In Internet, Marketing 2.0

Gastartikelserie „Linkaufbau“ – Teil 3

Welche Methoden es für einen organischen Linkaufbau gibt

Wieso Linkaufbau für Google wichtig ist und warum dabei vor allem die Menschen im Mittelpunkt stehen, haben wir in den ersten beiden Teilen dieser Blogserie bereits besprochen. Viele fragen sich jetzt vielleicht, wo denn die „hochwertigen“ und „natürlichen“ Verlinkungen herkommen sollen. Wer einen sinnvollen Verweis von einer Website auf die andere erhalten möchte, braucht eine gute Strategie, den Webmaster am anderen Ende des Glasfaserkabels für sich zu gewinnen. Vielleicht beginnen wir zunächst mit einem Brainstorming, welche Möglichkeiten überhaupt zur Verfügung stehen:

  • Bekannte, Freunde, Verwandte und Geschäftspartner nach einer Empfehlung fragen
  • Nach Online-Plattformen suchen, die einen Linkeintrag ermöglichen
  • Webmaster „bestechen“ (d.h. Links kaufen oder mieten)
  • Gastartikel schreiben und als Autor zu seiner Seite verlinken
  • Mit anderen Webmastern Links tauschen
  • (…)

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Doch sehen Sie, welche Gemeinsamkeit die genannten Ideen haben? Es sind alles „Push-Faktoren“, das bedeutet, Sie müssen als Webmaster aktiv auf andere zugehen und um eine Verlinkung bitten. An dieser Vorgehensweise ist grundsätzlich nichts auszusetzen, doch Linkaufbau, der ausschließlich über Push-Faktoren organisiert wird, kostet eine Menge Blut, Schweiß und Tränen. Andere Webmastern (ob gute Bekannte oder im Web recherchiert) zu kontaktieren, entsprechende Verlinkungen abzusprechen und für Eintragungen in Verzeichnissen zu sorgen, kostet Zeit (und je nach Strategie auch Geld).

Wie kommt es dann, dass spezielle Dienstleister auf ebay und anderswo Linkaufbau-Pakete zum kleinen Preis anbieten können? 100 Links für 99 Euro scheinen doch ein echtes Schnäppchen zu sein. Bitte überlegen Sie noch einmal, welche Qualität diese Links haben können, wenn sie so günstig über den Ladentisch gehen. Hier werden kostenfreie Plattformen mit automatischen Tools bespielt, die in wenigen Minuten die 100 Links für Sie setzen und – wie könnte es anders sein – für Google kaum Relevanz haben. Selbstverständlich „kennt“ die Suchmaschine diese Linklisten und hat ihnen aufgrund der inflationären Nutzung die Relevanz genommen.

Wenn Sie wirklich nutzbringende Links haben möchten, dann müssen Sie ebenfalls zunächst einen Nutzen stiften. Dies kann ein besonderer Mehrwert für die Leser anderer Webmaster sein, eine Sammlung von Fachartikeln vielleicht, ein kostenfreies E-Book oder ein Ratgeber zu passenden Themen. Bieten Sie Checklisten und Whitepapers an, erstellen Sie Widgets und kleine Software-Tools, die Ihrer Zielgruppe nützlich sind. Veröffentlichen Sie Webvideos, produzieren einen Podcast oder schreiben ein regelmäßiges Blog für Ihre Leser. Die Möglichkeiten sind vielfältig und dienen neben der Besucherbindung auch immer der Steigerung von Empfehlungen.

Selbst wenn Sie die Mehrwerte mit aktiver Kontaktaufnahme kombinieren, erleichtert Ihnen guter Content den Linkaufbau. Webmaster verlinken nur ungern kommerzielle Inhalte, die rein werblichen Charakter haben. Doch wenn Sie einen Kollegen bitten, einen Mehrwert für seine Leser zu verlinken, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass er eine positive Empfehlung ausspricht.

„Geben ist seliger denn nehmen“, heißt es so schön. Deshalb sollten Sie ebenfalls andere Webmaster mit hochwertigen Inhalten verlinken. Dies ist nicht nur strategisch wichtig, sondern macht ein authentisches Miteinander im Internet aus. Je mehr Sie für Ihre Community tun, umso mehr wird langfristig auch zu Ihnen zurückkommen. Wer andere Empfehlungen erwartet und mit eigenen Links geizt, kommt nie ans Ziel. Wachsen Sie zusammen, wachsen Sie gemeinsam. Linkaufbau und Kirchturmdenken passen nicht zusammen, Sie müssen für echte Kooperationen offen sein.

Fazit für organischen Linkaufbau: Wer dauerhaft und automatisch neue Links gewinnen möchte, muss kontinuierlich Mehrwerte bieten und sich mit anderen Webmastern gegenseitig vernetzten. Bei der Linkakquise gibt es keine Abkürzungen, auch wenn viele mit kleinen Tricks versuchen, schneller an ihr Ziel zu kommen. Deshalb behandelt der vierte Teil dieser Blogserie die Do’s and Don’ts im Linkaufbau.

Mehr Infos zum Autor:

Thomas Kilian leitet die Internetagentur Thoxan GmbH in Ostwestfalen und hat sich mit seinem Team auf die Neukunden-Gewinnung im Internet spezialisiert. Der studierte Germanist, Blogger („Neukunden-Magnet“) und Buchautor („Der Igel-Faktor“) hat ein Faible für Neue Medien, professionelle Texte und freches Marketing. Im Sommer 2011 ist Thomas Kilian außerdem in den aktiven Online-Handel eingestiegen und hat mit Filz-Geschenke.de seinen ersten eigenen Webshop gestartet. Auch hier kommen ihm seine Erfahrungen im Bereich Linkaufbau zu Gute, die er in dieser Gastartikelserie für die Leser des Best Practice Business Blog zusammenfasst.

One Response to Gastartikelserie „Linkaufbau“ – Teil 3

  1. […] Methoden eines solch „organischen“ Linkaufbaus sind vielfältig und kommen im dritten Teil der Blogserie zur Sprache. Denn wer einen Website-Betreiber zum Setzen eines Links gewinnen möchte, der muss nicht nur […]

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