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Ist es eine gute Idee, dass Little Lunch wichtige Vertriebsaktivitäten outsourct?

Im Juni 2014 haben Denis und Daniel Gibisch Little Lunch gegründet und die ersten Suppen auf den deutschen Markt gebracht. Der Durchbruch kam mit dem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“, siehe unser Blogbeitrag vom Oktober 2015. Seitdem wurde das Produktsortiment nicht nur um Bio-Smoothies, Bio-Brühe und Bio-Eintöpfe erweitert, sondern die Zahl der Händler, die Little-Lunch Produkte verkaufen, ist stark gestiegen. Mittlerweile stehen Listungen für über 5.000 Filialen zu Buche, darunter namhafte Märkte wie Rossmann, Edeka oder Rewe.

Um der steigenden Kundennachfrage weiterhin gerecht zu werden, übertragen die Augsburger Jungunternehmer ab 1. September 2017 umfassende Vertriebsaufgaben an das Unterhachinger Traditionsunternehmen Develey Senf & Feinkost GmbH. Dazu gehören insbesondere die Betreuung der Partner im Drogerie- und Lebensmitteleinzelhandel sowie die Expansion. Mit Hilfe dieser Vertriebskooperation soll schon im dritten Quartal 2017 mehr als eine Million-Bio-Suppengläser vorwiegend im Handel verkauft werden. Dank der Zusammenarbeit mit Develey soll vor allem das internationale Geschäft sichtbar ausgeweitet werden.

Stellt Little Lunch damit die eigenen Vertriebsaktivitäten ein? Nein, vielmehr will das hauseigene Vertriebsteam die frei werdenden Kapazitäten nutzen, um den Fokus auf die Bereiche Teleshopping, Digitalvertrieb sowie Kooperationen mit Gastronomie, Fitnessanbietern und weitere Distributionsformen zu richten. Und das ist auch gut so. Denn man sollte sich nie so sehr von einem externen Vertriebspartner abhängig machen, dass man bei Aufkündigung des Vertrages aus eigener Kraft nicht genug Umsatz macht, um die laufenden Kosten zu decken. Ansonsten könnte das gerade kurzfristig sehr gefährlich werden. Insofern sollte man sich im Rahmen von Vertriebsoutsourcingverhandlungen professionelle Unterstützung besorgen.

Weniger gefährlich ist das Vertriebsoutsourcing, wenn der Vertriebspartner langfristige Ziele verfolgt und beweisen kann, dass er dies schon mit anderen erfolgreich Partnern umgesetzt hat. Develey arbeitet z.B. auch schon als Vertriebspartner für Tabasco und Kikkoman. Trotzdem empfehle ich Little Lunch, ein kleines Vertriebsgebiet auszuwählen (z.B. im Umkreis des Firmensitzes), in dem auch der Kontakt zu den Händlern direkt gehalten wird. Und es sollte sichergestellt werden, dass der direkte Kontakt mit den A-Kunden und A-Händlern weiter aufrechterhalten wird. Dann könnte solch ein Vertriebsoutsourcing funktionieren.

In einem Haufe-Artikel wird einprägsam erläutert, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, um einen Teil des Vertriebs outzusourcen.

Foto: (c) Little Lunch

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