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Beraterstudie Schweiz: Wachstumsfelder und Kriterien für Auswahl des Beraters

Gestern würde die jährlich erscheinende Beratermarktstudie der ASCO, Association of Management Consultants Switzerland präsentiert. Demnach hat sich das positive wirtschaftliche Umfeld im Jahre 2006 auf die Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen (Umsatzanstieg + 9 %) und auf die Anzahl der Beschäftigten ( + 8 %) im Beratungsmarkt Schweiz ausgewirkt. Vom Marktwachstum um 9 Prozent konnten sowohl die global agierenden Beratungshäuser mit internationalen Beraterteams als auch kleine, spezialisierte Unternehmen profitieren. Die Top 20 Beratungsunternehmen machen 75 % des Gesamtumsatzes von 1,2 Mrd. Franken aus, die mittleren Unternehmensberatungen (Top 21 bis 40) kommen auf einen Marktanteil von 12%, während die rund 530 kleinen und kleinsten Beratungsunternehmen 13% Umsatzvolumen ausmachen.

Innerhalb der Analyse fiel auf, dass vermehrt Private-Equity-Firmen als Kunden auftreten, die vor allem Mandate im Strategie-, Prozess- und IT-Bereich vergeben. Als Berater sind vermehrt erfahrene Berater und Quereinsteiger mit Linienerfahrung und entsprechender fachlicher Kompetenz gefragt. Ungebrochen ist auch die Tendenz hin zu internationalen Beraterteams. Vor allem hochspezialisierte Beratungshäuser aus den USA oder Deutschland sowie indische Systemintegratoren dringen zusehends in den attraktiven Schweizer Markt vor. In den Beratungsmandaten sind Wachstum und Innovation die wichtigsten Themen. Die Unternehmen suchen neue Wachstumsfelder durch die Generierung neuer Geschäftsmodelle, neuer Kernkompetenzen und neuer Märkte. Benchmark-Analysen und Strategiefragen stehen hierbei im Vordergrund. Portfoliobereinigungen und Prozessoptimierungen sind dabei weitgehend ausgereizt.

Aus der Sicht von den Unternehmenskunden sind folgende Entscheidungskriterien für die Auswahl von Berater am wichtigsten:

  1. Fachliche Kompetenz (73,7 %)
  2. Erfahrung / Umsetzungskomeptenz (48, 4 %)
  3. Persönlichkeit des Beraters / Beraterteams (45,5 %)
  4. Preis / Projektnutzen (32,4 %)
  5. Branchenwissen (32,4 %)
  6. Empfehlung / Referenzen (29,6 %)
  7. Reputation / Bekanntheitsgrad (10,3 %)

Mehr Infos gibt es in der PDF-Zusammenfassung der Marktstudie. Aufmerksam wurde ich auf die Studie im innovationswings-blog.

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One Response to Beraterstudie Schweiz: Wachstumsfelder und Kriterien für Auswahl des Beraters

  1. […] Da schlägt man nichts ahnend die Wirtschaftswoche auf und was ist drin? Ein Gehaltsreport (Ausgabe 33 vom 13.8.2007) unter anderem auch für Personen, die im Bereich Investmentbanking und Private Equity tätig sind. Der Inhalt ist ziemlich interessant. So liegen laut diesem Report die Einstiegsgehälter für Private Equity Manager bei bis zu 100.000 Euro und sind ausbaufähig bis über 250.000 Euro. Schaut man sich einmal an, wie viele Milliarden, ja Billionen an Dollar, Private Equity Fonds in den letzten Jahren eingesammelt, und welche Gewinne sie in derselben Zeit mit dem Exit aus Beteiligungen verdient haben, so verwundern diese Gehaltsgrößen nicht sonderlich. Die Inhaber solcher Fonds können natürlich über das Salär ihrer Mitarbeiter nur lächeln, bringen sie es doch aufgrund ihrer Aktienpakete auf dreistellige Millionenbeträge im Jahr. Interessant wird es wohl sein, zu beobachten, wie sich sowohl die Gehälter der Angestellten als auch die Gewinne der Private Equity Fonds in den nächsten Jahren entwickeln werden, sollte die derzeitige Konsolidierung anhalten. Aufgrund der US-Finanzkrise haben Banken weltweit rund 500 Milliarden Dollar für geplante Unternehmensaufkäufe erst einmal auf Eis gelegt und auch die Anleger ziehen scharenweise ihr Geld aus den vermeintlich unsicheren Fonds. Dabei ist der Markt eigentlich nur gerade dabei, sich zu normalisieren. Die mit Private Equity in den letzten Jahren erzielbaren Renditen lagen einfach zu sehr über dem langfristigen Mittel. Interessant ist aber, dass der Hunger der Branche nach neuen Fachkräften ungebremst scheint. So berichtet der Best Practice Business Blog in seinem Artikel „Beraterstudie Schweiz: Wachstumsfelder und Kriterien für Auswahl des Beraters“, dass laut der dort analysierten Studie Private Equity Firmen gut ausgebildete und erfahrene Berater verschiedenster Bereiche suchen. […]

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