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July 4, 2010

Wenn der Slogan zum Produktnamen wird

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Produkt, Marketing - Marke — Burkhard Schneider @ 10:45 am

Im April 2010 habe ich die Produkte des jungen Foodlabels Deli Garage aus Hamburg hier im Blog vorgestellt. Die Produkte zeichnen sich durch hübsch designte und verpackte Produkte, neue Formen und Geschmacksrichtungen sowie hohe Qualität und Preise aus. Alle Produkte haben eins gemeinsam: Sie erinnern an handwerklich gute Leistung, wie die Namen schon verraten: Ölwechsel, Schokoleim, Esslack, Tubenhonig und Mehrzwecknudeln. Hinter diesen frechen Ideen steckt Stefan Kolle, der zusammen mit Stephan F. Rebbe Gründer und Geschäftsführer der 1994 gegründeten Werbeagentur Kolle Rebbe ist, die mittlerweile knapp 200 Beschäftigte zählt und Billings in Höhe von knapp 120 Mio. EUR pro Jahr betreut. Jetzt bin ich auf die nächste Produktlinie von Stefan Kolle gestoßen: StopTheWaterWhileUsingMe.

Es handelt sich um eine puristisch aussehende Körperpflegeserie, bestehend aus Zahnpasta, Shampoo und Duschgel. Die Preise dagegen sind gar nicht puristisch und liegen zwischen 8 EUR für die Zahnpasta und 13 EUR für das Shampoo. Begründet werden die hohen Kosten u.a. mit den wertvollen, organischen bzw. biologischen Inhaltsstoffen. Hier scheint man auf der LOHAS-Welle schwimmen zu wollen. Das beweist auch die Verpackung und der Name. Man hat den Slogan gleich zum Namen gemacht: “StopTheWaterWhileUsingMe”. Damit sollen die Verbraucher dazu aufgerufen werden, während der Nutzung dieser Produkte möglichst wenig Wasser zu verbrauchen.

Ich bin gespannt, ob die Rechnung aufgeht. Denn aus meiner Sicht wird nur an der Oberfläche gekratzt. Wo ist wirklich die Botschaft? Wo ist die Story? Und wo ist der Sinn? Was will Kolle mit seiner neuen Produktlinie erreichen? Warum wird nicht mit einem Hersteller von wasserschonenden Duschbrausen kooperiert und im Rahmen eines Abos die Duschbrause verschenkt? Mir fehlt es an Tiefgang, an nachhaltigen Lösungen, wie ich es von LOHAS-Firmen erwarte. Ich habe auch lange gegrübelt, weshalb mir das Design dieser neuen Produktlinie so bekannt vorkommt. Schaut Euch doch einmal meinen Artikel über die Pflegeserie von Kiehl´s an. Fällt Euch was auf? Uppppss.

July 27, 2009

Leitungswasser in Flaschen als Topseller in New York

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Drink, Trend - LOHAS — Burkhard Schneider @ 8:45 am

In Restaurants wird es auch heute noch häufig kostenlos kredenzt, das Leitungswasser. In den eigenen vier Wänden können wir das Leitungswasser fast kostenlos abzapfen. Deshalb müsste es eine Schnapsidee sein, dieses Leitungswasser einfach in PET-Flaschen abzufüllen und in Supermärkten und anderen Verkaufsstellen zu verkaufen. Eigentlich nicht, wie die Story von Bonaqa eindrucksvoll gezeigt hat. Gib dem Leitungswasser einfach nur einen schicken Namen, lass es filtern und engagiere eine beliebten Fernsehmoderator für eine Milliongage, schalte Werbespots landauf und landab und fertig ist der Verkaufserfolg.

