In Internet

Sind Anbieter der Web 2.0 Generation rentabel?

Nachdem im Jahr 2000 die große New Economy Blase geplatzt ist, waren sich alle einig, dass man mit Internet-Geschäftsideen nur Geld verbrennen und nicht Geld verdienen kann.

Seitdem es jetzt die nächste Generation (Web 2.0) der Internetangebote und -unternehmen gibt, soll angeblich alles anders sein. Heute starten viele Anbieter im Netz mit kleinem Budget und geben erst dann Geld aus, wenn sie es vorher (vom Kunden) eingenommen haben. Genau diese These hinterfragt der Fischmarktblogger: „Wo sind die Profite?“.

Am Beispiel von Myspace zeigt er auf, dass die Einnahmen im Verhältnis zu den Zugriffszahlen sehr bescheiden sind. Vielmehr profitieren die Werbetreibenden von diesem Trend mehr als die Betreiber der hoch frequentierten Webseiten. Als Beispiel bringt er den Pirelli-Werbespot, der durch die Mitglieder von MySpace weitergeleitet wird und damit annähernd keine Kosten für Werbeschaltung entstehen.

Aus meiner Sicht ist o.g. Trend der geringeren Einnahmen aus Werbung pro Zugriffszahl kein Beweis für die fehlende Profitabilität der Web 2.0 Unternehmen. Denn heute kann man nahezu mit keinem finanziellen Aufwand z.B. durch Open-Source-Software und Open-Source-Content (siehe Wikipedia) seinen Kunden ein interessantes Angebot machen. Dann braucht man auch weniger Einnahmen, um schnell und trotzdem nachhaltig rentabel zu sein. Verlierer sind die, die sich bezüglich ihrer Kostenstruktur nicht rechtzeitig auf diesen Trend eingestellt haben.

Aus meiner Sicht wird es in Zukunft auch mehrere Formen von Gebühren geben. Wenn jemand z.B. viele Informationen kostenfrei zur Verfügung stellt, sollte er auch kostenfrei den Zugang zu Informationen anderer bekommen. Wer das nicht macht, könnte dann evtl. zur Kasse gebeten werden. Eine Community oder Netzwerk besteht eben aus dem Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Die Plattform wer-weiss-was.de wendet dieses Prinzip bereits seit zehn Jahren an und fährt damit ganz gut: Nur wer Ratschläge erhält, kann auch welche bekommen.

Wer sich jetzt mehr in das Thema Web 2.0 einarbeiten will, für den habe ich bei Dr.Web eine spannende Linksammlung gefunden. Eine Auflistung von Web 2.0 Unternehmen findet ihr z.B. hier.

4 Responses to Sind Anbieter der Web 2.0 Generation rentabel?

  1. […] Da ich noch nicht geheilt bin, widme ich heute eine weitere Storie dem Thema Fussball, indirekt. Was gehört zum Fussball unbedingt dazu? Genau, ein gutes Bier. Der trnd-Blogger BigT hat jetzt die neueste Generation des Biergetränkes entdeckt, das Pils 5.0. Von wegen, nur die Web-Ökonomie entwickelt sich weiter, Stichwort Web 2.0. Auch die älteste Industrie der Welt, die Lebensmittelindustrie, kann innovativ sein und sich auf das Wesentliche für den Kunden konzentrieren. […]

  2. […] Vor einiger Zeit hat die Bloggerszene darüber diskutiert, ob die Web 2.0-Anbieter profitabel arbeiten. Etwas überraschend ist es jetzt aber schon, dass der wesentliche Bestandteil der Wertschöpfung (Generierung von Werbeeinnahmen) outgesourct werden soll. « Droppingknowledge: Startschuss zum internationalen Dialog   […]

  3. Kathrin sagt:

    Hi,

    ich bin neu hier und habe durch Zufall deinen Web 2.0 Artikel gelesen und wollte nochmal auf das Prinzip von wer-weiss-was eingehen. Also auch ich bin der Meinung, dass dieses Prinzip super ist und ich nutze es für sämtliche Alttagsfragen, weil man auf „fast“ alle Probleme eine Antwort bekommt. Deine Fragen werden auch eben von sogenannten Experten beantwortet, was mir als Nutzer das Gefühl gibt individuelle und spezielle Antworten auf meine Fragen zu bekommen und das von den richtigen Ansprechpartnern. Ich nutze auch oft die Seite http://www.experto.de, welche ein ähnliches Prinzip verfolgt.

    Gruß, K.

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