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soccerwatch.tv rückt Amateurfußball ins Rampenlicht

Nicht nur in der Bundesliga, auch in den unteren Klassen wird wieder gekickt. Und mit den Amateurfußballvereinen wollen immer mehr Start-Ups gute Geschäfte machen. Das Essener Startup soccerwatch.tv hat dafür z.B. ein vollautomatisches Kamerasystem und einen Online-Streamingdienst für die Liveübertragung von Amateurfußballspielen entwickelt, damit die Fans ihrer Amateurteams kein Spiel mehr verpassen. Dazu hat das Unternehmen ein vollautomatisches Kamerasystem entwickelt, das Spiele jeweils vom Flutlichtmast aus mit einem 180-Grad-Blickwinkel erfasst. Zuschauer können ihr Team per Live-Stream oder on-demand verfolgen. Auch Highlight-Clips, das heißt dreiminütige Spielzusammenfassungen, werden bereitgestellt. Im YouTube-Kanal von soccerwatch.tv kann man sich schon einige Beispiele zu Demozwecken anschauen.

Der große Vorteil für die Amateurvereine besteht darin, dass soccerwatch.tv für sie Installation, Inbetriebnahme und Wartung übernimmt. Da am Stadion keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden, muss auch kein Bauantrag gestellt werden. Einmal installiert, streamt soccerwatch.tv alle Spiele, das Kamerasystem schaltet sich dabei bei Spielbeginn automatisch ein und nach Abpfiff auch wieder aus. Da während der Übertragung Werbung von regionalen und überregionalen Partnern gezeigt wird, kann der Amateurverein, der ein Teil der Einnahmen erhält, damit eine zusätzliche Einnahmequelle erzielen. Und letztlich können die Trainer dank eines speziell entwickelten Trainer-Tools die Spiele nachträglich professionell analysieren.

Um dieses System zu entwickeln und die Markteinführungsphase zu finanzieren, hat sich die adesso AG mit 30 Prozent am Startup soccerwatch.tv beteiligt und sein Know How als Technologiepartner zur Verfügung gestellt. Als weiterer strategischer Partner konnte Vodafone gewonnen werden. Die Anfangserfolge können sich sehen lassen: soccerwatch.tv hat inzwischen mit den ersten zehn Prototypen erfolgreiche Tests im laufenden Spielbetrieb in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Mönchengladbach durchgeführt. Bis Ende des Jahres werden rund 50 Kamerasysteme installiert. Der bundesweite Rollout der Lösung soll ab Anfang 2018 erfolgen. Mittlerweile hat das Essener Startup 20 Mitarbeiter.

soccerwatch.tv ist nicht das erste StartUp, dass mit Amateurfußballvereinen gute Geschäfte machen will. Im Geschäftsideen-Special „Fußball Start-Ups“ haben wir schon zehn Start-Ups zu diesem Thema vorgestellt.

Fotoquelle: „obs/soccerwatch.tv“

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