In Innovation, V - Buchbesprechung

Innovation macht Schule

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Der Geistesblitz-Blogger Timo Off hatte, wie er selber schreibt, das große Vergnügen, mit einem Projektkurs im 13. Jahrgang eines Kieler Gymnasiums ein halbes Jahr lang zum Thema Innovation zu arbeiten. Es handelte sich dabei für ihn um eine große Herausforderung, denn für die Schüler stand das Abitur vor der Tür und deshalb stand dieser Kurs bei den Schülern nicht an erster Priorität, sondern eher die Leistungskurse, das Büffeln für das Abitur, erholsame Freizeitaktivitäten oder die Bewerbung für eine Ausbildungsstelle oder einen Platz an der Hochschule. Deshalb war es Timo wichtig, dass den Schüler das Wissen sehr praxisnah und erlebnisorientiert vermittelt wurde. So standen u.a. die Besuche von vier sehr innovativen Unternehmen auf dem Programm:

  • o’well: hochwertige Pflege-Produkte aus Algen (Shampoo, “Algen-Wein‹(!), Cremes, Badezusätze…)
  • Taufenbach: moderne Laser-Technologien
  • Pegasus: ambulante Transfusionstechnologie und med. Pumpen
  • Walterwerk: einer der größten (Eis-)Waffelmaschinen-Hersteller der Welt

Um die Ergebnisse der ganzen Arbeit für die Nachwelt festzuhalten, haben die Schüler zusammen mit Timo das 107-seitige Buch „Innovation macht Schule“ geschrieben und bei Books on Demand drucken lassen. Das Buch kann jetzt für 7,90 EUR in jeder Buchhandlung und natürlich auch bei Amazon bestellt werden. Vielleicht war das Ziel, als erste Schulklasse ein Buch zum Thema Innovation zu schreiben, auch die Motivation für die Schüler, sich so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Die einzelnen Schülerteams haben die einzelnen Buchkapitel geschrieben und sich so die Arbeit aufgeteilt. Herausgekommen ist eine bunte Mischung aus Berichten von den Firmenbesichtigungen, Geschichten von bahnbrechenden Erfindungen und vielen Tipps zum Thema Innovation. So wird z.B. die Formel für Innovation vorgestellt: „Innovation = Zufall + Wissen/Recherche“. Besonders spannend finde ich, dass die Schüler in diesem Buch anhand einer fiktiven Erfinderstorie den gesamten Innovationsprozess inkl. Firmengründung und Vermarktung dargestellt haben. Konkret geht es in der fiktiven Story darum, dass ein Lehrer eine Schultafel erfindet, die sich selbst entstaubt.

Um das Buch noch etwas bekannter zu machen, hat Timo in seinem Blog fünf Exemplare dieses Buches verlost. Ich war einer der Gewinner und habe an diesem Wochenende mit viel Spannung das Buch gelesen. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch mit einigen wenigen pfiffigen Marketingideen noch sehr erfolgreich vermarktet werden könnte. So könnten z.B. die Kultusministerien der einzelnen Länder angeschrieben werden, damit sie für alle Oberstufenschulen in ihrem Bundesland solch ein Buch anschaffen. Auch via schuelervz und anderer Social Networks könnte das Buch vielleicht kostenfrei vermarktet werden. Auf jeden Fall ist das Buch eine super Anregung für alle Lehrer, sich mit dem Thema „Innovation“ näher zu beschäftigen.

Spannend ist, dass Timo vor einiger Zeit einen sehr interessanten Artikel in seinem Blog veröffentlicht hat, warum Schulen nicht kreativ sein können. Vielleicht gibt es ja bald von Timo ein Fortsetzungsbuch, in dem er zusammen mit Schülern Ideen präsentiert, um in der Schule zu lernen, wie man kreative Ideen entwickeln kann. Oder vielleicht gibt es ja eine andere Schulklasse, die im Rahmen eines neuen Projektes überlegt, wie man das Buch „Innovation macht Schule“ am besten vermarkten kann. Das wäre doch eine geniale Staffelstabübergabe, oder?

Wer mehr über das o.g. Buchprojekt erfahren will, dem empfehle ich den Kauf des Buches sowie die vierteilige Artikelserie von Timo Off. Zudem gibt es im heureka-Blog eine sehr gute Besprechung zum Buch. Timo danke ich für das Engagement in diesem Projekt und die Zusendung des Buches.

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