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Wird die Nike-Maker-App der „Maker-Revolution“ zum Durchbruch verhelfen?

Vor mehr als einem Jahr habe ich hier im Blog erstmals über den Nike Material Index berichtet: „Nike hat in den letzten zehn Jahren mehr als 80.000 Materialien, die für Nike-Produkte verwendet werden könnten, auf ihre Umweltverträglichkeit hin überprüft. Es wurde ein Analyse-Tool entwickelt, mit dessen Hilfe die Umweltverträglichkeit der Materialien (einschließlich Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Wassernutzung, Landnutzung, Abfall und chemische Beanspruchung) “beziffert” werden konnten. Dabei wurde die gesamte Wertschöpftungsstoffe von Herstellung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung untersucht und dabei eng mit den Lieferanten von Nike zusammengearbeitet.“

Die Konsequenz: Ein ganzes Team bei Nike prüft seitdem, welche Materialien in Zukunft nicht mehr für Nikeprodukte verwendet werden sollen, damit nicht nur die Kunden die “Last der richtigen Entscheidung” tragen müssen. Und natürlich wird auch bei der Neuauswahl von Materialien von Beginn an auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Doch Nike wollte mit dem Nike Material Index noch einen Schritt weiter gehen: Nike stellt diese Informationen jedem Designer, Hersteller und Interessenten kostenfrei zur Verfügung, damit er genauso umwelt- und verantwortungsbewusst wie Nike in Zukunft agieren kann. Genau so wünscht man sich Unternehmen heute: Erst kommt die Selbsterkenntnis, dann die Umsetzung in eigener Sache und dann das Coaching anderer, damit wir tatsächlich irgendwann in einer besserer Welt leben können.

Wichtig ist, dass die Tools so einfach zu bedienen sind, das sie auch von möglichsten vielen Menschen benutzt werden. Deshalb hat Nike jetzt die passende App dazu auf den Markt gebracht. In der passenden Pressemitteilung schreibt Nike dazu: „MAKING is a designer-specific, easy-to-use tool that ranks materials used in apparel based on four environmental impact areas: water, chemistry, energy and waste. Through direct comparisons, designers can quickly see how material choices stack up. The app was created by Nike with insights and feedback from students at London College of Fashion’s Centre for Sustainable Fashion.“ Noch mehr als tausend Worte kann folgendes Video kurz erklären, wie diese App funktioniert:

Es ist wirklich frappierend, wie einfach und intutiv diese App zu bedienen ist. Das kann man wirklich nicht von jeder App behaupten. Jetzt stellen wir uns einmal vor, nicht nur die Auswahl der richtigen Produktionsmaterialien wäre so kinderleicht, sondern auch die Beauftragung der Produktion selbst. Dann würde der Maker-Trend so schnell so viel an Fahrt gewinnen, wie wir uns das wahrscheinlich heute noch gar nicht „ausmalen“ können. Und vielleicht ist Nike in 10 Jahren nicht einfach nur ein Markenhersteller im Sportmarkt, sondern ein „Marken-Provider“, einer der die passenden Ressourcen zur Verfügung stellt, dass andere Maker werden. Unvorstellbar? „Nichts ist unmöglich“. Das könnte in 10 Jahren der passende Werbespruch für Nokia (und nicht wie heute für eine Automarke) sein. Cool.

One Response to Wird die Nike-Maker-App der „Maker-Revolution“ zum Durchbruch verhelfen?

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