In Innovation

Innovationen haben auch viel mit dem Blickwinkel der Macher zu tun

Die Brauerein bekommen schon seit Jahren von den Marktforschungsunternehmen prognostiziert und bestätigt, dass der Bierkonsum in den meisten westeuropäischen Ländern zurückgeht. Häufig werden deshalb übliche Strategien angedacht: Kauf von Brauereien, um Kosteneinsparungen durch Skaleneffekte zu erreichen oder neue Märkte zu erobern. Nur selten werden neue Innovationen entwickelt, um den Rückgang im Kerngeschäft zu entgegnen. Woran liegt das?

In einem Unternehmen mit sinkenden Gewinnen werden meist auch die Budgets für Forschung & Entwicklung gekürzt. Doch neue Innovationen müssen nicht immer etwas mit Geld zu tun. Vielmehr fehlt es am zukunftsweisenden Leitbild. Wenn man viele Brauereien fragt, was Ihr Ziel ist, dann sagen sie: Gutes Bier zu günstigen Preisen zu brauen und durch Markenpolitik die Preise im Absatzmarkt zumindest stabil zu halten. Warum lautet nicht das Ziel: Getränke bis zu einem Alkoholgehalt von 5 % anzubieten, die erfrischen und den Kunden gut schmecken und gut tun.

Beispiel gefällig? Heineken bringt jetzt das Alkoholmischgetränk Charli auf den Markt. Es besteht aus Apfelwein, Gerstensaft und Fruchtaromen. Zielgruppe sind bevorzugt Frauen, die nicht auf den herkömmlichen Gerstensaft stehen. Charli soll insbesondere als Alternative zu Weißwein positoniert werden. Keiner weiß, ob das Getränk ein Hit wird. Wenn man allerdings nichts ausprobiert und Mut zu Fehlern hat (auch eine wichtige Firmenkultur), dann wird man es schwer haben, sich langfristig zu positonieren,

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