Public Goods Products

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Public Goods bietet lebenslange Mitgliedschaft an, um Haushaltsprodukte zu Herstellkosten anbieten zu können

Morgan Hirsh und Michael Ferchak ärgern sich schon länger darüber, dass Sie für Pflege- und Haushaltsprodukte viel Geld pro Jahr ausgeben müssen. Dabei liegen bei diesen Produkten die Herstellkosten deutlich niedriger als die Verkaufspreise. Das liegt daran, dass die Anbieter solcher Produkte einen hohen Werbe- und Gewinnaufschlag verlangen und zudem verschiedene Zwischenhändler auch ihr Geld verdienen möchten. Das wollen nun zwei Gründer aus den USA mit der Firma Public Goods ändern.

Kunden von Public Goods sollen deren Produkte zu Herstellkosten erwerben können, unter der Bedingung, dass sie eine monatliche Mitgliedsgebühr (12 USD pro Monat) bezahlen. Um allerdings eine Mindestzahl von Pflegeprodukten herstellen zu können, initiierte Public Goods im Juli 2017 eine CrowdfundingKampagne bei Kickstarter, um die nötige Anschubfinanzierung zu realisieren. Konkret wird via Kickstarter eine lebenslange Mitgliedschaft angeboten, ganz zu Beginn zu 39 USD (Early Bird Konditionen). Aktuell kann man eine lebenslange Einzelmitgliedschaft via Kickstarter zu 69 USD erwerben.

Das Angebot konnte bisher mehr als 6.000 Unterstützer anlocken. Da auch Mitgliedschaften für bis zu fünf Personen angeboten werden, konnten bisher via Kickstarter knapp 400.000 USD eingesammelt werden. Wenn man bedenkt, dass das Mindestziel bei 20.000 USD lag, kann man schon jetzt von einem riesigen Erfolg der Kampagne sprechen. Wenn die Versprechen eingelöst werden, kann man davon ausgehen, dass Public Goods in Zukunft auch viele Mitglieder finden wird, die eine Mitgliedsgebühr pro Monat bezahlen.

Das Start-Up hat mit dem Verkauf lebenslanger Mitgliedschaften ein mächtiges Kundenbindungsinstrument geschaffen, allerdings auf Kosten von Gewinnmargen. Bei nachhaltigem Erfolg dieser Aktion sind wir überzeugt, dass es immer mehr Nachahmer gibt, die zugunsten der Kundenbindung auf hohe Gewinnmargen verzichten werden. Wir sind gespant, wie dieses Experiment ausgibt.

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