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Picnic schreibt mit dem mobilen Supermarkt mit festen Routen eine einmalige Erfolgsstory

Während Amazon mit dem Lebensmittellieferdienst Amazon fresh in Deutschland immer mehr Städte erobert (zuletzt wurde der Start in München verkündet), zieht sich der E-Commerce-Riese mit diesem Angebot aus einzelnen US-Bundesstaaten wie Pennsylvania und New Jersey wieder zurück, weil es wohl nicht rentabel sei, Kunden auf dem Land (fernab von Städten) zu beliefern. Ein Start-Up aus den Niederlanden zeigt dagegen, wie man als Lebensmittellieferdienst die Kosten im Griff behält und den Kunden einen guten Lieferservice ohne Zusatzkosten anbieten kann.

Das Start-Up Picnic hatte dabei eine ganz einfache Idee, die fruchtet: Die Lieferfahrzeuge fahren feste Routen. Das reduziert die Lieferkosten und trotzdem kann Picnic auf eine halbe Stunde genau sagen, wann die Lebensmittel ins Haus geliefert werden. Drei Jahre lang hat das Team von Picnic getestet, um jetzt eine Stadt nach der anderen in den NIederlanden zu erobern. Den stationären Supermarktketten in den Niederlanden wie Albert Heijn und Jumbo & Co. hat das Start-Up schon das Fürchten gelehrt.

Picnic bietet keine stationären Geschäfte an und liefert exklusiv mit E-Lastern die Waren aus. Dafür verlangt Picnic keine zusätzlichen Liefergebühren von den Kunden. Und die Preise sind auch wettbewerbsfähig. Picnic garantiert Bestpreise (ausgenommen sind Sonderpreisaktionen der Konkurrenz für einen kurzen Zeitraum). Das überzeugte auch Investoren, die in diesem Jahr 100 Mio. Euro Wachstumskapital zur Verfügung gestellt haben.

Das frische Kapital soll verwendet werden, um flächendeckend in den niederländischen Städten (+ 70 neue Städte) zu expandieren. Eine Expansion ins Ausland sei derzeit nicht geplant. Die Fahrzeugflotte soll auf 2.000 E-LKW´s erweitert werden und mehr als 10.000 Mitarbeiter sollen neu eingestellt werden. In einem Interview bei foryouandyourcustomers.com erläutert der Mitgründer Daniel Gebler, wie das Start-Up sein Angebot und Service dank innovativer Ideen ständig verbessert. Auf der TNW Conference erzählt der Mitgründer Joris Beckers anschaulich die Gründerstory von Picnic (siehe Video weiter unten).

Die Gründer von Picnic nennen ihr Konzept „Milkman 2.0“, weil sie sich am Lieferkonzept der englischen Milchmänner orientiert haben. Dank moderner Technik und vieler Serviceinnovationen verbessern sie ihren Lieferservice ständig. Der E-Commerce-Blog „Exciting Commerce“ zählt Picnic zu einem der Fokus-Unternehmen 2017. Jochen Krisch und Marcel Weiß besprechen in einem Exchange-Podcast ausführlich den niederländischen Food- und Logistikpionier Picnic an und sprechen darüber, wie online organisierte Nahversorgungslogistik aufgebaut werden kann.

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