Gustavo Gusto

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Gustavo Gusto: Vom Pizzabäcker zum Tiefkühlpizzahersteller

Im Jahr 2003 gründete Christoph Schramm eine Pizzeria gegenüber der Universität Passau, wo er damals BWL studierte. Für die perfekte Rezeptur machte das Team eine ausgedehnte Reise durch Italien und sammelte unzählige Inspirationen, Der Erfolg war riesig, und schnell erwuchs aus dieser einen Pizzeria eine ganze Kette inklusive Lieferservice. Eines Tages fragte sich das Team, ob es nicht möglich sei, dieses Geschmackserlebnis auch als TK-Produkt anzubieten.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, gründete Schramm mit weiteren Kollegen vor vier Jahren das Unternehmen Franco Fresco. In Geretsried bei München konnte für diese Zwecke eine Feinkost-Fabrik übernommen werden. Seitdem stellt das kleine Unternehmen TK-Pizzen unter der Marke „Gustavo Gusto“ nahezu in Handarbeit her. Mittlerweile produziert das Start-Up 8.000 Stück pro Tag. Und trotzdem sieht keine Pizza gleich aus. Und das ist kein Handicap, sondern Markenzeichen des Unternehmens. Schließlich soll die Pizza nicht nur wie beim Italiener um die Ecke schmecken, sondern auch so aussehen.

Sehr viel Wert legen die Geretsrieder auf ihren Markenauftritt. Nicht nur die Pizza soll lecker sein, sondern auch die Verpackung. Warum? Als Start-up hat man naturgemäß wenig Geld, um seinen Produktlaunch mit Werbung zu flankieren. Aus diesem Grund wird die Verpackung selbst zum Werbeträger, mit charmanten Headlines wie „Wir nehmen nur Mozarella, alles andere ist Käse“, die den Verbraucher direkt am Point-of-Sale ansprechen. Also dort, wo man einen direkten Kaufimpuls auslösen kann. Auch die frische Farbe „weiß“ sticht bewusst hervor in den bunten Truhen. Und die Verpackung ist auch größer als die der Konkurrenz, was die Händler vor Ort manchmal vor größere Herausforderungen stellt.

Ganz wichtig: Gustavo Gusto gibt’s nicht nur in der Tiefkühltruhe. In momentan vier ausgewählten Märkten wird an Pizzaständen die Pizza frisch zubereitet und verkauft. Zwei weitere Verkaufsstellen sind in Planung. Dadurch werden nicht nur zusätzliche Einnahmen generiert, sondern insbesondere Aufmerksamkeit. Was gibt es Besseres, als direkt im Laden den Beweis zu liefern, wie gut die Pizzen von Gustavo Gusto schmecken? Wenn die logistischen Herausforderungen gemeistert wurden, soll dieses Vertriebskonzept ausgebaut werden.

Derzeit werden die Pizzen hauptsächlich in Bayern verkauft. REWE machte letztes Jahr den Anfang. EDEKA folgte in diesem Jahr. Dennoch wollen die Geretsrieder nichts überstürzen: Für sie ist es natürlich ein großer Ritterschlag, nach nur einem Jahr bereits bei den beiden Handelsriesen EDEKA und REWE in den Truhen zu liegen. Trotzdem soll nichts überstürzt werden. Ihnen ist es wichtiger, die bestehenden Partner verlässlich zu beliefern, als sich unkontrolliert auszudehnen. Erst wenn sie garantieren können, auch größere Stückzahlen auf diesem hohem Niveau produzieren zu können, planen sie die nächste Expansion. In drei Jahren aber soll es Gustavo Gusto bundesweit im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sein.

Foto: (c) Franco Fresco GmbH

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