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Start-Up-Challenge: Covestro fördert beste Geschäftsidee im Unternehmen

Zahlreiche Unternehmen entwickeln Intrapreneuship-Programme und andere Initiativen, um den Gründergeist der Mitarbeiter zu fördern. Dazu zählt auch Covestro. Der börsennotierte Werkstoffhersteller mit Sitz in Leverkusen, der 2015 aus der ehemaligen Kunststoffsparte der Bayer AG hervorgegangen ist, hat einen entsprechenden firmeninternen Wettbewerb angestoßen. Das Interesse war rieisig: Rund 600 Projekte haben die Mitarbeiter des Werkstoffherstellers (der 16.000 Mitarbeiter zählt) weltweit eingereicht.

Die besten sechs bereiten sich jetzt auf die finale Ausscheidung im kommenden Jahr vor. Sie wurden von den Mitarbeitern in einer Online-Abstimmung und von einer Experten-Jury ausgewählt. Der Covestro-Vorstand entscheidet im Februar 2018, welches Team mit seiner Geschäftsidee gewinnt. Die Mitarbeiter werden dann bis zu zwölf Monate vom Job freigestellt und können ihre Idee wie ein Start-up mit einer Anschubfinanzierung von mehr als einer Million Euro weiterentwickeln.

Folgende sechs Geschäftsideen mit multinationalen Teams haben es in die Endrunde des Wettbewerbs geschafft: Zu den Ideen zählen zum Beispiel neue Möglichkeiten, das Abgas Kohlendioxid als Rohstoffquelle für hochwertige Produkte zu verwenden und so Erdöl einzusparen. So soll mit CO2 ein nachhaltigeres und besser abbaubares Reinigungsmittel hergestellt werden.

Weitere Möglichkeiten sind die nachhaltige Herstellung industrieller Gasgemische aus erneuerbaren Energien und Kohlendioxid – ein Durchbruch für die gesamte chemische Industrie. Auch Ideen zur wertschaffenden Verwendung von Kunststoffabfällen in verschiedenen Industriebereichen und für effiziente Design-Beratung mit Hilfe künstlicher Intelligenz sind im Rennen um die Anschubfinanzierung.

Das Beispiel zeigt, dass innovative Unternehmen nicht nur darüber nachdenken sollten, ihre Mitarbeiter als Ideenlieferanten zu nutzen, sondern auch Intrapreneurship- und Gründerwettbewerbe auszurufen. Daneben sollten sich die Unternehmen auch gute Start-Up-Teams „einkaufen“, indem sie sich z.B. an den Unternehmen beteiligen. Häufig ist es sinnvoll, in diesem Fall eine Corporate-VC-Gesellschaft zu gründen, damit sich die Gründer nicht im Konzern „aufreiben“. Es gibt viele Wege nach Rom. Um zum Ziel zu gelangen, lohnt es häufig, mehrere Wege parallel einzuschlagen.

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