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Frankfurter Flughafen hat an Sicherheitskontrolle Rückgabe-Automaten mit Spendenfunktion aufgestellt

Vor vielen Jahren habe ich hier im Blog mehrere Konzepte vorgestellt, die die Leergutrücknahme zur Spendenaktion machen. Warum sollte man aber solche Automaten nur in Supermärkten aufstellen? An anderen Stellen ist die Spendenbereitschaft noch höher, weil hier eine Rückgabe gegen Entgelt gar nicht möglich ist. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Frankfurter Flughafens und haben solch einen Pfand-Spenden-Automaten an der richtigen Stelle, nämlich kurz vor der Sicherheitskontrolle aufgestellt.

Denn die Sicherheitsbestimmungen im Luftverkehr machen es nötig: An der Kontrollstelle müssen sich Passagiere von ihren Getränkebehältern trennen. Wertvolles recyclingfähiges Material wanderte daher bislang oft in den Müll, der eventuell gezahlte Pfandbetrag ging verloren. Der Flughafen Frankfurt bietet seinen Gästen im Abflugbereich des Terminals 1 seit Juli 2013 eine bequeme Möglichkeit an, Flaschen und Dosen an einem Automaten zurückzugeben und dabei nicht nur umweltbewusst zu handeln, sondern auch noch Gutes zu tun. Das Besondere an dem eigens konzipierten Gerät: Der Pfandbetrag wird in voller Höhe an eine von vier gemeinnützigen Einrichtungen gespendet.

Als international bekannte Organisation steht der WWF, der World Wide Fund for Nature, mit dem berühmten Signet des Pandabären zur Auswahl. Mit einem Klick auf das Logo des Vereins Luftfahrt ohne Grenzen (LOG) unterstützt der Passagier die Arbeit von Hilfsorganisationen in aller Welt – LOG hilft nicht nur in Form von materiellen Spenden, sondern auch durch Organisation und Koordination des Transports von Menschen und Hilfsgütern mit dem Flugzeug. Wer es vorzieht, in der Region Gutes zu tun, der entscheidet sich für die Frankfurter Tafel, die Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, oder für die ebenfalls in Frankfurt ansässige Obdachlosenhilfe Franziskustreff. Wird keine Auswahl getroffen, geht die Spende automatisch an den WWF. Quelle: PM Fraport

„Die durchweg positive Resonanz der Passagiere bestätigt, dass wir mit der Idee richtig liegen. Zwar beobachten wir, dass der Automat noch in erster Linie von deutschen Fluggästen genutzt wird“, erklärt Veronika Iseler von der Produkt- und Prozessentwicklung des Fraport Terminalmanagements, „da diese mit dem Pfandsystem und dem Grundgedanken des Recycling besser vertraut sind als unsere internationalen Besucher. Jedoch versuchen wir mittels geeigneter Positionierung des Geräts und entsprechender Hinweisschilder, auch die Aufmerksamkeit ausländischer Passagiere zu gewinnen und haben damit bereits Erfolge erzielen können.“ Wenn sich die Akzeptanz des Spendenautomats weiterhin so positiv entwickelt, werde das Rückgabesystem auf weitere Standorte am Flughafen ausgeweitet.

Kurz vor der Sicherheitskontrolle würde ich mir noch ganz andere Servicepoints wünschen. Im Jahr 2006 habe ich hier im Blog über einen Versandservice berichtet, der Gegenstände, die nicht durch die Sicherheitskontrolle „geschleust werden dürfen“, an die Heimatadresse der Passagiere nachverschickt werden (der Service nennt sich“Airpoprt-Mailers“, ehemals „Checkpoint-Mailers“). Warum könnte man nicht alternativ entscheiden, die Gegenstände zu spenden. Dann könnte eine Hilfsorganistation die Gegenstände verkaufen oder versteigern und die daraus entstehenden Erlöse für einen guten Zweck verwenden. Es ist nie zu spät, sich von den Ideen anderer inspirieren zu lassen!

4 Responses to Frankfurter Flughafen hat an Sicherheitskontrolle Rückgabe-Automaten mit Spendenfunktion aufgestellt

  1. […] Frankfurter Flughafen hat an Sicherheitskontrolle Rückgabe-Automaten mit Spendenfunktion aufgestell… […]

  2. Harry sagt:

    Wenn ich der Staat wäre, und meine Sozialkasse entlassen möchte, würde ich den Einwegpfand einführen.

    Wie viele Rentner und Sozialhilfeempfänger können ihr Einkommen etwas aufbessern in dem sie in den Mülleimern, gerade auf dem Frankfurter Flughafen, nach Leergut suchen!? Nicht schön, aber wahr!

    Nun entfällt die Möglichkeit langsam. Und die Krankenkassen werden wieder stärker belastet, da diese Menschen weniger Bewegung haben.

    Zynismus? Wie man’s nimmt.

  3. […] Frankfurter Flughafen hat an Sicherheitskontrolle Rückgabe-Automaten mit Spendenfunktion aufgestell… […]

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