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Spreadshirt-Economy: Umsatzmillionäre mit T-Shirts für FriseurInnen, Geburtstagskinder und Bulldoggen-Fans

Ein Start-up wird erwachsen: Spreadshirt feierte Anfang 2017 seinen 15. Geburtstag. Was anfangs in einem Gründerwettbewerb als „unrealistisches Geschäftsmodell“ bezeichnet wurde (obwohl es schon Vorbilder in den USA gab), ist inzwischen eine internationale Plattform für das Bedrucken von Kleidung und Accessoires. Spreadshirt ist europäischer Marktführer und wächst seit seiner Gründung kontinuierlich. Das war am Anfang nicht unbedingt zu erwarten, denn Spreadshirt wurde mitten in der New Economy Krise gegründet.

Da in der Startphase von Spreadshirt die Investoren ihre Wunden leckten und nicht Schlange standen, bei Spreadshirt einzusteigen, verlangte man bei den Kunden Vorkasse und ließ sich bei den Lieferanten lange Zahlungsziele einräumen. Auch so kann ein Start-Up im ersten Schritt (via Bootstrapping) durchstarten. Weitere Bedingung war natürlich, dass sich der Erfolg schnell einstellte. Nach nur einem Jahr gab es bereits 5.000 Spreadshirt-Shops. Bekannte Shopbetreiber wie „Ärzte ohne Grenzen“, die Bravo und Oliver Kahn machten Spreadshirt zum viralen Hit. Bis zum Jahr 2005 hatten über 100.000 Kunden Spreadshirt-Produkte bestellt.

In diesem Jahr plant Spreadshirt, die 100 Mio. Umsatzgrenze (pro Jahr) zu durchbrechen. Mehr als 750 Mitarbeiter weltweit arbeiten daran, dass dieses Ziel auch erreicht wird. Aber die wirklichen „Stars“ sind die Shopbetreiber, die häufig als Mikropreneure in Form eines Hobbys starten. Einige kommen dann groß raus. Drei Spreadshirt-Partner aus dem deutschsprachigen Raum sind zum Beispiel auf dem besten Weg, die Millionen-Umsatz-Marke zu knacken. Allen gemein ist die Vorliebe für Nischenthemen und spezielle Zielgruppen .

Haarfreaks-Shop: Nicht alle FriseurInnen über einen Kamm scheren
„Das Leben ist nicht nur 2/0 oder 12/1. Es ist voll von 5/66, 7/37 und 8/34“. Solche T-Shirt-Sprüche über Haarfarben sorgen bei FriseurInnen für ein Schmunzeln und werden hundertfach verkauft. Spreadshirts Shopbetreiberin Nektarinchen gelingt es, Haarkünstler einfallsreich zu bedienen. „Sich wirklich mit der Zielgruppe auseinanderzusetzen und ihre typischen Alltagssituationen in humorvolle T-Shirt-Sprüche zu verwandeln, ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Nektarinchen über ihren Online-Shop Haarfreaks. Die gebürtige Wienerin betreibt neben ihrem FriseurInnen-Shop noch zwei weitere zu den Themen Dialekt und Grillen. Die meisten Ideen für ihre Shops bekommt sie direkt von ihren Fans auf Facebook. Regelmäßige Posts in den sozialen Medien sind unerlässlich. Mit Haarfreaks hat Nektarinchen bei Facebook mittlerweile knapp 34.000 Fans.

Our.Best.Friend: Ein Online-Shop für Bully-Mamas und -Papas
Alles für den Hund, alles für die Französische Bulldogge. Im Frenchie-Shop finden sich jede Menge T-Shirts, Pullover und Accessoires für stolze Bully-Eltern. Liebevoll gestaltete Motive zu den kleinen Vierbeinern lassen die Herzen von Hundebesitzern höherschlagen. Das Erfolgsrezept liegt auch hier in der Nische. Individuelle Liebesbekundungen rund um den French Bully kommen gut an. Our.Best.Friend bietet personalisierbare Motive auf dem Spreadshirt-Marktplatz und im eigenen Online-Shop an.

Rahmenlos: Passt jedem Geburtstagskind
Der Designer Rahmenlos kreiert Geburtstageschenke und ist damit ziemlich erfolgreich. Im Mittelpunkt stehen ganz groß Jahreszahlen und neue Lebensjahre. Dabei sind nicht nur die großen Runden von Bedeutung, sondern auch die kleinen Etappen. Sein Stil beschreibt er als „wild und classic“ und besticht dabei mit stilvoller Typographie. Die T-Shirts, Pullover, Schürzen und Babyshirts kommen mit den Vintage-Motiven bei den Beschenkten gut an. Rahmenlos betreibt erfolgreich noch weitere Online-Shops bei Spreadshirt und bietet verschiedene Geschenkartikel kombiniert mit Sprüchen an.

Spreadshirt bietet zwei Möglichkeiten, mit eigenen Ideen und Designs Geld zu verdienen: als Shopbetreiber oder Marktplatzdesigner. Dabei ist das Verkaufen von selbst gestalteten Designs kostenlos und ohne großes Risiko. Spreadshirt-Partner können bis zu 60% Provision verdienen. Ob auf dem Spreadshirt-Marktplatz oder im eigenen Online-Shop, 2016 haben mehr als 70.000 aktive Partner ihre Ideen über Spreadshirt verkauft. Seit der Gründung vor 15 Jahren hat Spreadshirt bereits über 70 Millionen Euro an Partner-Provisionen ausgezahlt.

Spreadshirt ist ein gutes Beispiel, wie man mit einem nicht alltäglichen Ertragsmodell gute Einnahmen erzielen kann. Innerhalb unserer Geschäftsideen-Ratgeber-Serie zeigen wir, wie man mit einen innovativen Ertragsmodell durchstarten kann. Mehr Erfolgsbeispiele zum Thema präsentieren wir im Best-Practice-Special „Ertragsmodelle“. Sehr gut kann sich Spreadshirt auch als Markttestplattform eigenen. Mehr Beispiele dazu gibt es im Best-Practice-Special „Markttest“.

Foto: (c) Spreadshirt / Haarfreak / Our.best.friend

2 Responses to Spreadshirt-Economy: Umsatzmillionäre mit T-Shirts für FriseurInnen, Geburtstagskinder und Bulldoggen-Fans

  1. Klaus sagt:

    „Spreadshirt ist ein gutes Beispiel, wie man mit einem nicht alltäglichen Ertragsmodell gute Einnahmen erzielen kann.“

    Was leider nicht für die Partner gilt.

  2. Hallo Klaus,

    was meinst Du konkret?

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