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Quereinsteiger erregen mit Roboter-Restaurant „Spyce“ in Boston viel Aufsehen

Nicht nur E-Commerce, sondern auch die Robotertechnik beeinflusst derzeit fast alle Branchen und wird in Zukunft für viele Änderungen sorgen. Dabei machen die technologischen Veränderungen auch nicht Halt vor traditionellen Branchen, wie z.B. der Gastronomie. Vor knapp zwei Jahren berichteten wir schon vom Automatenrestaurant „Eatsa“, das neue Standards in diesem Segment setzen will. Jetzt sind wir auf das Roboter-Wok-Restaurant „Spyce“ aus Boston aufmerksam geworden.

Hier können die Gäste auf Touchscreens ihre Speisen auswählen und bestellen. Anschließend werden die dazu benötigten Zutaten in der richtigen Menge automatisch in einen Wok befördert und wie von Zauberhand werden die Speisen von einer Roboterhand umgerührt. Nach der Ausgabe der Speisen wird der Wok automatisch gereinigt, um wenige Minuten später wieder zur Verfügung zu stehen. Dieses „Schauspiel“ können sich die Gäste live anschauen, so dass die Wartezeiten durch Entertainment verkürzt wird.

Kommt das Restaurant ohne Personal aus? Natürlich nicht! Zum einen steht das Personal an den Touschscreens zur Verfügung, um bei der Speisenauswahl zu helfen. Weiterhin sind die Roboter noch nicht in der Lage, die Zutaten zu schälen oder anderweitig vorzubereiten. Und beim Anrichten der Speisen verlassen sich die Restaurant-Gründer auch noch nicht auf Roboter-Technologie, sondern auf menschliche Mitarbeiter, die darauf achten, dass die Speisen auch gut aussehen, bevor sie der Kunde an der Theke abholen kann. Und damit die Gerichte auch gut schmecken, wurde ein Sterne-Koch damit beauftragt, die Rezepte zu erstellen (keine Maschine!).

Die Kunden müssen lediglich noch eine der angebotenen Speisen auf einem Touchscreen auswählen. Anschließend werden die benötigten Zutaten automatisiert in den Wok geleitet und dieser beginnt seine Arbeit. Die benötigte Hitze wird mithilfe von Induktionsherden zur Verfügung gestellt. Nach Vollendung des Gerichts spült sich der Wok dann selber ab und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Damit das Essen in dem Restaurant namens Spyce aber auch schmeckt, haben die Gründer einen echten Sterne-Koch als kulinarischen Leiter eingesetzt: Daniel Boulud soll dafür sorgen, dass bei all der hochmodernen Technik das Geschmackserlebnis nicht zu kurz kommt. Gefunden bei Boston.com.

Und kommt das Konzept auch bei den Kunden an? Wenn man sich die Bewertungen bei Yelp anschaut, dann sind die meisten Gäste nicht nur zufrieden, sondern begeistert. Das liegt auch daran, dass die Wok-Küche wohl ideal für solch ein Roboterrestaurant geeignet ist, trotzdem noch Menschen an den richtigen Stellen zum Einsatz kommen und die Gäste bei der Zubereitung der Speisen zuschauen können. Hier stimmen also Konzept, Durchführung und die richtige Mischung aus Mensch und Maschine.

Und wer kam auf diese geniale Geschäftsidee? Nein, kein Gastroprofi, sondern vier MIT-Studenten, also klassische Quereinsteiger. Ist das verwunderlich? Natürlich nicht! Bei Einführung neuer Technologien betreten auch ganz neue Player das „Spielfeld“, siehe auch Fintech & Co. Wir haben ja bereits letztes Jahr berichtet, wie ein IT-Experte den Pizza-Lieferservice im Silicon Valley revolutionieren will und dabei auch Roboter einsetzt. Wozu man diese intelligenten Geräte noch einsetzen kann, zeigen wir in unserem Best-Practice-Special „Roboter“. Und welche Konzepte auch noch bald in Deutschland für Furore sorgen werden, präsentieren wir im Best-Practice-Special „Gastronomie“.

5 Responses to Quereinsteiger erregen mit Roboter-Restaurant „Spyce“ in Boston viel Aufsehen

  1. Ferdi sagt:

    Auch wenn ich es sehr interessant und spannend finde, hoffe ich doch mal das sowas eine Ausnahme ist und bleibt

  2. Sascha sagt:

    Muss den wirklich alles automatisiert werden? Auf diesem Planeten leben immer mehr Menschen und die Entwicklung geht dahin das es immer weniger Arbeitsplätze gibt… Auch wenn es eine Ausnahme ist hoffe ich das sowas keine Schule macht

  3. Melli sagt:

    Ich bin auch kein Freund davon das alles automatisiert werden muss. Ist eine nette Spielerei und bestimmt auch mal ganz spannend zu erleben aber auf Dauer möchte ich doch lieber auf die klassische Weise bedient werden

  4. Jan sagt:

    Als Gag bestimmt ganz nett aber generell würde ich so etwas auch eher ablehnen

  5. Hallo,

    o.g. Beispiel zeigt, dass derzeit noch nicht alles automatisiert werden kann, gerade nicht in der Gastronomie. Es braucht zum Glück immer noch genug Menschen im Restaurant. Aber tatsächlich wird die Zahl der Mitarbeiter sinken. Umso früher man sich darauf einstellt, umso weniger groß ist der Schock.

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