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Dating-App „Go Crush“ vermittelt Restaurant-Dates und punktet mit einmaligem Einnahmenmodell

Fast jede Woche flattert bei uns eine Pressemitteilung über eine neue Online Dating App herein. Fast jeder träumt davon, den Erfolg von Tinder wiederholen zu können. Dachten doch vorher (fast) alle, Dating-Websites seien langsam ein alter Hut. Doch nicht jeder steht darauf, anonym im Netz Tag für Tag nach dem Traumpartner zu suchen, um dann wieder auf Fake-Fotos hereingefallen zu sein. Deshalb versuchen immer mehr StartUps Online-Dating-Apps zu starten, in denen reale Treffen initiiert werden.

Ein Beispiel dafür die Dating App „Go Crush“, ins Leben gerufen von Lukas Reinhardt, Kai Burghardt & Joao Ferreira. Die Idee der drei jungen Frankfurter Gründer ist es, ein unkompliziertes Treffen für Singels in ungezwungener und entspannter Atmosphäre zu organisieren. Deshalb können sich via Go Crush jeweils zwei bzw. drei Frauen und Männer zu einem Dinner verabreden. Über die App können sich die Nutzer ganz einfach zu Gruppen zusammenfinden. Sobald sich vier bzw. sechs Leute gefunden haben, wird von Go Crush passendes Restaurant für die Gruppe ausgewählt.

Nach dem Gruppentreffen können die Teilnehmer ihre Kontaktdaten über die App austauschen. Wer einmal ein Date verpasst, erhält eine „gelbe Karte“. Beim zweiten Mal in Folge wird der Nutzer für einen Monat blockiert. Damit soll verhindert werden, dass es zu oft No Shows gibt. Das ist nicht nur den Nutzern wichtig, sondern auch Go Grush und und den teilnehmenden Restaurant. Der Hintergrund: „Go Crush“ finanziert sich durch Provisionen der kooperierenden Bars und Restaurants (pro Teilnehmer, die mind. 8 Euro verzehren, erhält Go Crush je zwei Euro Provision.

Die Zukunft wird zeigen, ob alle Seiten nachhaltig zufrieden mit diesem Arrangement sind. Immerhin konnten schon wenige Wochen nach Start mehr als 1.000 Nutzer gewonnen werden. Noch wichtiger: Zahlreiche positive Feedbacks im Social Netz sorgen für positive Weiterempfehlungen. Noch gibt es das Angebot nur für wenige Städte. Angefangen hat alles mit Frankfurt, gefolgt von Darmstadt etc. Wenn die Nachfrage weiterhin gut ist, steht der Expansion in andere Städte und Bundesländer sicher nichts im Wege.

Mehr Inspirationen zu außergewöhnlichen Einnahmemodellen erhaltet Ihr im Best-Practice-Special „Etragsmodelle“. Mehr Anregungen, wie man neue Ideen findet, erhaltet Ihr in unserer Ratgeber-Reihe „Neue Geschäftsideen finden“.

Foto: Go Crush

2 Responses to Dating-App „Go Crush“ vermittelt Restaurant-Dates und punktet mit einmaligem Einnahmenmodell

  1. Nutzer sagt:

    Ihr hattet doch vor ein paar Jahren mal über einen französischen Anbieter berichtet der genau das gleiche macht und damals viel Risikokapital eingesammelt hat. Was ist den daraus geworden ?

    In München gab es vor zwei Jahren ein Startup mit dem selben Konzept, musste dann aber das Produkt einstellen.

  2. Hallo,

    ich kann mich in diesem Zusammenhang leider nur an Coffeemeetsbagle aus den USA erinnern, siehe http://www.best-practice-business.de/blog/geschaeftsidee/2012/08/10/wie-shopping-und-online-dating-kombiniert-werden/. Die haben mittlerweile ihr Konzept auch geändert, aber sichtlich erfolgreich (Damenwahl als Stichwort).

    Ich persönlich finde o.g. Idee auf jeden Fall für die Gastroszene spannend (als Vertriebstool). Ob die Gründer davon nachhaltig leben können, hängt aus meiner Sicht auch davon ab, wie sie ihre App weiterentwickeln.

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