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American Apparel will den Kunden auswählen lassen, wo produziert wird

Die Modefirma American Apparel schaut auf eine bewegte Vergangenheit zurück. 1987 wurde sie von Dov Charney gegründet und wurde einige Jahre später zur Kultmarke. Allerdings verzichtete das Unternehmen dabei nicht auf Skandale, wie z.B. sehr sexistischer Werbung. 2015 musste die Firma insolvenz anmelden. Während Dov Charney mit einer neuen Firma versucht, an die alten Erfolge anzuknüpfen, versucht American Apparel auch den Neustart, nachdem der Textilkonzern Gildan die Marke erwarb.

Wie kann man die Kunden zurückgewinnen. Die neuen Macher setzen dabei auf die Wahlfreiheit, die sie den Kunden bieten wollen. Konkret planen die Marketingverantwortlichen, dass die Kunden wählen können, in welchem Land die Kleidungsstücke produziert werden. Oder anders formuliert: Wer weiterhin Ware made in USA erwarben möchte, muss einen Aufschlag zahlen.

Die Grundidee ist nicht schlecht und einen Versuch Wert. Ob das allerdings ausreicht, um American Apparel neues Leben einzuhauchen, wage ich zu bezweifeln. Denn bei diesem Namen erwarte ich als Kunden, Ware „made in USA“ zu erhalten. Die Praxis wird es zeigen, ob die Aktion evtl. doch Erfolg hat. Meine Quintessenz: Es gibt viele gute Ideen, aber nicht jede gute Idee passt in jeder Situation zu jedem Unternehmen.

Quelle: Blick. Foto: American Apparel.

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