In Marketing - Koop

Facebook stellt seine Plattform den Anbietern von Applikationen kostenlos als „Spielwiese“ zur Verfügung

Facebook ist mit 24 Mio. aktiven Usern das führende Social Network für Studenten im angelsächsischen Raum. Gründer und CEO der Firma ist der 23 jährige Marc Zuckerberg. Im Gegensatz zu vielen seiner Web 2.0 Kollegen hat er seine Firma noch nicht von einem der Großen (Google, Yahoo, Microsoft, Amazon, etc) kaufen lassen. Vielmehr will er mit seinem Social Network neue Standards schaffen und mit dazu beitragen, die Web 2.0 Welt voranzubringen, vielleicht sogar zu revolutionieren. Deshalb passt die letzte Info, die gestern per CNN Money vermeldet wurde (und auf die durch durch das basicthinking-blog aufmerksam geworden bin), sehr gut in dieses Bild:

Facebook lädt alle Entwickler von Widgets (Applikationen, die an das Social Network inegriert werden können) dazu ein, ihre Applikationen kostenlos in Facebook zu integrieren. Das alleine ist schon der Hammer. Noch viel unglaublicher erscheint dann die Meldung, dass alle Einnahmen, die der Betreiber dieses Widgets erzielt, zu 100 % ! zu ihm fliessen. Facebook verlangt keine Gewinnbeteiligung, was aus der Sicht jedes Kaufmannes mehr als gerechtfertigt scheinen würde. Es ist nicht verwunderlich, dass jetzt schon mehr als 60 Unternehmen ihr Interesse gezeigt haben, an dem Projekt unter der Bezeichnung f8 teilzunehmen. Darunter sind so namhafte Firmen wie Amazon und Microsoft. Aber auch junge Services wie Slide (Foto-Diashow-Funktion), iLike (Musikempfehlungsdienst) und Uber (Musikplayer) sollen in Facebook integriert werden.

Warum ist dieses Angebot für jeden Anbieter von Widgets so lukrativ? Seit letztem Jahr gibt es ein Newsfeed in Facebook, dass alle vernetzte Personen eines Users darüber informiert, wenn sich auf der Profilseite des Users etwas geändert hat. Sollte jetzt also ein User ein Widget auf seine Profilseite integrieren, erfahren alle Freunde in Windeseile davon. Dieser Beschleuniger und die 100%-Gewinnbeteiligung macht es so interessant, warum viele Entwickler Facebook die Bude einrennen werden. Und warum bietet Marc Zuckerberg solch einen Deal an? Weil er sich dadurch erhofft, dass er die User durch solche lukrative Widgets langfristig an sein Social Network bindet und es vielen neuen User schmackhaft macht, zu seinem Network zu wechseln. Weiterhin erhofft er sich natürlich eine Steigerung der eigenen Werbeeinnahmen, weil die User länger in Facebook verweilen. Zuckerberg mit seinem Vorgehen eindeutig die Devise aus: „Herrsche und teile!“ Mal sehen, wie Myspace, das mit ca. 70 Mio. aktiven Usern immer noch das größte Social Network auf der Welt sind, darauf reagiert. Vielleicht ist die Meldung, dass Myspace eine „White Label Lösung“ herausbringen will, so dass andere Webseitenbetreiber Myspace unter ihrem Label einbinden können, eine erste Reaktion darauf.

Wer nicht den CNN Money Artikel in Englisch lesen will, dem sei der Spiegel-Online-Artikel empfohlen.

4 Responses to Facebook stellt seine Plattform den Anbietern von Applikationen kostenlos als „Spielwiese“ zur Verfügung

  1. […] von Facebook verstanden hat. weitere Artikel: « prima Quellensammlung rund um WordPress || Trackback-URL Artikelstatistik: · Gelesen: 5 · heute: 5 · zuletzt: Samstag, 26. Mai 2007 -14:48 […]

  2. […] Facebook stellt seine Plattform… Hinzufügen: del.icio.us | digg | technorati | yahoo | yigg | wong | google […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *