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IKEA erobert mit Verkaufsautomaten und Pop-Up-Shop die Innenstadt Stockholms

Die Möbelhäuser von IKEA sind verkehrsgünstig gelegen, befinden sich aber grundsätzlich am Stadtrand. Zudem müssen sich die Kunden etwas Zeit mitnehmen, um durch das Geschäft zu laufen, Beratung zu erhalten und zur Kasse zu gelangen. Das will IKEA jetzt ändern. In Stockholm wurde am 1. September 2017 der erst Pop-Up-Shop in der Stockholmer Innenstadt eröffnet.

Sechs Monate lang sollen dort Kunden auf 400 qm Verkaufsfläche sieben Displayküchen in einem Showroom anschauen und bestellen können. Bisher haben nur Anbieter von hochpreisigen Küchen, wie z.B. Elektrolux, in Innenstädten ihr Quartier aufgeschlagen. Mit IKEA kommt jetzt Konkurrenz im Billigsegment dazu, die selbst der Hochpreiskonkurrenz gefährlich werden könnte. Wenn Kunden längere Wartezeiten verhindern möchten, können sie online einen Termin im Shop vereinbaren.

Und selbstverständlich können die Besucher die Küchen im Shop nicht nur anschauen, sondern auch mit Experten gemeinsam planen und bestellen (inkl. Liefer- und Aufbauservice). Neben Küchen kann im Shop das ganze IKEA-Sortiment bestellt werden, das es online in Schweden bei IKEA zu kaufen gibt. Allerdings können hier keine Waren abgeholt oder zurückgegeben werden.

Und IKEA hat sich noch mehr einfallen lassen. Um Werbung für den Pop-Up-Shop zu machen, wurde z.B. in einer Stockholmer U-Bahn-Station ein Verkaufsautomat aufgestellt, in dem Küchenutensilien von IKEA angeboten werden, wie z.B. Knoblauchpressen und Eierschneider. Zudem wird an der Seite des Automaten auf den neuen Pop-Up-Shop hingewiesen inkl. Wegweiser.

Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Immer mehr Händler, die vorher nur in Einkaufszentren und Örtlichkeiten am Rande der Stadt vertreten waren, drängen jetzt mit ihren Mini-Shops in die Innenstädte, wie z.B. Nordstrom, Audi und Co. Dazu kommen auch Onlineshops, Hersteller und Medienkonzerne. Wir werden in Zukunft noch von weiteren Beispielen zu diesem Trend berichten.

Uns würde es auch nicht wundern, wenn IKEA bald Katzencafés eröffnen würde. Den Ikea hat vor wenigen Tagen verkündet, die erste Möbel-Kollektion für Hunde und Katzen herauszubringen. Deutsche Kunden müssen sich allerdings noch gedulden: Die „Lurvig“-Produkte gibt es zunächst nur in den USA, Kanada, Japan, Portugal und Frankreich. Erst im März 2018 sollend die Möbel auch in anderen Ländern zu haben sein.

Foto: (c) IKEA Sweden, Infoquelle: Pressemitteilung IKEA Schweden

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