Müsste das im LOHAS-Zeitalter nicht einfacher gehen? Das fragte sich auch Craig Zucker und nannte sein Wasser, das er in kleinen transparenten PET-Flaschen verkauft, TAP´D NY. Der Name ist Programm: Es handelt sich um New Yorker Leitungswasser, das in New York verkauft wird. Ist es nicht ein Wahnsinn, dass heute Wasser von den Fiji-Inseln importiert wird oder aus Frankreich oder Italien und man schnell einmal 4 – 5 USD für einen Liter Wasser bezahlt? Nicht nur der Preis ist Wahnsinn, sondern auch die CO2-Bilanz.

Und wie sieht es aus mit dem Geschmack? In zahlreichen Blindverkostungen hat das Leitungswasser gegen Evian, Fiji-Water, etc. gewonnen. Und preislich kann sowieso niemand gegen TAPDNY “anstinken”. Während eine 0,5 l PET-Flasche im New Yorker Macy´s ab 2 USD aufwärts zu kaufen ist, verkauft es Craig Zucker für 1,50 USD. Dass es sich dabei um ein Bombengeschäft handelt, kann ein Erstklässler in Sekunden ausrechnen. Und deshalb wird die Idee, die wie ein Aprilscherz anmutet, schnell die ganze Welt erobern. Chris will nicht nur schnell in alle große US-Städte expandieren, sondern auch Europa und Co. erobern.

Weitere Artikel zum Thema:

July 1, 2009

4.000. Blogpost

Filed under: V - Uncategorized — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

In einigen Wochen kann ich hier den vierjährigen Geburtstag des Best-Practice-Business-Blogs feiern. Heute habe ich schon einige wichtige Hürde auf den Weg zur “Party” nehmen können, den 4000. Artikel hier im Blog. Damit kann ich noch behaupten, pro Jahr durchschnittlich 1000 Artikel hier im Blog veröffentlicht zu haben. Solch ein Jubiläum ist immer ein guter Anlass, Bilanz zu ziehen. Das fällt mir leicht, weil ich diese Bilanz vor kurzem für die Rubrik “Infos zum Blog” schon erstellt habe.

Größter Business Ideen Pool im deutschsprachigen Raum

Unsere Maxime lautet: “Lerne von den Besten!” Deshalb präsentieren wir stetig neue Ideen und Lösungen, mit deren Hilfe Unternehmen erfolgreich werden wollen oder geworden sind. Dabei beleuchten wir alle Aspekte und Faktoren, die zum Erfolg im Business besonders beitragen. Nicht theoretische Erklärungsversuche stehen bei uns im Vordergrund, sondern konkrete Praxisbeispiele und Case Studies. Nicht umsonst lautet unser Motto: “Mit gutem Beispiel voran!” Den Lesern bietet das Onlinemagazin keine Patentrezepte, sondern einen Ideenbaukasten zum Weiterbasteln an. Seit August 2005 wurden im Blog mehr als 3.000 Best-Practice-Beispiele veröffentlicht. Damit haben wir unser Ziel bereits erreicht, zum größten Business-Ideen-Pool im deutschsprachigen Raum zu werden.

Unser Content

Wir präsentieren täglich neue Ideen aus dem In- und Ausland. Bisher haben wir in knapp 40 Unterrubriken (von “A” wie “Agentur” bis W wie “Web”) fast 1.500 innovative Geschäftsideen aus der ganzen Welt präsentiert. Unser Marketingideenpool wird in naher Zukunft mehr als 1.000 Ideen beinhalten und teilt sich in knapp 40 Unterrubriken (von “C” wie “Customizing” bis “W” wie “Werbung”) auf. Zudem präsentieren wir frühzeitig Innovationen aus aller Welt. Nicht zuletzt beschäftigen wir uns mit vielen aktuellen Business-Trends, wie Crowdsourcing, Crowdfunding, Web 2.0, Mass Customzing, Open Innovation, Long Tail, Free Economy, LOHAS, DIY, Pop-Up Business, Rapid-Prototyping und Zukunftsberufe. Damit sind Sie Ihren Wettbewerbern immer einen Schritt voraus.

