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RepoHomeTour: Bustour für Immobilienkäufer

In der kalifornischen Stadt Stockton in der Nähe von San Francisco und dem Silicon Valley gab es zu Boomzeiten fast kein Haus unter 500.000 USD, weil viele Hauskäufer damals auf das Umland von SF ausgewichen sind und so die Preise hochtrieben. Doch jetzt ist die Blase geplatzt und Stockton hält einen traurigen Rekord. Nirgendwo sonst in den USA wurden in den vergangenen Monaten so viele Privat-Immoblien (mehr als 9.000) versteigert, wie in dieser ehemaligen Goldgräberstadt. Obwohl die Preise in den Keller gerutscht sind, hielten sich potentielle Käufer zurück, zum Teil weil sie noch tiefere Preise erwarten, zum Teil, weil sie keine „Leichenfledderei“ betreiben wollen. Gefunden in spiegel-online.

Dieses Umfeld wurde auch für den Immobilienmakler Cesar Dias in Stockton immer bedrohlicher. Doch Not macht schliesslich erfinderisch. Und so hat er die Idee entwickelt, eine kostenlose und regelmäßig stattfindende Bustour durch Stockton anzubieten, auf der man die zum Kauf oder Versteigerung stehenden Immobilien anschauen kann. So haben die potentiellen Käufer nicht das Gefühl allein zu sein und können sich während der Bustour untereinander austauschen und Vorurteile abbauen. Denn man hilft den Menschen, die ihre Immobilie verloren haben, meist nicht damit, dass man nicht mitsteigert. Denn bei wenigen Bietern fallen die Kaufpreise auch meist niedriger aus oder die Immobilien werden gar nicht verkauft. Und wenn eine Gegend erst „ausstirbt“, werden die Immobilien fast unverkäuflich.

Mittlerweile sind die Immobilien-Sight-SeeingTouren US-weit bekannt, weil fast alle bedeutenden Fernsehsender und Zeitungen über diesen innovativen Weg berichtet haben, Käufer in die Immobilien zu locken. In Spitzenzeiten sind drei Busse im Konvoi gefahren, so gross war die Nachfrage. Mittlerweile werden die Touren in fast 20 US-Städten in Kalifornien und angrenzenden Staaten angeboten. Cesar Dias verkauft mittlerweile sein Konzept an andere interessierte Makler, den Geschäftserfolg zu skalieren. Und warum sollten solche Bustouren nur in Krisenregionen sinnvoll sein und auf Nachfrage stossen. Ich bin mir sicher, dass diese Idee in Zukunft viel mehr Immobilienmakler weltweit für sich entdecken und nutzen werden. So kann man in kurzer Zeit alle Interssierte in einem Aufwasch kostengünstig vor Ort informieren.

Und warum sollten eigentlich nur Immobilienmakler solche Bustouren ihren Kunden anbieten. Ich kannte einen Besitzer einer Frankfurter Bar, dessen Standort in einem Außenbezirk sehr schlecht war. So entwickelte er die Idee, einen Bus-Shuttle-Service anzubieten, der verschiedene Party-Brennpunkte anfuhr. So konnte er zahlreiche Partygänger zum Absacker in seine Kneipe locken. Diese Aktion war nicht billig, aber viel effektiver, als jede Werbeaktion. Letztlich schloss er doch seine Kneipe, aber das lag eher an anderen Gründen.

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One Response to RepoHomeTour: Bustour für Immobilienkäufer

  1. NLP Coaching sagt:

    Ich denke, die meisten Interessenten haben Angst, dass das Schnäppchen doch teuer kommen könnte.

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