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Free Hugs: Eine Kampagne geht um die Welt

Juan Mann hat weltweit eine Welle losgetreten, die ihresgleichen sucht. Womit fing alles an? Mit dem Angebot, kostenlos andere Menschen zu umarmen. Auf seiner Webseite schreibt Juan folgendes zu dieser Aktion: „I’d been living in London when my world turned upside down and I’d had to come home. By the time my plane landed back in Sydney, all I had left was a carry on bag full of clothes and a world of troubles. No one to welcome me back, no place to call home. I was a tourist in my hometown. Standing there in the arrivals terminal, watching other passengers meeting their waiting friends and family, with open arms and smiling faces, hugging and laughing together, I wanted someone out there to be waiting for me. To be happy to see me. To smile at me. To hug me. So I got some cardboard and a marker and made a sign. I found the busiest pedestrian intersection in the city and held that sign aloft, with the words „Free Hugs“ on both sides.“

Das Video zeigt gut, wie es Juan zu Beginn ergangen ist. Das Video zeigt dann aber auch, wie der Bann und damit alle Dämme gebrochen sind: „And for 15 minutes, people just stared right through me. The first person who stopped, tapped me on the shoulder and told me how her dog had just died that morning. How that morning had been the one year anniversary of her only daughter dying in a car accident. How what she needed now, when she felt most alone in the world, was a hug. I got down on one knee, we put our arms around each other and when we parted, she was smiling. Everyone has problems and for sure mine haven’t compared. But to see someone who was once frowning, smile even for a moment, is worth it every time.“ Nicht alle reagierten herzlich auf die Aktion von Juan. So wollten nette Polizisten die Aktion abbrechen. Doch für eine Idee, deren Zeit gekommen ist, gibt es keine Grenzen 🙂

Was kam danach? Das Video von Juans Aktion wurde bisher mehr als 25 Mio. mal bei Youtube aufgerufen. Es gibt seitdem Nachahmer auf der ganzen Welt, die die Aktion ebenfalls durchgeführt und per Video haben aufnehmen lassen. Juan wird seitdem weltweit in Shows herumgereicht. Aber nicht nur Juan erlangt durch diese Aktion weltweite Aufmerksamkeit. Denn es gibt auch einen Sponsor, der ins Rampenlicht gezogen wird. Nein, es ist nicht Axe, die für Wohlbefinden beim Umarmen sorgen. Vielmehr handelt es sich um den Musiksponsor. Es ist die Band „Sick Puppies“. Sie haben für die Videokampagne einen wirklich geilen Song beigesteuert. Und so ein Zufall: Am 3. April 2008 ist deren neues Album „Dressed Up As Life“ herausgekommen. Timing und Huckepackstrategie sind einfach genial. Und das World Wide Web sorgt für den Rest. Nicht immer, aber immer öfters. Irgendwie ist die Story zu schön, um wahr zu sein. Aber liebe Rechercheure, bitte zerstört uns nicht jeden Traum.

4 Responses to Free Hugs: Eine Kampagne geht um die Welt

  1. Die Welle der kostenlosen Umarmungen zieht momentan ganz schön große Kreise. Hab jetzt innerhalb 1 Monat einige TV-Reportagen und Berichte über die „Umarmer“ gesehen, und auch wie sich eine Umarmung auf die psyche und das Wohlbefinden des Menschen auswirkt. Wer ist da überhaupt auf die Idee gekommen, damit anzufangen, sich auf die Straße zu stellen, und wildfremde Leute zu umarmen?

  2. Balu sagt:

    Die Geschichte ist schon wahr, die Aktion ist aber schon weitaus älter (2005 oder 2006?), auch inklusive des Videos mit der Musik.

    Von Timing kann man da nun wirklich nicht mehr sprechen :).

  3. Max sagt:

    Ich halte von den Free-Hugs-Leuten nix, auch wenn sie es gut meinen und die gesellschaft danch lechtz, zerstören sie nur den „Marktwert“ für Umarmungen… 😉

  4. […] Das durfte ich heute feststellen, als ich in der Münchner Innenstadt war. Dort haben sich am Marienplatz und auf der Kaufinger Straße n paar Menschen mit Free-Hugs-Schildern postiert und nach dem Motto “Sometimes, a hug is all we need” kostenlose Umarmungen verteilt.  Anscheinend wurden diese Schilder nach dem Wiki-Prinzip immer an den nächsten Umarmungsfreudigen weitergegeben, wenn man keine Lust mehr hatte. Ich hab zwar nicht viele Informationen dazu gefunden, außer hier, hier und im Free-Hugs-Campaign-Wikipedia-Artikel, auf MySpace und auf der offiziellen Website der Kampagne (die genau genommen eigentlich keine Kampagne ist), aber ich muss gestehen, so ne kleine Umarmung von wildfremden Menschen hat schon was. Und die Leute, die eine gratis Umarmung bekommen haben, sind alle mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen weitergelaufen […]

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