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isample Experience: Kraft Foods entwickelt Sampling-Automaten mit Gesichtserkennungssoftware

Viele Anbieter haben erkannt, wie wichtig es ist, die „Probe auf´s Exempel“ zu machen, um neue Waren zu vermarkten. So gibt es z.B. in Supermärkten immer wieder Promotionstände, an denen man neue Köstlichkeiten probieren kann, die neu im Supermarkt erhältlich sind. Solche Promotionaktionen sind allerdings sehr kostenintensiv, da die Supermärkte eine hohe Standmiete verlangen und solche Aktionen zudem sehr personalintensiv sind. Deshalb sind Lebensmittelhersteller immer wieder auf der Suche nach Alternativen, um den Konsumenten mit den Produktneueinführungen vertraut zu machen.

So hat Firma Kraft Foods zusammen mit Intel innerhalb von zwei Jahren einen Automaten entwickelt, der Produktproben an Kunden kostenlos zur Verfügung stellt. Dabei gab es allerdings eine wichtige Hürde zu überspringen. Denn nicht jedes Produkt ist für jede Zielgruppe geeignet oder gedacht. Doch wie soll man erreichen, das nur die „Richtigen“ eine Produktprobe erhalten? Die Lösung ist ein Gesichtserkennungssystem, das in den Automaten eingebaut wurde. So wurde z.B. im Rahmen einer Testphase ein Produkt zur Probe ausgegeben, das speziell für Erwachsene konzipiert wurde und deshalb nur an solche ausgegeben werden sollte. Schaut Euch selber den Film oben an.

In Zukunft soll das Gesichtserkennungssystem auch in der Lage sein, Männer von Frauen zu unterscheiden, um bei einer immer größeren Zahl von Produktproben dem Interessenten genau das Produkt anbieten zu können, das genau für ihn geeignet ist, um die Trefferquote möglichst hoch zu halten. Aber das ist nicht alles, wie pressetext berichtet: „Um kostenlos zu naschen, müssen potenzielle Kunden per SMS einen Code verschicken oder einen Barcode mit dem Smartphone auslesen. So will Kraft gewährleisten, dass jede Person nur eine Verkostung pro Tag in Anspruch nehmen kann.“

Und weiter berichtet pressetext: „Die Geräte speichern zwar keine Telefonnummern. Es werden aber sehr wohl Daten erhoben, um gezielte Marktforschung zu betreiben. So können Alter und Geschlecht mit den Daten zum Konsum einer Person verknüpft werden.“ Das ist aus Datenschutzgründen löblich, aber wie wollen die Kraft Foods Verantwortlichen das Feedback der Tester einholen, um evtl. ihr Produkt noch verbessern zu können oder wichtige Erkenntnisse für die Vermarktung sammeln zu können? Diesbezüglich wird sicherlich noch einmal nachgedacht. Da bleibt nur noch eine Frage: Werden die Konsumenten das Angebot auch annehmen? Ein Test in Chicago und New York soll dies klären. Dann sind wir mal gespannt.

Quellen: Los Angeles Times und pressetext.com

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