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„The Wing“ ist ein Gentlemen Club nur für Frauen und begeistert viele Investoren

Sie erleben derzeit wieder eine Renaissance, die sog. „Gentlmen Clubs“, in dem sich vorwiegend männliche Geschäftsleute treffen, um sich auszutauschen und Netzwerke zu spannen, egal ob im Rauchersalon oder in der Bibliothek. Weniger bekannt ist, dass es schon im 19. Jahrhundert eine Gegenbewegung gab und Clubs eröffneten, die nur für Frauen zugänglich waren. Und genau diese Tradition wollen Audrey Gelman und Lauren Kassan jetzt wieder neu aufleben lassen.

Im Jahr 2016 haben sie den ersten „The Wing“ Club in Manhattan eröffnet. Hier sind Business-Frauen genauso willkommen wie Frauen, die neue Netzwerke knüpfen möchten. Nicht zugelassen sind Männer. Es ist auch fraglich, ob sie sich in den pastellfarbenen Räumen wohlfühlen würden. Und in den Stillräumen, Duschkabinen und Beauty-Zonen würden sie sich wohl auch deplatziert vorkommen. Und bei den Gesellschaftsabenden, Worskhops und Seminaren wären sie hinsichtlich der Themen wohl auch irritiert.

Aber natürlich findet man hier auch Angebote, die in jedem Gentlemen Club ebenfalls „zum guten Ton“ gehören, wie eine Bibliothek, Konferenzräume, Arbeitsplätze (neuerdings Co-Working-Spaces genannt), eine Catering-Area, gemütliche Sessel und eine Bar. Bei den Jahresbeiträgen (beginnen ab 2.350 USD pro Jahr) grenzt sich „The Wing“ allerdings wieder von zahlreichen Gentlemen Clubs ab. Die aktuelle Mitgliedszahl von ca. 1.500 Personen ist relativ hoch, dafür ist die Warteliste mit mehr als 1.000 Personen ähnlich hoch wie bei Gentlemen Clubs.

Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, eröffnete The Wing in New York bereits ein weiteres „Clubhaus“. Weitere Clubhäuser in Brooklyn und Washington D.C. sind derzeit in Planung. Als nächstes soll die amerikanische Westküste folgen und auch eine internationale Expansion in nächster Zeit wollen die Gründerinnen nicht ausschließen. Das „nötige Kleingeld“ ist dabei keine Mangelware. In zwei Finanzierungsrunden konnten die Gründerinnen bereits 42 Mio. USD Beteiligungskapital einsammeln.

Um noch bekannter zu werden, bringt „The Wing“ mit „No Man´s Land“ ein eigenes Magazin heraus, das für jede Frau an Kiosken käuflich zu erwerben ist. Und auch bei den Einnahmequellen lässt sich „The Wing“ immer wieder etwas einfallen. Es werden den Clubmitgliedern nicht nur zusätzliche Leistungen entgeltlich angeboten, sondern Firmen wie Channel müssen viel Geld bezahlen, um in diesem exklusivem Ambiente ihre Produkte präsentieren zu dürfen. Auch mit Partnerveranstaltungen wird Geld verdient.

Mehr nachzulesen über diesen Club gibt es bei Stern, hey-woman und New York Times.

Foto: The Wing

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