In Crowdfunding, Idee - NonProfit

Bürger in Rotterdam entscheiden via Crowdfunding, wie lange eine neue Fußgängerbrücke sein wird

Immer mehr Kommunen und Städte sind finanziell klamm. Das bringt findige Gründer dazu, ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, wie wir z.B. im Rahmen der Berichterstattung über „LeihDeinerStadtGeld“ aufgezeigt haben. Aber die Bürgermeister und Schatzkämmerer der einzelnen Städte machen sich auch selbst Gedanken, wie man zusätzliche Geldquellen anzapfen kann. Durch alle Gazetten lief z.B. die Story, dass ein Bürgermeister in einer thüringischen Kleinstadt nach eine kalten Winter die Bürger aufrief, für die Beseitigung eines Schlaglochs jeweils 50 EUR zu spenden. Die Aktion hatte den sinnigen Namen „Teer muss her“. Ganz neu sind diese öffentlichen Crowdfundingaktionen nicht, wie man z.B. in jeder Stadt an Parkbänken sehen kann, an denen mit einem Schild dem privaten Spender dieser öffentlichen Sitzgelegenheit gedankt wird. Aber gerade in den heutigen Zeiten werden solche Spendenaufrufe wieder salonfähig. Nur kreativ müssen sie sein.

Via Springwise bin ich jetzt wieder auf eine phantastische Crowdfunding-Aktion made by öffentlicher Hand gestoßen. Hintergrund: Im August findet die 5th International Architecture Biennale Rotterdam (IABR) statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet: „Making City“. In diesem Zusammenhang kamen die Veranstalter zusammen mit dem Architekturbüro ZUS im Rahmen der Aktion „I Make Rotterdam“ auf die Idee, eine Fußgänger-Holzbrücke zwischen den Rotterdamer Stadtteilen Pompenburg und Hofbogen zu errichten, deren Länge davon abhängt, wieviel das Volk spendet. Sehr clever an dieser Aktion ist es, dass sie in „Milestones“ aufgeteilt wurde, um den Erfolg nahezu zu garantieren. Nur die Größe des Erfolges ist noch ungewiss. Diese Brücke ist dringend notwendig, damit endlich auch Fußgänger an einer belebten Stelle von einem Stadtteil zum nächsten wandeln können. Die Initiatoren des Projektes wollten allerdings nicht warten, bis die Stadt die Notwendigkeit solch einer Brücke erkennt und Finanzmittel dafür zur Verfügung stellt.

Wie es sich für eine Spendenaktion dieser Art gehört, gibt es eine eigene Webseite. Sehr gut gelungen finde ich dabei, dass auf einem Foto dynamisch visualisiert wird, wie die Brücke aussehen kann und ganz wichtig, wie lange die einzelnen Teilstücke sind und welcher Bereich damit konkret verbunden wird. Auf weiteren Bildern wird gezeigt, was man für sein Geld erhält. Für eine Spende in Höhe von 25 EUR stiftet man eine Planke, auf der der Name des Spenders verewigt wird, für 125 EUR gibt es dann schon ein Brückenelement und für 1.250 EUR gibt es ein ganzes Brückenteil jeweils mit den Inschriften. Der Aktions-Webseite kann man entnehmen, dass bisher mehr als 1.000 Menschen und Firmen gespendet haben und damit 14 % der gesamten geplanten Brücke gebaut werden kann. Das ist noch sicherlich ausbaufähig und bedeutet, dass sich die Macher noch zahlreiche kreative Marketingaktionen einfallen lassen müssen, um das Projekt erfolgreich beenden zu können. Wir drücken die Daumen.

2 Responses to Bürger in Rotterdam entscheiden via Crowdfunding, wie lange eine neue Fußgängerbrücke sein wird

  1. […] Quellen: Dailycrowdsource, Inhabitat, Architectureau, Best-Practice-Business-Blog, Crowdsourcing.org, Weitere Crowdfunding-Architektur-Projekte: Agri-Tecture, […]

  2. adhvfzvvao sagt:

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