Unsere Leser

Das Blog gehört im Google-Reader als Bestandteil des Feed-Sets “Business” mit knapp 6.000 Abonnenten (Stand: Juni 2009) zu den Top-7-Business-Webseiten im deutschprachigen Raum. Insgesamt lesen täglich knapp 10.000 Personen, insbesondere Existenzgründer, Unternehmer, Marketingexperten, Berater, Führungskräfte, Journalisten, Business-Blogger und weitere Multiplikatoren dieses Blog.

Unsere Erfolgsstatistik

  • Google Reader – Kategorie “Business”: Top 7
  • Wikio-Blog-Ranking “Marketing”: 7
  • Mitglied “Top 100 Deutsche Blogcharts”: 105 Wochen
  • Alexa-Traffic-Rank (Germany) – Stand Juni 2009: 3.613

Bei folgenden KeyWords finden Sie uns u.a. auf der 1. Seite der Google-Trefferliste

Bei folgenden Artikeln auf WIKIPEDIA werden wir als Infoquelle angegeben

Jetzt freue ich mich auf Euer Feedback. Denn ich würde gerne in der Rubrik “Infos zum Blog” Zitate meiner Leser veröffentlichen. Das Kommentarfeld unter diesem Artikel steht Euch frei zur Verfügung. Bitte gebt nach Möglichkeit Euren Namen und URL an, damit ich die Zitate verlinken kann. Und wenn Euch in der Bilanz etwas fehlt, meldet Euch ebenfalls kurz.

June 18, 2009

Warum Markt- und Trendstudien für viele StartUps und Kleinunternehmen weniger hilfreich sind

Filed under: Trends — Burkhard Schneider @ 2:45 pm

Ich gebe zu, dass ich Markt- und Trendstudien immer mal gerne durchblättere und lese. Und ja, ich habe entsprechende Ergebnisse auch hier im Blog öfters veröffentlicht. Sind diese Ergebnisse für uns StartUp´ler und Kleinunternehmer aber wirklich hilfreich? Aus meiner Erfahrung ist dies überwiegend nicht der Fall. Woran liegt das?

Die Kunst eines Gründers oder Kleinunternehmers besteht darin, eine lukrative Nische zu finden und sich dort zu positionieren. In den Markt- und Trendstudien werden aber überwiegend nur die Haupttrends und konsensfährigen Haupterkenntnisse zusammengefasst. Das scheint für Großunternehmen interessant zu sein, die meist auch das Geld haben, sich diese sündhaft teuren Studien zu kaufen.

Für Kleinunternehmen macht es meist wenig Sinn, sich von den Haupttrends beeinflussen zu lassen. Denn der Markt ist meist zu groß, um dort der Nachfrage gerecht zu werden. Vielmehr sollte man sich Nischen suchen, die langfristig immer größer werden. Und diese Nischen sind häufig zu Beginn so attraktiv, weil sie nicht in jeder Studie und Zeitschrift durchgekaut werden.

Häufig versuchen Trendforscher, neue Zielgruppen zu entwickeln, wie z.B. die LOHAS. Aber ist jeder, der umweltbewusst ist, auch ernährungsbewusst? Natürlich nicht. Und es gibt tausende von Abstufungen dieser Zielgruppe. Warum dann alle in eine künstlich entwickelte Zielgruppe stopfen, anstatt die Zielgruppen runter zu brechen?

Ich gehe hier im Blog bewusst einen anderen Weg. Mein Ziel ist es, Euch täglich neue Impulse zu geben, die Ihr aufgreifen könnt oder auch nicht. Auf jeden Fall gibt es hier keine Patentrezepte, sondern einen Ideenbaukasten zum weiterbasteln. Das ist nicht so bequem, aber ermöglicht meist, seinen ganz individuellen Weg zu finden und zu gehen.

Natürlich will ich Trendstudien nicht allgemein verteufeln. Sehr wohl kann man nach dem Top-Down-Prinzip aus Haupttrends auch Detailtrends entwickeln und damit eine Nische finden, die zu einem passt. Aber damit versucht man aus verdichteten Daten wieder Einzeldaten herauszufiltern. Warum geht man dann nicht gleich an die Quelle?

