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In diesen drei Geschäften werden (nur) Produkte von Start-Ups angeboten

Im Januar 2012 haben wir hier im Blog erstmals über den Start-Up Store in New York berichtet. In diesem Geschäft wurden jeweils für mehrere Monate Produkte von Start-Ups und E-Commerce-Anbietern präsentiert. Schon damals habe ich Rahmen des Blogbeitrages die Frage gestellt, warum es nicht in allen Großstädten solche Geschäfte geben könnte, evtl. unterstützt von den Wirtschaftsförderungen vor Ort? Und tatsächlich tut sich hier mittlerweile auch einiges in Deutschland.

„Die Höhle der Löwen“-Pop-Up-Store eröffnet am 26.08.2017 in Köln
DHDL hat schon vielen Start-Ups dank der hohen Medienreichweite dabei geholfen, dass ihre Produkte fast über Nacht zu Topsellern wurden, wie z.B. bei Little Lunch, Lizza oder Koawach. Jetzt will DHDL dafür sorgen, dass die Fans der Sendung die Produkte aus der Sendung anschauen oder sogar testen können. Dafür eröffnet am 26. August 2017 der erste „Die Höhle der Löwen“-Pop-Up-Store im DuMont Carré, Breite Straße 80 – 90, 50667 Köln. Zum Start werden rund 30 besonders beliebte Produkte, die in den vergangenen Staffeln einen „Deal“ gemacht haben, im Shop erhältlich sein. Im Laufe der neuen Staffel sind dann weitere aktuelle Produkte aus der Show verfügbar – und das sogar schon am Morgen nach dem „Deal“ in der TV-Ausstrahlung! Der Pop-Up-Store wird während der gesamten vierten Staffel geöffnet sein und die Kunden in typischer „Löwen“-Atmosphäre willkommen heißen. Eine gute Werbung für die Sendung und die Start-Ups zugleich. Perfekt.

STARTUPSTORE N´STORIES geht vom 23.06. – 30.09.2017 in München in die zweite Runde
Aufgrund des großen Erfolgs des ersten Crowdfunding Pop-up Stores Deutschlands (Anfang November 2016 eröffnete der STARTUPSTORE N´STORIES erstmals in der Münchner Maximilianstraße) wird es vom 23. Juni bis zum 30. September 2017 eine Fortsetzung im Ruffinihaus am Münchner Rindermarkt geben. Hier sollen auch wieder dank der Unterstützung des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München Kreative ihre Produkte präsentieren können, die via Crowdfunding finanziert werden sollen. Der Pop-up Store wird dabei gleichzeitig zum Showroom, zur Eventlocation und zur Verkaufsfläche. Die Besucher des Stores sollen die Möglichkeit erhalten, die Macher hinter den Projekten kennenzulernen, die Produkte vor Ort zu testen und Feedback dazu zu geben. Präsentiert werden dieses Mal Crowdfunding-Produkte aus den Bereichen Mode, Design, Literatur, Journalismus, Technik und Software. Die Projekte und Produkte sollen direkt vor Ort vorbestellt werden können. Gleichzeitig soll mit dem PopUp Store die neuen Münchner Crowdfunding Website (powered by startnext) www.kreativ-muenchen-crowdfunding.de beworben werden.

Erfinderladen in Berlin
Im Jahr 2009 wurde der erste Erfinderladen in Berlin eröffnet, um die Dienstleistung der Patentvermarktungsgesellschaft jmw innovation GmbH sichtbar zu machen. Mittlerweile ist der Laden nicht nur ein Aushängeschild für o.g. Unternehmen geworden, sondern soll Kunden Zugang zu den neuesten Innovationen bieten. Anstoß war, dass viele Erfinder bei Einkäufern großer Handelshäuser abblitzen, weil sie die Produktionskapazitäten nicht liefern oder einfach zu unbekannt sind. Der Testmarkt baut hier eine Brücke, um die ersten 100 bis 1000 Stück unter die Menschen zu bringen. Nach dem Berliner Laden folgten noch Ladeneröffnungen (im Rahmen einer Partnerschaft) in Salzburg und Hamburg. Der angeschlossene Onlineshop soll dafür sorgen, dass Kunden aus dem ganzen deutschsprachigen Raum die innovativen Produkte der Erfinder kaufen können. Wir haben bereits hier im Blog mehrfach über dieses Geschäft mit Vorbildcharakter berichtet.

Sehr interessant finde ich, wie unterschiedlich die Beweggründe waren, solche Start-Up Stores zu eröffnen. Es fällt auf, dass es sich fast immer um Pop-Up Shopkonzepte handelt. Interessant ist vielleicht auch, dass sich der erste New Yorker Startup-Store zum Themen-Store weiterentwickelt hat. Viele Kunden können wahrscheinlich mit einem Gemischtwarenladen nicht so viel anfangen. Deshalb würde ich mir wünschen, dass es vielelicht auch mehr Store-in-Store Konzepte gibt. Gerade in Lebensmittelgeschäften würde ich mir wünschen, dass es hier Bereiche gibt, in denen die Produkte von Start-Ups prominent präsentiert und verkauft werden. Auch hier macht DHDL mit speziellen Aufstellern vor, wie das funktionieren kann. Warum daraus nicht eine eigenständige Geschäftsidee entwickeln?

Foto: Little-Lunch_Gründer-Copyright-Sony-Vox.jpg

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