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Richard Branson hält die Idee von Netflix für genial, die Urlaubszeit der Mitarbeiter nicht zu beschränken

Vor kurzem habe ich hier im Blog die Frage gestellt: „Was passiert, wenn die Mitarbeiter selbst bestimmen können, wie viel sie verdienen?“ Ein junger Inhaber einer Werbeagentur in Norddeutschland hat sich auf dieses Experiment eingelassen und über seine Erfahrungen hier berichtet. Auch hier war die Erfahrung, dass für viele Mitarbeiter nicht Geld das Wichtigste ist, sondern eine interessante Aufgabe im harmonsichen Umfeld mit vielen Freiheiten. Zu diesen Freiheiten gehört z.B., Arbeitszeit und -intensität selbst zu wählen.

Der Online-Streamingdienst Netflix hat das auch erkannt und gibt z.B. nicht vor, wie viele Tage im Jahr sie Urlaub nehmen, siehe dazu ein Artikel vom Daily Telegraph aus dem Jahr 2010. Das klingt nicht nur revolutionär, sondern sollte auch Schule machen. Dieser Meinung ist z.B. Richard Branson, der die Idee von Netflix jüngst in einem Blogpost aufgreift und damit innerhalb von wenigen Tagen für viel Medienecho gesorgt hat. Positiver Nebeneffekt: Mit diesen Gedankenspielen promotet er auch sein neuestes Buch „The Virgin Way: Everything I Know About Leadership“, in dem er auch o.g. Gedanken näher ausführt.

Es verwundert nicht, dass solche revolutionären Ideen in jungen Unternehmen mit disruptiven Geschäftsmodellen zuerst ausgetestet werden. Aber dabei handelt es sich garantiert nicht um eine Eintagsfliege. Dafür ist der Fachkräftemangel schon jetzt in den meisten entwickelten Ländern zu dramatisch, als dass nicht alle Unternehmen neue Wege gehen müssen, um neue Mitarbeiter zu locken und bestehende Mitarbeiter loyal ans Unternehmen zu binden. Schon vor sieben Jahren habe ich hier im Blog 15 Wege aufgezeigt, wie das funktionieren kann. Und es kommen ständig neue Beispiele dazu, wie z.B. das von Morning Star, die alle Hierarchien im Unternehmen abgeschafft haben.

Es ist unverkennbar: Intrapreneure können nur angezogen werden, wenn Sie viele Freiheiten erhalten. Ansonsten wandern sie aus und werden selbständig. Ein wahrer Unternehmer entscheidet schon heute, wo und wie viel er arbeitet. Wenn man solche charismatischen Vordenker zurück in die Festanstellung locken will, muss man ihm das passende Umfeld bieten. Dafür muss man mittlerweile nicht mehr außerhalb Deutschlands suchen. So bietet PAYBACK ein spezielles Programm für Intrapreneure an. Es werden sicherlich viele Unternehmen folgen, bevor es zu spät ist.

4 Responses to Richard Branson hält die Idee von Netflix für genial, die Urlaubszeit der Mitarbeiter nicht zu beschränken

  1. Tom sagt:

    „Intrapreneure können nur angezogen werden, wenn Sie viele Freiheiten erhalten.“

    Die Freiheit des Einzelnen sollte nicht auf Kosten der Anderen „finanziert“ werden.

    Ein gemeinsames Ziel definiert die Freiheit. Ameisen z.B. haben ein gemeinsames Ziel und schaffen es, die Materielallieferung für den gemeinsamen „Bau“, ohne Stau hinzubekommen.

    Vielleicht fangen wir mit der Freiheit beim Fahrspurwechsel – wegen Baustelle – von zwei auf einspurig an 🙂

  2. Hans sagt:

    @Tom: es war klar dass gleich wieder so ein Kommentar kommt. Kleingeister denken immer zuerst an Finanzierung von irgendetwas.
    Der Ansatz besteht aber darin endlich mal nicht mehr die Finanzen sondern endlich den Menschen in den Vordergrund zu stellen – wirst du aber vielleicht auch noch irgendwann kapieren

  3. TOM sagt:

    @Hans
    Lesen und verstehen überfordert Dich offensichtlich. Finanziert steht mit Absicht unter „“. Es geht eben NICHT um Finanzierung von irgendetwas….fang mal beim Fahrspurwechsel an – Du wirst viele Keingeister finden – vielleicht bist Du ja auch einer ? 🙂

  4. Alexander sagt:

    Die Idee von netflix klingt ja erstmal verlockend. Aber wer keinen Urlaub „hat“ der kann aus meiner Sicht auch nicht komplett abschalten. Der Erholungseffekt wäre gering – denn man geht dann eben doch mit einem schlechtem Gewissen in den Urlaub.

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