In Innovation

Deutschland Land der Ideen – Ort des Tages

Da war doch was? Genau, in diesem Jahr gibt es die Aktion „Deutschland – Land der Ideen“. Ist ganz schön ruhig darum geworden, oder? Aus meiner Sicht ist die Aktion wieder ein typisches Beispiel dafür, dass Leute wie du und ich nicht aktiv eingebunden werden, sondern es sich mehr um eine „Hochglanzimagekampagne“ von Wenigen für Wenige handelt. Aber wie ist doch immer mein Motto: „Kritisiere konstruktiv, picke Dir die guten Ideen heraus und entwickle sie weiter!“ Ok, ok, ist ja o.k. Na, dann will ich mal richtig loslegen:

Innerhalb o.g. Initiative gibt es die Aktion „365 Orte im Land der Ideen“. In einem deutschlandweiten Wettbewerb wurden aus mehr als 1.200 Bewerbungen 365 Orte ausgewählt, die sich und ihre Ideen und Innovationen an je einem Tag im Jahr 2006 der Öffentlichkeit vorstellen. Heute ist Bensheim der Ort der Idee. Hier sitzt das Institut für
Organisationskommunikation GmbH, das die Initiative „Jugend denkt Zukunft“ initiiert hat.

Folgende Idee und Konzept stecken dahinter: Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 bis 12 entwickeln gemeinsam in und mit Unternehmen Innovationen für die Zukunft. Ein fünftägiges Innovationsspiel vermittelt neue pädagogische Methoden und leitet zum interdisziplinären Arbeiten an. Schülerinnen und Schüler erfahren eine neue Art des Lernens. Sie werden außerdem mit den Schlüsselqualifikationen von morgen vertraut gemacht. Der Kontakt zu Unternehmen kann für Schulpraktika und ähnliches ausgebaut werden. Ausserdem gibt es einmal im Jahr eine Großveranstaltung statt, auf der die Siegerteams prämiert und gefeiert werden.

Finanziert wird die Aktion durch Sponsoren sowie die teilnehmenden Unternehmen. Das einwöchige Innovationsspiel kostet 6.000 €. Der Betrag beinhaltet die gesamte Planung und Durchführung von „Jugend denkt Zukunft“ durch einen erfahrenen Schulbetreuer. Soweit möglich, findet das Ideenspiel in den Räumlichkeiten des teilnehmenden Unternehmens statt. Die Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern ermöglicht Unternehmen, die Bedürfnisse der Zielgruppe von morgen in Erfahrung zu bringen und rechtzeitig auf Trends reagieren zu können. Zudem ist die Teilnahme imagefördernd, da man sich als „corporate citizens“ auszeichnet.

Die Bilanz des Projektes, das erstmals auf Initiative von Eggert Voscherau, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der BASF Aktiengesellschaft, im Mai und Juni 2004 im Rhein-Neckar-Dreieck durchgeführt wurde, ist beeindruckend. Bis heute haben 200 Unternehmen und Schulklassen an dem Projekt teilgenommen. Die Termine der nächsten Ideenworkshops finden sie hier. Bis auf eine Anschubunterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert sich das Projekt komplett durch Sponsorengelder und Beiträge der teilnehmenden Unternehmen. Wenn jetzt noch ehrenamtliche Partner ins Boot genommen werden, die die Kosten des Projektes auch für kleinere Unternehmen überschaubar halten, wäre die Nachhaltigkeit und Verbreiterung des Projekts gewährleistet. Denn kleine und mittlere Unternehmen haben nicht einfach 6.000 EUR zur Verfügung, um sich in dieser Form gesellschaftlich zu engagieren.

7 Responses to Deutschland Land der Ideen – Ort des Tages

  1. […] Und was sind jetzt die Unterschiede zwischen business@school und JUNIOR? Junior ist größer (394 statt 70 Schulen), wird staatlich gefördert und beinhaltet die tatsächliche Umsetzung der Idee. Hinter business@school steht die Intiative eines erwerbswirtschaftlichen Beratungsunternehmens. Schwerpunkt ist die Erstellung eines Businessplans. Aus meiner Sicht aber werden hier die innovativeren Ideen der Schüler entwickelt. Welches Projekt ist besser? Das kann man und sollte man auch nicht bewerten. Vielmehr ist es gut, dass es beide Projekte gibt. Natürlich ist es wünschenswert, dass nach einer Startphase solche Projekte nicht mehr am staatlichen Finanztropf hängen. Ein gutes Beispiel dafür ist ebenfalls das Projekt “Jugend denkt Zukunft“. « Kostenlose Briefmarken von Häagen-Daz   […]

  2. […] Ich habe zwar hier im Blog auch meine Kritik zu der Aktion geäussert, weil ich meine, dass man aus dieser Aktion viel mehr machen könnte. Trotzdem lohnt es sich natürlich für die Teilnehmer allein schon unter PR-Gesichtspunkten, dabei zu sein und als einer von 365 Orten im Land der Ideen präsentiert zu werden. Also gibt die Infos an die Organisationen weiter, für die solch eine Bewerbung Sinn machen kann. […]

  3. […] Schon seit Jahren sind sich Experten einig, dass man die Existenzgründerquote nur dann signifikant steigern kann, wenn man schon den Schülern das Thema näher bringt und sie dafür begeistert. Mittlerweile gibt es ja auch zahlreiche gute Aktionen über die wir hier im Blog schon berichtet haben, wie z.B. das Unternehmergymnasium Pfarrkirchen, Deutscher Gründerpreis für Schüler (ehemals Start Up Werkstatt), Junior Enterprise Awards, business@school und Junior – Schüler gründen Unternehmen. Doch wie sieht es eigentlich beim Thema “Innovation” aus. Hier gibt es nach meiner Kenntnis noch sehr wenige gute Initiativen in Schulen, wie z.B. die Aktion “Jugend denkt Zukunft”. […]

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