingreifen z.B. eines „unsterblichen“ Roboters hätten bis zu 12 Menschen gerettet werden können.

Im Gegensatz zum Kinofilm RoboCop ist der Knightscope unbewaffnet. Er soll nur im Gebäude und auf den Parkplätzen Ausschau halten nach kritischen Situationen. Mit seiner eingebauten HD-Infrarotkamera kann zum Beispiel bis zu 300 Kfz-Kennzeichen pro Minute verarbeiten und überprüfen, ob sich z.B. unbefugte Fahrzeuge in einem Gefahrenbereich aufhalten oder ob es sich sogar um gestohlene Fahrzeuge handelt. Da es in Deutschland deutlich restriktivere Datenschutzregeln als in den USA gibt, wird der Knightscope derzeit auch nur in den USA getestet und vertrieben.

Aktuell hat Knightscope eine Partnerschaft mit der Sicherheitsfirma Universal Protection Service vermeldet, damit jeder Kunde die Knightscopes für den Einsatz bestellen kann. Denn neben den Wachroboter braucht es immer eine Leitstelle mit geschultem Personal, die die Kontrolle inne haben. Im Testbetrieb in Paolo Alto wurde ein Mietpreis von 7 USD pro Stunde (nur für das Gerät) aufgerufen. Bei Interesse kann natürlich auch der Wachmann-Roboter in den USA käuflich erworben werden. Es gibt zwei verschiedene Versionen für Einsteiger und Fortgeschritten.

Schon jetzt ist der Knightscope ein Tausendsassa. Er kann im 360-Gradmodus seine ganze Umgebung erfassen und beispielsweise erkennen, wenn ein Tor aufgebrochen wurde. Er kann auch Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck sowie den CO2-Gehalt erfassen. Eine Wärmebildkamera ist ebenfalls eingebaut. So kann er auch als Umweltsheriff eingesetzt werden. Leider ist er noch nicht schusssicher. Selbstverständlich kann er Menschen ausweichen, um sie nicht zu belästigen. Falls er angegriffen wird oder einen Vorfall zu melden hat, kann er ein lautes Alarmsignal ausstoßen und per Geo-Tagging Unterstützung anfordern. Eine Person aus der Leitzentrale kann per Mikrofon auch Anweisungen geben. Mehr zur Funktionsweise erfahrt Ihr im Videofilm:

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