May 24, 2009

Wie ein Buchverlag mit der Unterstützung von GuerillaGardening-Aktionen sein neues Buch bekannter machen will

Filed under: Marketing - Guerilla — Burkhard Schneider @ 10:45 am

Im letzten Dezember habe ich hier im Blog über Carrotmob-Aktionen berichtet, bei der es sich um die grüne und konstruktive Version der Flashmobs handelt: Im Rahmen dieser Aktionen werden die Shops oder Restaurants von den Beteiligten “überrannt”, die den höchsten Anteil am Tagesumsatz verwenden, um in klimaschonende Geräte zu investieren. So können die Konsumenten, wenn sie sich zusammentun, etwas Positives mit ihrem Konsum bewegen. Genau dieses Verhalten entspricht der LOHAS-Idee. Vor kurzem habe ich dank eines Beitrages bei DetMüller über Guerilla Gardening-Aktionen gelesen, die im art-Magazin wie folgt beschrieben werden:

“”Guerilla Gardening” nennt sich der neue Trend, der in New York bereits in den siebziger Jahren begann, in London seine stärkste Verbreitung fand und nun auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Vor allem in Berlin wimmelt es von Botanik-Aktivisten und Pflanz-Partisanen. Ihr Ziel ist es, aus Gehwegen und vollgemüllten Verkehrsinseln blühende Oasen aus Blumen und Sträuchern zu machen. Dabei finden die Bepflanzungen immer nachts statt, denn “Guerilla Gardening” ist illegal.”

Die Aktionen haben einen gewissen “Charme” darin, dass sie verboten sind, sich viele daran beteiligen und man in kurzer Zeit etwas schaffen kann, an dem sich viele erfreuen können. Es war nur eine Frage der Zeit, bis erwerbswirtschaftliche Unternehmen diesen Trend erkennen und für sich nutzen wollen. So bringt der Orange-Press Buchverlag im Mai ein Buch über Guerilla Garding heraus und will dabei unterstützen, wenn der Buchautor und Vorreiter Richard Reynolds Anfang Juli nach Deutschland kommen wird, um die ein oder andere Aktion sinnstiftend bei uns durchführen will. Das wird sicherlich die Presse aufgreifen und somit auch für den Steigenden Buchabsatz sorgen. Diese Form des Marketings gefällt mir gut. Mehr Infos dazu gibt es hier.

April 17, 2009

Mutmacher (9): Loremo startet mit Straßentests seines Elektro-Sportcoupes

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Mobil, Idee - Tech, Innovation, Mutmacher, Trend - LOHAS, V - Update — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Im Februar 2006 habe ich erstmals hier im Blog über das neue Autoprojekt Loremo (Low resistance mobile) berichtet, das durch das geringe Gewicht und den niedrigen Luftwiderstand (aufgrund Größe und Form) mit einem besonders niedrigen geplanten Kraftstoffverbauch (ca. 1,5 Normalbenzing / 100 km) auf sich aufmerksam gemacht hat. Anlässlich der IAA 2007 habe ich einen ausführlichen Updatebericht verfasst. Seitdem ist es hier im Blog ruhig um den Hoffnungsträger der mobilen LOHAS-Anhänger geworden. Jetzt gibt es allerdings viel Neues zu berichten:

Mittlerweile ist geplant, für die drei verschiedene Antriebskonzepte (Benzinmotor, Dieselmotor, Elektromotor) jeweils einen Prototypen in diesem Jahr vorzustellen. Mehr zum Entwicklungsstand der Prototypen der drei verschiedenen Antriebstypen könnt Ihr in diesem Blogbeitrag von Loremo nachlesen. Am weitesten sind die Loremo-Macher bei Loremo EV (mit Elektroantrieb), wie ein aktueller Blogeintrag und obiger Film beweist:

“Am 11. April hatte der Loremo EV seine Premiere. Der Prototyp des Loremo EV fuhr das erste Mal nach seiner Überarbeitung mit Elektroantrieb. Das erste Mal überhaupt fuhr ein Loremo auf öffentlichen Straßen. Wir sind mit Geschwindigkeiten bis knapp unter 100 km/h gefahren. Die Straßenlage war wie bei früheren Testfahrten sehr gut und wir wollen bei weiteren Fahrten die Geschwindigkeit steigern. Rechnerisch fährt der Loremo EV 170 km/h.”

