In Innovation

Skysails plant die nächste Energierevolution

Erstmals haben wir 2006 hier im Blog über skysails berichtet, die mit ihrem Skysail einen simplen wie effektiven Weg gefunden haben, die Energiekosten für Frachtschiffe deutlich zu senken. Der Skysail ist zwar bis heute kein Topseller geworden, findet aber immer wieder Investoren, die den Weg zum Erfolg mitgehen. Allerdings will Skysail nicht auf einem „Bein“ stehen, sondern in das attraktive Offshore-Windgeschäft einsteigen. Dazu wurde ein System entwickelt, das dem Ursprungskonzept ähnelt, aber eine neue Anwendung findet. Auf der Webseite von Skysails wird die Funktionsweise wie folgt beschrieben:

„Um Energie zu erzeugen, wird das Zugseil vom Wind von einer Seiltrommel gezogen, die mit einem Stromgenerator verbunden ist. In dieser Leistungsphase wird Energie erzeugt. Ist die maximale Zugseillänge erreicht, beginnt die Rückholphase: Der Zugdrachen wird automatisch in eine Position geflogen, in der seine Zugkraft nur noch sehr gering ist. Der Generator arbeitet nun als Motor und rollt das Seil wieder auf, bis die Seillänge kurz genug für die nächste Energieerzeugungsphase ist. Dabei wird nur ein Bruchteil der in der Leistungsphase erzeugten Energie wieder verbraucht. Der verbleibende Energieüberschuss wird in das Stromnetz eingespeist.“

Der größte Vorteil des Sky Sails Power Systems besteht darin, dass durch die Nutzung des Höhenwindes in Höhe von 200 bis 800 Meter über der Wasserfläche mehr Energie als bei vergleichbaren Windkraftanlagen generiert werden kann. Dadurch kann Windstrom günstiger erzeugt werden. Für Betreiber bedeutet dies eine deutlich höhere Profitabilität. Zudem kann das System auch dort eingesetzt werden, wo die Installation herkömmlicher Offshore-Windkraftanlagen aufgrund zu großer Wassertiefen nicht wirtschaftlich wäre. Ob das alleine Investoren überzeugt, zig Millionen in die Entwicklung und Markteinführung des Systems zu investieren, ist fraglich, wie die Welt trefflich feststellt:

„Doch anders als beim Geschäft mit Drachen als Hilfsmotor für Frachtschiffe ist Sky Sails diesmal nicht allein: Etwa 20 Technikfirmen weltweit arbeiten an Systemen für die Windenergie, mit denen sich Windkraft in Höhen von 1000 Meter und mehr nutzen lässt. Die USA, China und auch die Niederlande sind darunter vertreten. Noch jedoch gibt es keine fertigen Anlagen oder groß angelegte Tests. Einig sind sich Forscher lediglich darin, dass Windkraft ab 200 Meter Höhe wesentlich mehr Strom erzeugen kann, als dies bei bislang üblichen Anlagen der Fall ist. Denkbar ist der Einsatz solcher Drachen auch an Land – allerdings muss dann ausreichend Fläche zur Verfügung stehen.“

One Response to Skysails plant die nächste Energierevolution

  1. Moe sagt:

    Eine sehr interessante Idee. Der Nachteil ist aber, dass solch eine Lösung deutlich mehr Fläche in Anspruch nimmt – der Radius des gespannten Seils will ja berücksichtigt werden. Wenn aber die gleiche Fläche für Windräder genutzt wird, welche der beiden Anlagen hat dann das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis?

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