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Chairless Chair: Sieht so der Stuhl der Zukunft aus?

Mitarbeiter in der Produktion müssen meistens lange stehen. Deshalb bietet die Schweizer Firma noonee (Ausgründung der Technischen Hochschule in Zürich) seit kurzem den Chairless Chair an. Dabei handelt es sich um ein Exokselett, das ca. 4 kg wiegt und damit leicht genug ist, um damit auch laufen zu können. Die Sitzhilfe soll Knie, Rücken und Nacken der Mitarbeiter entlasten und kann individuell eingestellt werden, wobei der Neigungswinkel maximal 90 Grad beträgt. Dank einer Memory-Funktion kann der Träger aufstehen und sich danach wieder in die gleiche Sitzposition begeben.

Der Weg zum Serienmodell war lang. Bereits im Jahr 2015 testete das Schweizer Unternehmen den Chairless Chair mit Audi (siehe Pressemitteilung) und anderen Automobilherstellern und -zulieferern. Zu Beginn wurde noch eine Version mit elektronischer Steuerung getestet. Allerdings stellte sich die Bedienung und das Laden der Akkus als zu umständlich heraus. Und die Kosten wären deutlich höher gewesen. Die aktuelle Version kostet ca. 3.750 EUR.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass nicht alles sinnvoll ist, was technisch machbar ist. Vielmehr entscheidet der Nutzer im Praxistest, was ankommt und was durchfällt. Und man muss auch immer die Kosten im Auge behalten. Ich habe schon viele Lösungen im B2B-Umfeld scheitern sehen, weil der Verkaufspreis zu hoch lag. Geschäftskunden sind häufig sehr preissensibel. Schon wenige 100 EUR Preisunterschied können darüber entscheiden, ob ein Produkt gekauft wird oder nicht, selbst wenn es sich um ein Investitionsgut handelt. Schliesslich muss eine große Stückzahl erworben werden.

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