In Innovation

XEROX Banking Innovation will die Vergabe von Mikrokrediten flächendeckend ermöglichen



Bildquellenangabe: Gerd Altmann / pixelio.de

Entwicklungshelfer erkennen schnell, dass Infrastruktur wichtiger ist als Bildung. Denn ohne Infrastruktur kann kein Wachstum und Weiterentwicklung erfolgen. Das gilt genauso für Entwicklungsländer wie für die G-7-Staaten. Die größten Fortschritte bzw. „Renditen“ können jedoch erzielt werden, wenn die nötige Infrastruktur in Entwicklungsländern aufgebaut wird. Und dabei sollte man nicht nur an Straßen, Schulen und Stromversorgung denken. Auch die Investition in Kommunikations-Infrastruktur ist wichtig, damit gerade ländliche Gebiete in Entwicklungsländern nicht zu sehr abgehängt werden. Beispiel gefällig?

Damit jemand seine eigene Existenz in solchen Gebieten aufbauen kann, braucht er Zugang zu Finanzmitteln zu fairen Konditionen. Eine Lösung sind sog. Mikrokredite. Doch hier gibt es einen Haken. In vielen Regionen z.B. in Indien gibt es noch keine Mikrofinanzinstitute, die die Kreditanträge vor Ort prüfen, das Geld anschliessend vor Ort auszahlen sowie anschliessend Zins- sowie Tilgungszahlungen wieder einkassieren können. Es ist ja prima, wenn es Plattformen wie kiva gibt, aber was bringt es, wenn die potentiellen Entrepreneure keinen Zugang zu solchen Geldquellen erhalten, weil die Infrastruktur fehlt?

Dieses Problem will nun Rank Xerox im Rahmen des XEROX Banking Innovation – Projektes angehen. Das Grundproblem besteht darin, dass man die Daten vom Land in die nächste Stadt, wo es eine Bankfiliale oder Filiale eines Mikrofinanzinstitutes gibt, transportieren muss. Per Auto dauert das sehr lange. Via Mobilfunk-GPS können nicht ganze Formulare gesendet werden. Via Mobilfunk-Satellitverbindung kostet es zu viel Geld, die eingescannten Formulare zu senden. Und die Lösung? Eine passende Software- bzw. Dokumentenmanagement-Lösung, wie tr berichtet:

Nischal Piratla, der als „Entrepreneur in Residence“ an dem Projekt arbeitet, kann schon Prototypen zeigen. Die Software erlaubt es, die Schrift des Antragstellers zu entziffern und die wichtigen Wörter und Zahlen zu extrahieren. Das System prüft dann, ob die Formulare vollständig und korrekt sind – und zwar in 12 Sprachen. Anschließend erfolgt eine Übersetzung ins Englische. Zum Schluss muss nur noch eine minimale Menge an Daten übertragen werden und nicht mehr das komplette grafische Dokument. So werden die Satellitenleitungen geschont und die Übertragungskosten gesenkt – bei einem Land wie Indien geht es hierbei um Millionen.“

Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es in der heute vernetzten Welt ist, dass Innovatoren Engpassanalysen durchführen und dann aufgrund bekannter Lösungskonzepte prüfen, wie der Engpass am besten und wirtschaftlich optimal beseitigt werden kann. Auch hier gilt i.d.R.: Man muss nicht neu erfinden, sondern Lösungselemente neu kombinieren. Ich würde mir wünschen, dass auch Partner wie kiva in solche Projekte eingebunden werden würden, damit kiva in Zukunft noch besser seine Kraft entfalten kann.

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