Im aktuellen Beteiligungsangebot könnt Ihr den weiteren Zeitplan finden. Demnach befindet sich das Projekt in der “Proof of Concept-Phase”, die noch bis zum 4. Quartal 2009 andauern soll. Während bisher ca. 72.000 Aktien ausgegeben wurden, sollen im Idealfall bis zur Ende der Proof-of-Concept-Phase weitere 35.200 Aktien zu einem Ausgabepreis von 150 EUR je Aktie ausgegeben werden und damit mehr als 5 Mio. EUR eingesammelt werden. Kleinanleger werden derzeit offensichtlich nicht angesprochen, weil derzeit mindestens 350 Aktien (entspricht 52.500 EUR) gezeichnet werden müssen.

In der Serienentwicklungsphase, die vom 4. Quartal 2009 bis zum 2. Quartal 2011 andauern soll, sollen weitere 122.000 Aktien zu einem durchschnittlichen Ausgabepreis von 350 EUR pro Aktie ausgegeben werden, damit dadurch mehr als 40 Mio. EUR zusätzliches Kapital beschafft werden kann. Ab dem 2. Quartal 2011 soll die Serienproduktion anlaufen und die laufenden Kosten durch die Verkaufseinnahmen gedeckt werden. So sieht zumindest momentan die Planung aus.

Langsam aber sicher tritt das Projekt in die entscheidende Phase. Wer sich aus erster Hand informieren will, hat in naher Zukunft zweimal die Möglichkeit dazu. Präsentiert wird der Loremo auf der Hannover Messe vom 20. – 24. April 2009 auf dem Stand von Rittal (Halle 11, Stand D06). Am 11. Mai 2009 von 16.00 – 20.00 Uhr gibt es am Firmenstandort in Marl einen Tag der offenen Tür. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Unternehmen, Team und die fertigen Prototypen vorgestellt.

March 18, 2009

Der neue Crowdfunding-LOHAS-Film: the age of stupid

Filed under: Crowdfunding, Crowdsourcing, Finanzen, Geschäftsidee, Idee - Entertain — Burkhard Schneider @ 2:45 pm

Franny Armstrong hatte vor vielen Jahren die Vision, einen Film über die Klimakatastrophe zu machen. Da sie keinen Produzenten fand, entschied sie sich im Jahre 2004, die Produktionskosten via Crowdfunding einzusammeln. Im Rahmen der ersten Crowdfunding-Party im Dezember 2004 konnten 34 Gewinnanteile im Gesamtwert von £ 17.000 verkauft werden. Das war der Startschuss für die Produktion des Filmes “the age of stupid”. Im Laufe des Produktionszeitraumes konnten nicht nur die gesamten Produktionskosten in Höhe von £ 450.000 eingesammelt werden, sondern noch mehr, um den Film gut zu promoten. Zudem flossen noch beträchtliche Beträge von Spendern ein, die nicht wie die Anteilseigner am Gewinn des Filmes beteiligt werden wollen.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Vor wenigen Tagen war in London die Weltpremiere. Den Weg dorthin und die weiteren Schritte seht Ihr in folgender Timeline:

