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EU-Projekt IMP³rove – kostenfreier Test zur Prüfung der Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens

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Im März 2007 hat die Europäische Kommission das Konsortium »IMP³rove« ins Leben gerufen, um europaweit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt von IMP³rove steht eine neue Online-Plattform, mit der Unternehmen von fünf bis mehreren hundert Mitarbeitern anhand eines webbasierten Fragebogens die eigenen Innovationsprozesse überprüfen und sich europaweit mit den Besten ihrer Branche vergleichen können. Beratungen erhalten über IMP³rove Zugang zu neuen Kunden, Best-Practice-Analysen und Methoden, um Lücken im Innovationsmanagement ihrer Kunden zu erkennen und zu schließen. Investoren sollen in die Lage versetzt werden, besonders innovative Unternehmen zu identifizieren. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt bis Dezember 2009 mit einer Gesamtsumme von 5 Millionen Euro.

IMP³rove steht für »IMProvement of Innovation Management Performance with sustainable IMPact«. Dabei konzentriert sich IMP³rove ganz bewusst auf die insgesamt 23 Millionen KMU in Europa, die annähernd 75 Millionen Arbeitsplätze stellen und 99 Prozent des gesamten Unternehmensbestands bilden. Das IMP³rove-Projekt richtet sich vor allem an junge und auch etablierte KMU aus den Bereichen Bio-Technologie, Chemie und Pharma, IT, Elektronik, Optik, Maschinen- und Anlagenbau, Bauwesen, Luft- und Raumfahrttechnik, wissensintensive Dienstleistungen, Textilindustrie sowie Lebensmittel- und Getränkewirtschaft. Der ganzheitliche Ansatz umfasst die Bereiche Innovationsstrategie, Innovationsorganisation und -kultur sowie Innovationsprozesse ebenso wie unterstützende Faktoren wie beispielsweise Wissensmanagement, IT, HR oder Projektmanagement.

Das langfristiges Ziel von IMP³rove ist es, einen einheitlichen Standard für die Bewertung der unternehmerischen Innovationsfähigkeit durch eine standardisierte Online-Assessment-Plattform zu etablieren. Dies ist die Basis dafür, Best Practices zu definieren sowie Branchen, Sektoren und ganze Länder im Hinblick auf ihre Innovationsfähigkeit miteinander zu vergleichen. Zudem lassen sich so praktikable Richtlinien entwickeln, die Unternehmen Hilfe zur Selbsthilfe geben, um ihr Innovationsmanagement eigenständig optimieren zu können. Nach ausfüllen des Fragebogens erhalten die teilnehmenden Unternehmen einen Bericht, der alle Aspekte ihres Innovationsmanagements bewertet und mit den besten Unternehmen, den »Wachstums-Champions« vergleicht. Stärken und Schwächen werden ermittelt. Hier finden Sie einen Beispielbericht für solch einen Report.

Robert Freund vermisst allerdings im Rahmen des Tests einen ganz wichtigen Ansatz, nämlich den der Open Innovation. Er schreibt in seinem Blog dazu: „Man bezieht sich in dem Projekt ausdrücklich auf das A. T. Kearney “House of Innovation‹ , das stark nach “Closed Innovation‹ aussieht. Gibt man den Begriff “Open Innovation‹ als Suchkriterium auf der Seite Imp3rove ein, so erhält man keinen Treffer. Ich gehe also davon aus, dass “Open Innovation‹ nicht berücksichtigt wurde. Da ich gerade an der MCPC2007 (MIT Cambridge/Boston) teilgenommen habe, kann ich allerdings bestätigen, dass Open Innovation schon oft eingesetzt wird und nicht zu vernachlässigen ist.“ Da besteht also noch enormer Verbesserungsbedarf, bis das Projekt wirklich „state of the art“ ist.

Infoquelle: Presseinformation Fraunhofer Gesellschaft vom 28.3.2007

One Response to EU-Projekt IMP³rove – kostenfreier Test zur Prüfung der Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens

  1. Das ist natürlich ein sehr spannendes Thema – nicht nur für große Wirschaftsunternehmen, sondern auch für Menschen wie Du und ich. Da durch Interaktionsplattformen heute jeder Kunde am Wertschöpfungsprozess teilhaben kann, können immer mehr Menschen Anteil haben am Wirtschaftsgeschehen haben. Das Volk bekommt nicht nur eine Stimme, sondern wird aktiv und damit zum „Wertschöpfungspartner“.
    Das Web 2.0 steht ja vor allem für Interaktion und für eine neue Offenheit. Die großen Firmen brauchen die Ideenvielfalt der „Kleinen“, aus Kostengründen und um Innovationen voranzutreiben.Dank neuer Webanwendungsmöglichkeiten bildet sich via dem Netz eine enorme Innovations-Power, auf die Weltfirmen wie IBM,BMW,Lego,Adidas u.a. heute schon angewiesen sind, um im globalen Wettbewerb zu bestehen!

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