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Kundenparlament im SEEDAMM PLAZA

Vor kurzem habe ich hier im Blog mehr Berichte über Kundenparlamente eingefordert. Jetzt bin ich in der Ideenservice-Datenbank von kundenbeziehungen.com auf ein weiteres Beispiel aus dem Jahr 2002 gestossen:

„Im bekannten Business-Hotel SEEDAMM PLAZA am Zürichsee lud man im Januar einige ausgewählte Gäste ein. Nicht, um Urlaub zu machen, sondern um zu arbeiten. Gemeinsam mit den ausgewählten Gästen wollte die Hotelleitung neue Serviceideen entwickeln.
In vier Gruppen aufgeteilt bearbeitete man unterschiedliche Themen. Bei der Frage, wie das Hotel den Service für Vortragsveranstalter und Referenten optimieren soll, kam z. B. die Idee, dass man Gäste abends oder in Pausen in die Geheimnisse von Küche und Bar einweihen könnte. Dieses Beispiel wurde sofort umgesetzt. Noch am selben Abend bereiteten die geladenen Service-Innovatoren ein sechs-gängiges Menü als Dine Around zu. Nicht nur der Wert der Kundeninformationen stand bei dieser gelungenen Form von Serviceanalyse im Vordergrund. Dass Liebe durch den Magen geht und beziehungsfördernd ist, wussten schon unsere Großmütter. Eines der wenigen Dinge, die heute noch Gültigkeit haben – auch in Kundenbeziehungen.“

Drei Aspekte haben mir an dem Beispiel sehr gut gefallen:

  1. Die Gäste wurden als Belohnung in ein Hotel mit schöner Umgebung eingeladen. Da es sich ja selber um eine Hotel handelt, war das nicht besonders schwer. Aber auch andere Unternehmen können davon lernen.
  2. Bestimmte Vorschläge wurden gleich in die Praxis umgesetzt und vorgeführt. Wesentlich bei solchen Ideensitzungen ist das Feedback der Teilnehmer über erfolgreiche Umsetzungen von Vorschlägen. Wenn das gleich passiert, ist es optimal.
  3. Es wurden kleine Teams gebildet, die zum Abschluss gemeinsam feiern durften.

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6 Responses to Kundenparlament im SEEDAMM PLAZA

  1. Das Kundenparlament ist eine großartige Sache. Ich gehe schon sehr lange mit dieser Idee „schwanger“. Mein Problem ist: Wieviele Gäste lade ich ein? Was biete ich -was erwarte ich vom Parlament? In welchen Zeitabständen lade ich ein? Lade ich immer die gleichen Gäste ein? – Was ist, wenn das „Parlament“ Ideen einbringt, die sich in keiner Weise mit dem der Firma decken? Wie gehe ich damit um?
    Gerne würde ich mit jemanden Kontakt aufnehmen, der hier schon Erfahrungen gemacht hat.

  2. […] Inzwischen gibt es eine Menge positiver Beispiele darüber, wie erfolgreiche neue Produkte durch das Involvieren von Kunden in die Ideenfindungs- und Innovationsprozesse entstehen. Egal, ob die Konzepte dazu nun Open Innovation, “Crowdsourcing”, “Kundenparlament”, “Open Source” oder sonstwie heißen, zentral ist der offene Dialog. Spannende Best-Practice-Beispiele sind etwa Gardena, Fiat (sogar – oder erst recht – im angeschlagenen Zustand hilft es, mit den Kunden zu reden) oder das Hotel SEEDAMM PLAZA. […]

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