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Smallhold bietet Pilz-Minifarmen für Gastronomen an

Über den Trend Urban Farming haben wir hier im Blog schon öfters berichtet. Ein „Ableger“ davon ist das Instore-Farming. Beispiel gefällig? In einem METRO-Großmarkt in Berlin-Friedrichshain werden Kräuter- und Gemüsesorten direkt vor Ort angebaut. In einer platzsparenden, vertikalen Anbauanlage wachsen Basilikum, Salat & Co. auf einer dünnen, nährstoffreichen Wasserschicht. Dadurch sollen die Kunden frische Ware vor Ort ohne Pestizide erhalten. Zudem profitiert die CO2-Bilanz vom Wegfall des Transportweges. Die Technik für die Instore-Farm stammt vom Start-up INFARM.

Viele Kunden von Lebensmittel-Großmärkten sind Gastronomen. Und die können sich jetzt sogar teilweise den Weg zum Lebensmittelgroßmarkt sparen. „Schuld daran“ ist das US-Startup Smallhold. Dieses Startup hat spezielle Gewächshäuser entwickelt, in denen Pilze heranwachsen und die direkt in Restaurants aufgestellt werden können. Die Geräte sorgen für ideale Temperaturen, ausreichend Feuchtigkeit und Beleuchtung. Als „Pilzerde“ kann Kaffeesatz verwendet werden, der in Restaurants als Abfallprodukt anfällt.

Das ist aber nicht der einzige Vorteil. Im Vergleich zu Pilzfarmen kann auf 2,5 % der Fläche der gleiche Ertrag erzielt werden. Der Wasserverbrauch liegt aber nur bei 4 % (im Vergleich zu Pilzfarmen). Und Transportwege fallen auch weg. Die Umwelt freut sich. Und der Gastronom weiß, wo die Pilze gewachsen sind und welche Inhaltsstoffe vorliegen. Es würde uns nicht wundern, wenn Lebensmittelhändler auf diesen Trend reagieren und in Zukunft solche Inhouse-Farmen an Gastronomen vermieten, um den Umsatzausfall zu korrigieren.

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