  • Nov ‘04 – Fundraising starts
  • Dec ‘04 -> May ‘08 – Production
  • March 20 ‘09 – UK cinema release
  • April ‘09 – USA release (TBC)
  • May ‘09 – UK Indie Screenings start (TBC)
  • June ‘09 – UK DVD released (TBC)
  • December ‘09 – Copenhagen UN Climate Summit
Ich finde nicht nur faszinierend, dass dieses Filmprojekt via Crowdfunding realisiert wurde, sondern dass auch die Produktionskosten so extrem niedrig waren und trotzdem ein chicker Film entstanden ist (siehe Trailer oben). Das liegt einfach auch daran, dass fast alle Beteiligte auf ein Großteil des Festhonorars verzichtet haben und nun auf eine nette Gewinnbeteiligung hoffen. Habt Ihr noch mehr Fragen zu diesem Projekt. In einer sehr ausführlichen FAQ-Liste erhaltet Ihr auf fast alle Fragen eine Antwort, nur nicht, wann der Film in deutschen Kinos zu sehen ist.

March 1, 2009

KarmaKonsum ruft Gründerpreis aus – Anmeldeschluss ist der 19. April 2009

Filed under: V - Wettbewerb — Burkhard Schneider @ 6:45 pm

Um eine Konferenz “PR-tauglich” zu machen, bietet sich häufig die Auslobung eines Preises aus, der auf der Konferenz verliehen wird. Diesem Erfolgsmuster folgend lobt Christoph Harrach im Vorfeld seiner KarmaKonsum-Konferenz den KarmaKonsum-Gründerpreis aus. Nach dem Motto “the winner takes it all” erhält nur der Sieger einen Preis und zwar in Form von Sachpreisen im Gegenwert von ca. 30.000 EUR.

Folgenden Zeitplan solltet Ihr im Auge behalten:

  • Bewerbungsphase: Die Gründer bewerben sich vom 1. März bis 19. April 09 mit einem 10-seitigen Geschäftsplan (Gründerskizze hier runterladen) per Email an: award (at) karmakonsum.de
  • Auswahl der Top 5: Mitte Mai wählt die Jury aus den eingegangenen Vorschlägen fünf Finalisten
  • Persönliche Präsentation der Finalisten in Frankfurt Ende Mai / Anfang Juni
  • Preisverleihung am 19. Juni 09 auf der KarmaKonsum Konferenz im Rahmen der Gala-Veranstaltung

Die Teilnahmevoraussetzungen sind:

  • Einreichung eines maximal 10-seitigen Gründerskizze (Hier kannst du das Basisdokument runterladen) bis zum 19. April 2009 per Email -> award (at) karmakonsum.de
  • Die Gründung muss innerhalb der letzten beiden Jahren stattgefunden haben (ab Anfang 2007)
  • Sitz der Gründer muss in Deutschland sein, die Rechtsform ist unrelevant.
  • Der Unternehmensgegenstand muss ein ökokologisch-nachhaltiges und/oder soziales Projekt sein, es kann sich auch um ein Non-Profit Projekt handeln – idealerweise richtet sich das Angebot an Endkunden.
  • Das Geschäftsmodell sollte so nachhaltig sein, dass damit in den nächsten Jahren weitere Arbeitsplätze geschaffen werden können.
  • Die Gründer dürfen bereits eine Startfinanzierung erhalten haben. Die Investitionssumme darf jedoch 500.000 Euro nicht überschreiten.
Aus meiner Sicht hat so ein Gründerpreis noch gefehlt, weshalb ich auch gerne hier darüber berichte. Allerdings finde ich es schade, dass nur der 1. Gewinner einen Preis erhält. Das finde ich sehr unglücklich, da doch LOHAS mit den Attributen “sozial” und “gerecht” in Zusammenhang gebracht wird. Und warum werden die Teilnehmer der Konferenz nicht in das Abstimmungsprozedere eingebunden? Vielleicht wird Christoph in diesen beiden Punkten noch nachlegen.

December 4, 2008

Carrotmob: Die grüne Version des Smartmobs

Filed under: Idee - LOHAS, Marketing - Viral — Burkhard Schneider @ 3:45 pm


Strawberries & Cream from Strawberry Earth on Vimeo.

