In V - Management

Wittenstein AG schickt ausgewählte „Pioniere auf die Walz“

Wenn man selbständige Unternehmer fragt, warum sie nicht mehr länger angestellt sein wollten, erhält man häufig die Antwort: „Ich wollte mehr Freiraum zur Entfaltung bekommen“. Das erkennen auch immer mehr die Unternehmen und machen sich Gedanken, wie sie die Besten der Besten in ihrem Unternehmen halten können. Nicht nur der demographische Wandel und Konkurrenten sorgen dafür, dass manche Unternehmen immer mehr Spitzenkräfte verlieren. Auch die Tatsache, dass es noch nie so leicht war wie heute, ein Unternehmen zu gründen, führt dazu, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern immer mehr Freiräume einräumen. „Unternehmer im Unternehmen“ nennt sich das. Ein gutes Beispiel ist auch heute noch Google, weil viele Mitarbeiter dort die Chance bekommen, 20 % der Arbeitszeit zu nutzen, um Dinge zu tun, die nichts unbedingt mit den Projekten zu tun haben, an denen der Mitarbeiter gerade arbeitet.

Ein anderes tolles Beispiel haben Förster & Kreuz ausgekramt. Seit einiger Zeit bietet der Technologiekonzern Wittenstein AG die Inititative „PIONIERE auf der Walz“ an. Dabei handelt es sich um ein Projekt zur Persönlichkeitsentwicklung und kulturellen Weiterbildung künftiger Mitarbeiter. Mit der Initiative nimmt das Unternehmen eine mittelalterliche Tradition wieder auf, die im heutigen Zeitalter der Globalisierung eine neue Aktualität und besondere Bedeutung gewinnt. Das Projekt „Pioiniere auf Walz“ bietet ausgewählten jungen Menschen nach absolvierter Ausbildung oder Studium und vor Eintritt ins Berufsleben die Möglichkeit einer ganz besonderen Auslandserfahrung. Auf der Aktionsseite wird das Projekt wie folgt beschrieben:

„Mit wenigen Vorgaben stellen sie sich selbst eine Aufgabe und organisieren ihren Aufenthalt in einem fremden Land. Sie erkunden, erfahren und erforschen dabei neue Wege. Die „Wanderschaft“ soll den Horizont der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweitern und sie anderen Kulturkreisen und Lebensformen näher bringen. Denn für die künftige Entwicklung von Mitarbeitern und Märkten, wie auch des Unternehmens, ist es entscheidend, sich in fremde Kulturkreise hineinversetzen zu können und sie zu verstehen: Wie denken und fühlen Menschen in anderen Teilen der Welt? Wie funktionieren und interagieren die dortige Kultur und das Arbeitsleben? Welche Werte zählen wo in der Welt? Wie wichtig sind Technik und Innovation – welche Erwartungen werden daran gestellt?“

Wirklich neu ist die Idee nicht, aber es wurde höchste Zeit, dass die Grundidee der „Walz“ auch von Nichthandwerksbetrieben aufgegriffen wird. Zum Hintergrund: In zahlreichen Handwerksberufen war es früher üblich, dass der Gesellen nach abgeschlossener Lehre auf die „Walz ging“, um Erfahrungen in der Fremde zu sammeln. Dies war sogar die Voraussetzung für die Zulassung zum Meister. Heute haben es aber die „Pionier auf der Walz“ bei Wittenstein leichter. Denn Wittenstein zahlt ihnen ihren Lohn weiter, zahlt zudem einen „Auswärtsaufschlag“ von 1.500 EUR pro Monat und übernimmt zudem auch die Reisekosten. Dabei handelt es sich um eine Investition, die sich vielfach ausbezahlt machen soll. Die Mitarbeiter sollen selbstbewußter und eigenständiger werden zudem frische Motivation erhalten, Karriere bei Wittenstein zu machen. Zudem sollen die Erfahrungen an Kollegen weitergegeben werden und die betreffenden Mitarbeiter bei zukünftiger Expansion ins Ausland mit in Projekte eingebunden werden.

Mehr Infos in der PM von Wittenstein, bei Förster & Kreuz sowie bei radikale innovationen

16 Responses to Wittenstein AG schickt ausgewählte „Pioniere auf die Walz“

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