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Erfindungen für eine bessere Welt: Gravity Light

In vielen Entwicklungsländern gehört eine Lampe, die die Innenräume beleuchtet, zum Luxusartikel. Das Hauptproblem ist immer noch die Stromversorgung. Kerosinlampen und offenes Feuer sind zu gefährlich. Batteriegetriebene Lampen haben das Problem, dass Batterien teuer und nicht immer zugänglich sind. Solarlampen sind dagegen noch viel zu teuer und auch sehr reparaturanfällig. Was kann man tun, dass Millionen Haushalte in Entwicklungländern Licht in den Innenräumen haben?

Die Erfinder und Designer Martin Riddiford and Jim Reeves haben nach vier Jahren Entwicklungszeit die Lösung: Gravity Light. Dabei handelt es sich um eine Lampe, die nur mit Hilfe der Erdanziehungskraft funktioniert. Konkret wird ein Gewicht an die Lampe gehängt, das sich langsam nach unten zieht. Für ca. 30 Minuten steht so Licht zu Verfügung. Danach muss der Vorgang wiederholt werden. Im folgenden Video wird alles näher erläutert, von der Entwicklung bis zur Funktionsweise. Die Herausforderung ist nun, das Produkt in einer ersten Miniserie (1.000 Stück) herzustellen und vor Ort in den Entwicklungsländern zu testen.

Um das Vorhaben zu finanzieren, haben Martin Riddiford and Jim Reeves auf indiegogo eine Crowdfundingaktion gestartet. Ziel war es, 55.000 USD einzusammeln, um die ersten 1.000 Lampen von einem externen Produzenten herstellen zu lassen. Das Projekt hat so viele Menschen begeistert, dass insgeamt fast 400.000 USD eingesammelt werden konnten. Das lag auch daran, dass ab einer „Spende“ von 50 USD eine Gravity Light an den Spender geschickt wird, wenn sie produziert worden ist.

Leider ist die Crowdfundingaktion schon vorbei, aber trotzdem kann jeder weiter spenden. Aus meiner Sicht verschenken viele Initiatoren von Crowdfundingprojekten viel Geld, weil sie nach Ende der Aktion keine Möglichkeit mehr bieten, wie Supporter weiter mit Geld unterstützen können. Damit wird aus meiner Sicht viel Potential verschenkt und hier sollten auch die Crowdfundingplattformen nach Lösungen suchen. Denn viele Interessierte verpassen heute gute Crowdfundingaktionen, wollen aber auch nach dem Stichtag noch dabei sein und finanziell unterstützen.

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