Viele von Euch haben schon einmal etwas vom Flashmob gehört. Wikipedia schreibt dazu: “Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich), auch Blitzauflauf, bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen. Flashmobs werden über Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert.” Im Fernsehen wurde mal über ein Flashmob berichtet, als sich nämlich möglichst viele Menschen für einen Zeitpunkt verabredet haben, bei einer McDonalds-Filiale eine Bestellung aufzugeben. Das Chaos könnt Ihr Euch vorstellen :-)

Grundsätzlich verfolgen die Flashmob-Aktionen keinen Sinn. Doch einige Aktionen verfolgen sehr wohl einen Sinn und dann spricht man von Smartmobs. Auch hier hilft Wikipedia weiter: “Smart mob ist eine seit einigen Jahren unter anderem bei Globalisierungskritikern gängige Organisationsform von Protesten und bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, der sich vom Flash Mob in der Sinnhaftigkeit des Tuns unterscheidet. Sie ist eine Form der Selbststrukturierung der sozialen Organisation durch Technologie-vermittelte, intelligente emergente Verhalten.” Das Konzept wurde von Howard Rheingold in seinem Buch “Smart Mobs: The Next Social Revolution” vorgestellt un kann seitdem einige Erfolge vorweisen.

Und jetzt lese ich im karmakonsum-Blog vom Carrotmob (siehe auch die Erläuterung im obigen Video). Auf der Webseite des LOHAS-Portals StrawberryEarth wird seit einiger Zeit zu ganz speziellen Smartmob-Kampagnen aufgerufen. Hier können sich Shops oder Restaurants bewerben, dass sie von den Carrotmobbern überrannt werden. Das Geschäft, das den höchsten prozentualen Umsatz an diesem Tag in energieeffiziente und klimaschonende Geräte investieren will, erhält letztlich den Zuschlag. Nach der Aktion wird das Ergebnis auf der Webseite von StrawberryEarth veröffentlicht. Schummeln geht nicht.

Am 7.Dezember um 21:00 Uhr wird eine Carrotmob-Aktion in Amsterdam durchgeführt. Initiatoren sind Ikenna und Mette. Im Vorfeld durften mehrer Restaurants und Cafes gegeneinander antreten. Gewonnen hat die Bar Waldorf in Amsterdam, die 60 % der an diesem Abend generierten Umsätze “grün investieren” will, damit in Zukunft weniger Strom verbraucht wird und die Welt dadurch ein ganz klein bisschen besser wird. Wie im letzten Bericht handelt es sich hier auch um Powershopping, nur mit einem ganz anderen Hintergrund. Zudem erhalten die Käufer keinen Rabatt, sondern die Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben.

Update 08.06.2009: Der erste Carrotmob in Deutschland wird am 13.06.2009 in Berlin stattfinden. Konkret sind alle aufgerufen, am 13. Juni 2009 um 16 Uhr im Spätkauf MultiKulti in der Wienerstraße 40 einzukaufen. Dieser wird 35%, des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen. Mehr Infos unter www.carrotmobberlin.com

October 7, 2008

Ywater: Getränk und Spielzeug in einem

Filed under: Idee - Drink, Marketing - Verpackung — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Dieses Getränk fällt schon von außen auf. Die Verpackung hat die Form eines dreidimensionalen Ypsilons. Und auch die Namen der einzelnen Sorten sind ungewöhnlich: “brain water”, “immune water”, “muscel water” und “bone water”. Konkret handelt es sich um Functional Drinks für Kids. Und wenn die Kids das Getränk aus den bunten Fläschchen ausgetrunken haben, fängt der Spass erst an:

Bei den Fläschchen handelt es sich um Bausteine ähnlich wie Legosteine. Man kann die einzelnen Fläschchen mit Bändern miteinander verbinden und so ganz kreative Kunstwerke erstellen. Auf der Webseite von Ywater gibt es mittlerweile eine Fotogalerie. Kinder aus ganz USA können Ihre “Kunstwerke” einschicken und dann von allen bestaunen lassen.

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