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DHL startet mit „AllyouneedCity“ einen Online-Marktplatz für Bonner Einzelhändler

Vor wenigen Jahren schossen sie wie Pilze aus dem Boden, die Local Commerce Plattformen, die auch den kleinen stationären Einzelhändlern den Weg in die Onlinewelt ebnen wollen. Seitdem ist es wieder ruhiger darum geworden. Doch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft startet jetzt der neue Online-Marktplatz „AllyouneedCity“ für Bonner Einzelhändler. Wie der Name schon verrät, steht kein Start-Up, sondern DHL hinter diesem Projekt.

Rund 90 Händler haben sich bereits bei AllyouneedCity registriert und bieten ab sofort ihre Produkte nicht nur in ihren Ladenlokalen in der Bonner Innenstadt an, sondern auch online. Zum offiziellen Marktstart der Shopping-Plattform verfügen bereits mehr als die Hälfte der Händler über ein Schaufenster oder einen eigenen Shop auf der Plattform. Die Produktkategorien reichen breitgefächert von Haus und Garten, über Technik und Unterhaltung bis hin zu Schmuck oder Mode.

Auf den ersten Blick bietet die Plattform wenig Überraschendes. Allerdings bietet AllyouneedCity sehr einfache und nutzerfreundliche Prozesse für die Versandvorbereitung in den Geschäften sowie für die Lieferung an den Empfänger. Neben einer eigenen App für die Händler, mit der sie bequem den Warenversand vorbereiten und beauftragen können, bietet DHL Paket eine schnelle lokale Abholung und Zustellung der Sendungen.

Eine aufwendige Verpackung oder die Erstellung eines Versandlabels entfallen komplett. Stattdessen kommt ein so genannter PaketCode zum Einsatz, der sowohl direkt auf der Verpackung der Ware oder einer Tüte angebracht werden kann und dennoch den gesamten Komfort der Sendungsverfolgung bietet. Auf Wunsch kann die Ware dann innerhalb von zwei Stunden zum Endkunden geliefert werden.

Spannend finde ich, dass auf jeder Händlerprofilseite der persönliche Ansprechpartner vorgestellt wird und die Serviceleistungen, mit denen sich die stationären Händler vom Wettbewerb und Onlineshops abgrenzen wollen. Und genau hier sollte das Portal aus meiner Sicht ansetzen und gemeinsam mit Pilothändlern Retail-Tech-Lösungen ausprobieren und anbieten. Und nützliche Onlinetools entwickeln.

Und DHL sollte den Händlern Webinare und Workshops anbieten, um Strategien aufzuzeigen, um gegen die E-Commerce-Konkurrenz bestehen zu können. Ein Thema könnte sein, wie sich Einzelhändler gegen Beratungsklau wehren können. Und natürlich auch, wie sie Multichannel-Angebote aufbauen können. In anderen Workshop könnten sie erfolgversprechende Serviceideen, umsatzrelevante Kaufimpulse und „Momente der Wahrheit“ gemeinsam mit den Einzelhändlern entwickeln.

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