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Im Clearport Fashion-Store fühlt man sich wie am Flughafen

Es gibt Menschen, die gehen gerne an den Flughafen, nicht weil sie wegfliegen oder einen Bekannten abholen wollen, sondern weil sie den „Geruch der weiten Welt“ einatmen möchten. Dafür müssen aber die Einwohner von Jersey City nicht länger zum Flughafen Newark rausfahren, vielmehr können sie das Flughafen-Flair mitten in der Innenstadt genießen. Hier hat Haytham Elgawly Ende Mai 2016 den ersten Clearport Fashion Store eröffnet und erhält aufgrund des Design-Konzeptes viel mediale Aufmerksamkeit.

Hier finden Frauen, Männer und Kinder passende Straßenmode. Das Geschäft wurde mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Vor den Ankleideräumen steht eine Körperscanner-Attrappe. Hier kann man Fotos von seinem Outfit machen und mit den Community teilen. Als Einkaufskörbe werden die grauen Plastikschalen verwendet, die man vom Sicherheitscheck kennt. An den Kassen gibt es Absperrbänder, wie man es ebenfalls vom Flughafen-Check-In kennt. Und natürlich kann man sich auf auf Sitzmöbeln ausruhen, die man ebenfalls an Flughäfen sieht, selbstverständlich auch mit integrierter Handy-Aufladestation. Das ganze Geschäft ist im Flughafen-Design beschildert.

Sehr clever finde ich die Anzeigentafeln, an denen keine Ankunft- und Abflugzeiten angezeigt werden, sondern die Modellabels, die gerade ausverkauft sind. Und natürlich gibt es auch ein Kundentreueprogramm, wie man es von den Fluggesellschaften kennt. Nach kurzer Zeit hat man schnell den Eindruck, man würde sich tatsächlich in einer Modeboutique am Flughafen befinden. Während am Flughafen ein Geschäft wie das andere aussieht, fällt der Clearport Fashion Store in der Innenstadt von Jersey City natürlich auf. Wie es genau im Geschäft aussieht, könnt Ihr im Video weiter unten sehen.

Aus meiner Sicht ist das Konzept noch ausbaufähig. So könnte ein Reisebüro integriert oder im Geschäft nebenan positioniert werden. Oder ein Cafe. Und es könnten Modelabels aus fremden Ländern angeboten werden. Denen könnte man Teile der Verkaufsflächen untervermieten und damit als Pop-Up-Store fungieren. So gäbe es immer wieder neue Modelabels aus aller Welt. Man könnte sog. Länderwochen ausrufen und auch passende Events veranstalten (z.B. in Kooperation mit den Tourismusbüros der zuständigen Länder). Oder man könnte anbieten, T-Shirts mit Motiven aus aller Welt zu beflocken. Und man könnten den Kunden anbieten, via VR-Brille in fremde Länder zu verreisen, ohne das Geschäft zu verlassen.

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