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Der Adventskalender als Basis für zahlreiche Marketingideen

Gestern habe ich hier im Blog aufgezeigt, dass der Adventskalender die Basis für eine Geschäftsidee sein kann. Heute will ich erläutern, dass man den Adventskalender auch ideal als Marketinginstrument einsetzen kann. Nein, ich spreche nicht davon, Adventskalender für 99 Cent zu kaufen und an Kunden zu verschenken. Etwas innovativer sollte der Ansatz schon sein.

Fangen wir damit an, mit Hilfe eines Adventskalenders Produktproben zu verteilen. Mein Lieblingsbeispiel dazfür ist immer noch der Hansemalt Whiskey-Kalender. Für 154 EUR plus Versandkosten erhalten die Kunden eine Vitrine, in der 24 Fläschchen mit 24 unterschiedlichen Whiskey-Sorten aufgestellt sind. Die Fläschchen sind nur mit Nummern versehen, so dass man weiß, wann man welches Fläschchen (Inhalt je 2,5 cl) zu öffnen hat.

Erst nach der Verkostung wird aufgelöst, welchen Whiskey man verkostet hat. Der jeweilige Whisky wird am späten Abend oder spätestens am Folgetag (vom 01.12.2012 am 02.12.2012) auf dieser Website genannt. Das geht so jeden Tag weiter bis zum 25.12.2012. So wird der Kalender nicht nur zum „Überraschungsei“, sondern zum lang anhaltenden Event. Eine sehr schöne Idee, wie man auch eine Whiskeyverprobung auf lange Distanz hinbekommt.



Foto: Chris Rickert / Hansemalt.de

Chris Rickert und Stephan Rung von Hansemalt aus Schenefeld bei Hamburg verdienen eigentlich ihr Geld damit, Whisky-Tastings, Whisky-Schulungen, Whisky-Seminare und andere Events rund um dieses edle Getränk anzubieten. Der Adventskalender ist eigentlich nur eine clevere Kundenbindungsstrategie. Aber es werden auf Wunsch auch die Whiskeys verkauft, die dem Kunden besonders gut geschmeckt haben. Gerade Händler sollte sich überlegen, wie sie diese Idee für Produktproben adaptieren könnten.

Eine ganz andere Idee hatte die Griesheimerin Helle Isenbart (Griesheim ist ein Stadtteil von Frankfurt), die 2005 spontan auf die Idee kam, dass jeden Adventstag ein Bürger sein Fenster mit der dazugehörigen Zahl und weiteren Weihnachtssymbolen schmücken könnte und die Bürger an diesem Tag etwas aus dem Fenster reichen könnte, egal ob einen Glühwein, Lebkuchen, Plätzchen, etc. Das ist eine geniale Idee, um eine bessere Nachbarschaft zu erreichen. Mittlerweile wird diese Tradition zum achten Mal in diesem Jahr gefeiert.

Warum adaptieren clevere Einzelhändler nicht diese Idee, so dass an jedem der 24 Adventstage ein Händler Produktproben an die Kunden ausreicht. Auch Gastronomen könnten mitmachen. Die ganze Aktion könnte gemeinsam beworben werden und sorgt garantiert für einen großen Kundenansturm. Solch eine Idee könnte aber auch als Mitarbeiterincentive funktionieren, wie hier ausführlich erläutert. Man kann aber auch einen Adventskalender in ein Schaufenster stellen und die darin enthaltenen Produkte versteigern lassen und den Erlös anschliessend spenden.

2 Responses to Der Adventskalender als Basis für zahlreiche Marketingideen

  1. […] eine oder mehre gute Adventskalender-Ideen vor. Nachdem ich bisher eine Geschäftsidee und mehrere Marketingideen vorgestellt habe, will ich heute eine “virtuelle Idee” vorstellen. Es handelt sich […]

  2. […] Hier im Blog habe ich schon mehr als 120 Beispiele für Marketing auf Probe präsentiert. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit bietet es sich an, Adventskalender zu verkaufen, die Produktproben beinhalten. Dabei unterstützt der Trend, dass die Verkaufspreise von Adventskalendern immer mehr ansteigen, das längst nicht mehr nur Kinder damit beschenkt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Hansemalt-Whiskey-Kalender. […]

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